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und drssen Umgebungen . . . . Nach I . Ad.
Kri ckel's topographischen Nachlässen bearber»
tet (Wien 1831, A. Pichler's Witwe. kl.>8"^
S. l56 u. ll37.
h r , Georg Andreas (Natur«
forscher). Zeitgenoß. Beendete in Wien
die medicinischen Studien, erwarb dar»
aus die Doctorwürde, widmete sich dann
dem Lehramte und war bis 1861 als
Professor der Naturgeschichte an der
öffentlichen Oberrealschule in Preßburg
thätig' später wurde er Professor der
Botanik und Zoologie am k. k. Polytech»
nicum in Wien, welche Stelle er noch
zur Stunde bekleidet. Während seines
Aufenthaltes in Preßburg begründete K.
den dortigen „Verein für Naturkunde".
K. hat theils in den „Verhandlungen"
des von ihm in Preßburg begründeten
Vereins, theil« in den „Programmen"
der Preßburgor Oberrealschule mehrere
botanische, vornehmlich die Pflanzen-
kunde Ungarns betreffende Arbeiten ver>
öffentlicht, u. z. in ersteren: „Das Moor
Schur in St. Georgen" (III, 29); —
„Botanische Aufzeichnungen im Bako»
nyerwalde" (IV, 87);— „Notizen über
das Alter und die Wachsthumsverhalt,
nisse einiger Waldbäume im Banaler»
gebirge" (V, 132)-, w letzteren, nämlich
in den Preßburger Oberrealschul»Pro«
grammen: „Die Umbelliferen des Vege» >
tatiönsgebietes von Preßburg" (IV. Pro-!
gramm, 4834); — „Uebersicht der Pha- ^
nerogamen in der Preßburger Flora"
(V. Progr.. 4839)', — „Barometrische
Beobachtungen und Höhenmeffungen
über Quellentemperatur im Preßburger
Comitate (ebd.); — „Die Gefäßpflanzen
der Flora von Preßburg. I. Abthlg.:
die Gefaßkryptogamen, die Gyrnnosper-
men und von den Monocotyledonen
Angiospermen die Familie der Gräser
enthaltend" (VI. Progr.. 1836); — „Bei- trag zur Kenntniß der klimatischen Ver>
Hältnisse Preßburgs" (VIII. Progr.,
4838). Auch hat K. im Jahrbuche
! der k. k. geologischen Reichsanftalt über
seine geologischen Aufnahmen und zwar
! des nördlichen Mittelungarns (Jahrg. IX,
Verhandlg. S. 128), und des Neutraer
Thales (ebd. S. 412) Bericht erstattet.
Kanitz (August), Geschichte der Botanik in
Ungarn. Gedruckt in 70 Exemplaren (Hanno-
ver !864. i20.) S. 160.
Komis, Karl (Rechtsgelehrter,
geb. in Ungarn um das Jahr 4829,
gest. zu Gyorok im Arader Comitate
27. Jänner 4863). Entstammt einer un-
garischen, in Tötvarad ansässigen Adels»
familie. welche von jener der Grafen von
Kornis deGöncz'Ruszkazu unter«
scheiden ist. Kar l K. begann nach been»
deten philosophischen Studien jNies der
Rechte in Pesth und erlangte später eine
Professur dieses Faches an der Pesther
Hochschule. Was seine Theilnahme an
den Bewegungen des Jahres 4848 be.
trifft, so muß sich hier auf die im Lapi-
darstyle gehaltene Noti; in K^r tb eny's
Schrift: „Die Ungarn im Auslande" be«
schränkt werden, worin es heißt: „4848
Blutrichter, 4849 in efü^is gehangen,
wobei er zusah, 4830, England, Lüttich".
In der That flüchtete sich K. nach der
Niederwerfung des Aufstandes nach Eng«
land und begab sich von dort nach Ame»
rika. I n Brasilien ließ er sich häuslich
nieder und setzte seine gelehrten rechtswis»
senschaftlichen Arbeiten fort, manchmal
seinem Heimatlande ein Lebenszeichen
gebend. So hatte er zu Anfang des Iah»
res 1862 mehrere hundert Exemplare
sildamerikanischer Vögel nach Ungarn
gesendet, welche von Schulen, Samm«
lern. Museen, durch den Gyoroker Pfar-
rer Joseph Kornis, wahrscheinlich einen
Bruder Karl 's, gegen den Erlag der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon