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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 443 -
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Seite - 443 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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443 Kopp Kaiserstaate ansässig oder bedienstet, bührt doch diesem Geschichtschreiber, .der das Haus Habsburg zum Gegenstande eindringlicher historischer Forschungen gemacht und bereits mehrere wichtige Werke veröffentlicht hat, eine Stelle in diesem Werke. Kopp erfreute sich keines fürstlichen. Protectorates, keiner staat- lichen Subventionen', einzig und allein Liebe zum'Vaterlande begeisterte ihn zu seinen Arbeiten, welcke an Gründlichkeit und Umsicht jedweder an die Seite gestellt werden können. Nach einer mühe» vollen Jugend und mannigfachen Anstren« gungen, um sich fortzubringen, bezog er die hohe Schule von Freiburg, wo er durch Privatunterricht die Kosten seines Aufenthaltes bestritt. Dann widmete er sich dem Lehrfache, wurde 1819 Professor der griechischen Spracbe an der höheren Lehranstalt in Luzern, 1841 in den Ver« faffungs« und spater in den Kantons« und Regierungsrath berufen, in welchem er sich in der Iesuitenfrage, als Prasi« dent des Unterrichtsrathes, gegen die Berufung des Ordens nach Luzern aus« sprach, dadurch aber bei der Erneuerung des Regierungsrathes im Jahre 1845 seine Wiederwahl in denselben Vereitelle. Eine im Jahre 1836 mit einem andern Geschichtsforscher verabredete Neise nach Rom, um im Vaticnn jene Quellenschahe für die Geschichte des Hauses Habsburg zu heben, welche K. mit Recht dort ver» muthete, kam erst im Jahre 4849 zur Ausführung. K. hat eine reiche Ausbeute gemacht, und bisher nachstehende Werke veröffentlicht, welche entweder unmiitel- bar das Haus Habsburg betreffen, oder aber doch in sehr naher Beziehung zu demselben und zu dem Kaiserstaate stehen: „Trtumdtn M Geschichte der likgcnö55i5chen MM" , 2 Bde. (Luzern, 1. Bd. 1833, X. Mayer; 2. Bd. Wien 4831. Gerold, 8".) ^man vergleiche darüber die Recen- sion von Karajan in Kaltenbäck's „Oesterreichischer Zeitschrift" 4836. S.73, 79, 83, 87. 91 u. 94); der zweite Band dieser Urkunden bildet den ersten Band des, von der kais. Akademie der Wissenschaften herausgegebenen „Archivs für Kunde österreichischer Geschichts- quellen"; — „GtZchichtr der ridgrii'655i5chril Niindr. Mit Trkunden", 2 Bde. (Leipzig 1843—1849. Weidmann, gr. 8".); darin behandelt K. die Geschichten von der Wiederherstellung und dem Verfalle deS h. röm. Reiches, u. z. in dm ersten drei Büchern: „König Rudolph und seine Zeit", im vierten Buche: die Grafen von Kyburg. von Buchegg und Neuen« bürg mit Arberg, Nidau und Straß» berg; dann Gotteshäuser und Freie; die Städte Solothurn, Freiburg und Bern; Bischof und Stadt Basel mit Froburg und Pfyrt, Lausanne und Genf; die Waadt, Savoyen und Faucigny und Hochburgund mit Mömpelgard und dem Delsinate bis zum Jahre 1291; — „Nie GeFchichtsblätw der Zchmrij" (Luzem 4834. 8<>.), welche m Heften ausgegeben werden und deren bereits erschienene folgende Mit« theilungen über österreichische Verhältnisse enthalten: „Zur Geschichte der Verpfan« düng der Reichsstädte Zürich und St. Gallen an die Herzoge von Oesterreich" (Heft I, S. 23); — „Ueber die Thei- lung der Grafen Albrecht und Rudolph von Habsburg" (ebd. S. 34); — „Ein Zuzerner Pfarrer bei St. Stephan" (Heft I I , S. 405), betrifft den Meister Heinrich von Kl i ngenb erg, nachmali« gen Bischof von Constanz — und „Salz« bürg gegen Oesterreich und Baiern" eft l l l , S. 162). Diesen „Gesckichts. blättern der Schweiz" liegt in fortlau, senden Bogen die Fortsetzung seiner „Geschichte der eidgenössischen Bünde",
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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