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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 404 -
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Seite - 404 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Komlüssy 404 Aompert t851 im österreichischen Kunftvereine ein Ocl< gcmälde: „Parihie aus dem Thüringer« Walde" (Preis 160 fl.) ausgestellt war. — 2. Ferner der ungarische 3andtaas<Deputirte Ludwig K-, welcher auf dem Landtage 1843/44 als Abgeordneter der Stadt Tebre czin erschien und einer der entschiedensten Gegner derIuden'Emancipaiion war. sN eue Croauis aus Ungarn (Leipzig 1854, Hirsch feld, kl. 8«.) Bd. I I , S. 2?2.^ — 3. Endlich heißt der unter dem Namen „H eu bau er" in Nien bekannte, seiner Zeit berühmte Volks« fänger, der sich zu Anfang dieses Iahrhuw derts im Gasthose zum weißen Kreuz an der Nien (oberhalb des Theaters, jetzt Nr. 3l) im Garten hören ließ und bald eine volks- tümliche Figur wurde, gleichfalls Kom- lo ssy. Mit seinem Söhnlein, dem sogenann. ten „Heubäuerlein". das allerlei Bajazzo- Kunststücke ausführte, trug er durch seine lustigen, öfter improoisirtcn Lieder und seinen frischen Humor nicht wenig zur Belustigung der Anwesenden bei, unter denen manche unvergeßliche Kempen des alten Wien. als Buchhändler Anton D o l l . Maler Da ffin> ger, Kupferstecher Agrico la. die Schauspie' ler Perinet, Hensler, die Sänger Bau- mann, Weinmül ler , der alte Gc äffer u. A. sich befanden. Den Namen „Heudauer" hatte er davon, weil er bei seinem ersten Auftreten von dem Wirthe als ein solcher, der aus Ungarn kam und im Gasthofe ab» gestiegen war, vorgestellt worden. Dieser in ungarischer Nationaltracht auftretende Volks» sänger war aber in der Wirklichkeit ein Prak- tikant, Namens Komlossy, der auf seinc Besoldung wartete und. um mittlerweile nicht zu verhungern. dicse Verkleidungsrolle über nommen hatte, die er unentdectt ein paar Jahre fortspielte. Endlich wurde die Sache doch verrathen und auf den Rath seines Vor< standes gab Komlossy seine beliebten Pro» ductionen beim weißen Kreuz auf. Der Wirth zum weißen Kreuz berichtete aber auf Befra» gen seiner Gäste, wo denn der „Heubauer" stecke, daß dieser in seine Heimat zurückgekehrt sei. Einige Jahre später tauchte er jedoch wieder auf; wahrscheinlich waren seine Erwnr« tungen, in Gehalt und Ami zu kommen, unerfüllt geblieben; kurz, er ergriff das Metier dcs „Heubauers" von Ncuem und übte es noch einige Jahre mit Erfolg aus. Als später der Gasthof zum weißen Kreuz umgebaut wurde, verschwanden „Heubauer" und „Heu- bauerlein" und diesesmal für iunner; dieß geschah gegen Ende des zweiten Decenniums des laufenden Jahrhunderts. ^Wiener Cou> rier, herausgegeben von Moriz B ermann (polit. Blatt, kl. Fol.) I. (und einziger) Jahr« gang (1836). Nr. <—4.- „Der Heubauer beim Weißen Kreuz". — Feierabend (Wiener Unterhaltungsblatt, 4o.), herausgegeben von Zamarski . Bd. I, S. 24l: „Wiener Volks, siguren alter und neuer Zeit. V." ^mit Abbil, düng einrs ungarischen Bauers und seines Sohnes; soll Komlossy's Porträt scin?^. Klimpert, Leopold (Dichter, geb. zuMünchengratz in Böhmen 13. Mai 1822). Von jüdischen Eltern geboren, gehört K. einer Familie an, die schon an zwei Jahrhunderte in München» gratz ansässig ist. Seme Kindheit und erste Jugend verlebte er im Elternhause, wo der damals noch lebende Großvater und die Mutter einen tiefen Eindruck auf das poetische und nachempfindende Gemüth des Knaben übten. I m Alter von zehn Jahren kamen er und sein älterer Bruder auf das Gymnasium nach Iungbunzlcm. was die Vermögensdec» hältniffe des Vaters, der einen aus» gedehnten Wollhandel betrieb, immer- hin gestatteten. Plötzlich aber traten Zahlungseinstellungen von Neichenberger Tuchmachern ein, wodurch, da Kom« pert's Vater bei seiner unerschütterlichen Rechtlichkeit seine Verbindlichkeiten in scrupulüser Weise erfüllte, er selbst in sehr mißliche Lagen gerieth und nur mit großen Opfern seinen beiden in Jung» bunzlau studirenden Söhnen jene Unter« stützung zukommen lassen konnte, welche ihnen bisher so regelmäßig verabfolgt worden war. Es war nahe daran, daß beide Knaben, da dem Vater die Kosten für den Schulbesuch unerschwinglich gü» worden waren, denselben hätten aufgeben müssen. Aber die Vorstellungen der Mut» ter, gestärkt durch den Trost: daß bessere Zeiten kommen müßten, behielten den Sieg und K. ging wieder nach Jung»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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