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Aomers 402 Komers
für Deutschland. Herausgegeben von Dr.
Friedrich Z arncke. 1864. Sp. 663. — Por-
trat. Unterschritt: .^ntmi N. ^omsi-s, Wi rtk-
3e^ktüra.tk. Nach einer Photographie litho-
graphirt von V. Katzler. Gedruckt bei Ios.
Stoufs (Wien, 4",). — Verwandte des Obi>
gen, da beide auch aus Humpoletz gebürtig
sind, dürften die Brüder Emanuel Hei
rich Ritter Komers von Lindenbach
und Kar l Cduard Freiherr Ko mers von
Lindenbach sein. l. Ersterer, Gmanuel
Heinrich K., der im Jahre 1832 bei dein
Auditoriat ftine Laufbahn begann, war be>
reits im Jahre 1837 Hauptmann-.Auditor,
seit 1839 Rittmeister-.Auditor vei der kön. lom»
bardisch »venetianischen adeligen Leibgarde;
ward im Februar 1849 mit Majors» und
Stabsauditors < Charakter als österreichischer
Abgeordneter zur legislativen Commission bei
dem bestandenen Reichskriegsministerium in
Frankfurt a. M. bestimmt, wurde im Jänner
1850 Oberlandesgerichtsrath in Böhmen, im
Jahre 1851 Kreisgerichtsoorstand in Brür, im
August 1854 Präsident des Landesgcrichtes in
Ofen und im Jänner 1836 in gleicher Eigen'
schaft zum Landesgecichte in Pesth übersetzt.
Mit Allerh. Entschließung vom lt. Juli 1838
wurde er in Anerkennung seiner dem Staate
geleisteten Dienste mit dem Ritterkreuze des
Leopold'Ordens ausgezeichnet und dieser Ver»
leihung folgte statutengemäß mit Diplom vom
22. September 1860 die Erhebung in den
erblänoiscken Ritterstand mit dem Prädicate
von Lindenbach. Er dürfte wohl auch der
Verfasser der ,,Geschichte des vierten Cuirassier»
Regiments C. Freiherr von Mengen" (... 1843,
so.) sein. — 2. Sein Bruder Karl. Gduard
Komers Freiherr von Lindenbach (geb.
zu Humpoletz im Jahre 1?94) trat auch im
Jahre 18l8 bei dem Auditoriate ein. wurde
im Jahre l821 Starsauditor. 1336 General«
Auditor»Lieutenant. 1839 Appellationsrath.
1847 Hofrath, l84ii-Sectionschef des Justiz,
wesens im damaligen 5iriegsmi>listeriuln, und
ist zur Zeit General<Auditor und Vorstand
der 4. Abtheilung des Kriegsministeriums.
Für seine dem Staate geleisteten vieljährigen
Dienste wurde er schon durch kaiserliches Ca-
binetschreiben vom 30. Mai 1834 mit dem
Ritterkreuze des Leopolo«Ordens, und durch
ein zweites vom 3«. November 1861 mit dem
Orden der eisernen Krone 2. Classe ausgezeich.
net. Der ersten Verleihung folgte statutcn»
gemäß mit Diplom ääo. 17. November 1834
die Erhebung in den erbländischen Ritterstand, der zweiten mit Diplom vom i l . Jänner
186l, die Erhebung in den Freiherrnstand mit
dem Prädicate von Lindenbach. —
^Wappen. Ein halb in die Länge und quer
getheilter Schild. Rechts in Blau ein natür.
licher Lindenbaum auf grünem Hügel über
einem längs des Fußrandes hinströmenden
silbernen Bache. Links im oberen rothen
Felde ein aufgerichteter silberner Löwe mit
ausgeschlagener rother Zunge, einen Säbel
mit goldenem Griffe über sich schwingend;
im unteren blauen Felde ein silbernes, mit
einem rothen Querbalken durchzogenes Schild«
lein altdeutscher Form, schwebend über zwei
aufwärts verschränkten goldenen Heugabeln,
worunter eine silberne Pfeilspitze aus der
Mittelkuppe eines aus dem Fußrande hervor,
gehenden silbernen Dreiberges hervorbricht.
Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone mit
drei gekrönten Turnierhelmen. Auf der mitt<
leren Helmkrone liegt ein überbogener Arm
in goldgerandertem Harnisch mit über sich ge-
schwungenem Säbel an goldenem Griffe in
der bloßen Faust zwischen zwei mit den Mund»
löchern von einandergekchrten, rechts von
Silber über Blau. links von Roth über Sil-
ber quergetheilten Nüsseln. Die Hclmkrone
zur rechten trägt einen geschlossenen blauen,
von einem silbernen Bache wellcnweise quer
durchströmen Adlerflug und aus jener des
linken Helms wächst ein silberner rothbezung»
ter Löwe mit übev sich geschwungenem Säbel
an goldenem Griffe hervor. Helmdecken.
Die des mittleren rechts blau' links roth;
die des rechten blau, die des linken roth,
sämmtliche mit Silber unterlegt. Schild»
Halter. Zwei gegengekehrte, halb vorwärts
schauende rothbezungte Löwen. Devise. Auf
einer unter dem Schilde sich verbreitenden
dronzefarvigen Arabeske, auf welcher die
Löwen stehen, ist zu deren beiden Enden ein
blaues Band querüber aufgehängt, welches
in silberner Lapidarschrift die Devise: Non
uis i iu, rsata pruäontia. zeigt. Das
frühere Ritterstands'Wappen des nun»
mehrigen Freiherrn Kar l Edu ard Komer 5
von Lindenbach ist dem freiherrlichen in
den Hauptsachen ganz gleich, nur fehlen auf
dem Kronrnschmucke der mittlere Helm, ferner
die Schildhalter und die Devise, und das
gleiche ist mit dem Ritterftands«Wappen des
Emanuel Heinrich Nitter Komers von
Lindenbach der Fall, welches demnach mit
dem früheren Ritterstands.Wappen des Frei«
Herrn Kar l Eduard übereinstimmt.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon