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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 417 -
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Seite - 417 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Kontski 417 Kontski seiner Ehe mit Anna R o zycka, welche aus der alten Familie derTrojanow abstammt, vier Söhne und eine Tochter, welche sämmtlich, durch ihr ungewöhn« liches musikalisches Talent sich einen europäischen Ruf geschaffen haben. Sie folgen hier in der alphabetischen Neihe der Taufnamen. Anton sgeb. zu Krakau 27. October l817) ist Virtuos auf dem Piano und ein sehr fruchtbarer Componist fur sein Instrument. Er hat die meisten Länder Europa's. Frankreich, Spanien, England. Deutschland bereist und überall mit glänzendem Erfolge sich hören lassen. Zuletzt besuchte er sein Vaterland, erntete Triumphe in Lithauen, Volhynien, Podo- lien und der Ukraine und nahm zuletzt seinen bleibenden Aufenthalt in St. Peters« bürg. Sowi i iski zahlt eine große Zahl seiner Werke, welche schon im Jahre 4887 die OMZ'Nummer 148 erreichte, auf; es sind Variationen, Phantasien, Mazurs, Polka'S u. dgl. m. Im Jahre 4837 , organisirte er in St. Petersburg Con» certe für classische Musik. — Apollinar (geb. nach Sowi i isk i zu Posen 4826, nach Gaßner zu' Warschau 23. October 1823) ist, wenngleich der jüngste, weit« aus der berühmteste der vier Brüder. Er ist Violinvirtuos. Paganin i , der ihn im Mai 4838 spielen gehört, anerkannte in nicht gewöhnlicher Weise seine Kunst» fertigkeit. Auch Apol l inar durchreiste Europa, überall Triumphe seiner Kunst feiernd. Sowinski zahlt 40 von seinen Kompositionen auf, deren jedoch nur 43 gedruckt sind. Er ist zur Zeit als Violin-Solospieler der kais. Capelle zu St. Petersburg angestellt. — Karl (geb. zu Krakau 6. September 4843), wie sein Bruder Apol l inar Violinvirtuos, der, nachdem er große Kunstreisen gemacht und überall reichen Beifall geerntet, in Paris seinen bleibenden Aufenthalt v. Wurzbach, bioqr. Lerikon. XII. lGed nahm, wo er als Lehrer seines Instru- ments lebt. Kar l war es auch. der den ersten Musikunterricht seines jüngsten Bruders A p o l l i n a r geleitet. Die Zahl seiner Compofitionen erreichte im Jahre 1837 die Opus-Nummer 27. — Stamslaus (geb. zu Krakau 8. October 1820) ist Virtuos auf dem Piano und lebt als Componist und Lehrer seines Instruments zu Paris. Sowii iski zählt zwanzig seiner Compositionen. die sammt- lich in Paris im Stiche erschienen sind. nach ihren Titeln auf. — Eugcnie (geb. zu Kcakau 22. November 18l6) zeichnete stch ebenso als treffliche Pianistin wie als Sängerin aus. 16 (ÜIai-6 ck tüo., Fr. 80.) ^. 32l—332 s^ gibt die ausführlichste Nachricht über alle uier Vrü- der Anton, Apo l l inar , Kar l und S la- ll isl aus, und zählt auch einen großen Theil ihrer Compositioncn auf). Schi l l ing in sei- nem „Musikalischen Europa" (S. l92), ebenso Gaßner in der Handausgabe seines „Univer« sal<Lerikons der Tonkunst" (S. 304) und das Schladebach - B e r n s d o r f 'sche „Neue Universal'Lerikon der Tonkunst" (Bd. I I , S. 643) geben nur sehr dürftige Notizen über diese Künstlerfamilie. Apol l inar findet eine fleißigere Würdigung, so brachte die Leipziger I l lust r i r teZei tung l 849. Nr. 272. S. l89, seine Biographie, sein Porträt und eine Compo» Moscheles gewidmet,- — auch widmen ihm daö Meyer'sche „Große Conuersations'Leri' kon für das gebildete Publikum" (Bd. XVII I , S. 1028) und die von I)i-. Höfer redigirte „Liozraplüs Fsusrala" (rome XXVII I , I». 38) jedes einen besonderen, ersteres sogar einen ausführlicheren Artikel. Zu eigenthüm« lich ist die Schilderung seines Spiels, welches ein Musikkritiker bei Ko n ts ki's Auftreten in Berlin im Mai 1849 folgendermaßen charak« terisirte: „Mit Thema und Melodie springt er grausamer um. alö selbst Liszt und als die Spinne mit der Fliege. Er saugt sein Thema nicht, es überspinnend, aus, er begräbt und erstickt es in den künstlerisch verschlungenen Tonarten und wirft es dann auö dem mit . 4l, Sept. !864.) 27
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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