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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 134 -
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Arasicki 434 Arasiau zechowSka, letzten Erbin ihres Hauses; Einem alten galizischen Adelsgeschlechte entstammend, auS welchem mehrere Glie« der die höchsten Würden im einstigen Polen bekleideten. Die Schulen besuchte K. in Lemberg und ging. da er sich dem geistlichen Stande widmete, nach Rom, wo er- die höheren theologischen Stu« dien beendete, zugleich aber in anderen wissenschaftlichen Disciplinen sich aus« bildete. Darauf machte er Reisen durch Deutschland und Frankreich und kehrte in seine Heimat zurück, wo er bald em Canonicat an der Lemberger Kathedrale erhielt. I n kurzer Zeit zum Tribunal von KleiwPolen gesendet, wurde er Präsident desselben und fand dort Gelegenheit, die Rechtsurntriebe kennen zu lernen, die er später in seinem vortrefflichen Romane ^^ os^Äcl.x^QLlci" so launig beschreibt. Hohe Rechtlichkeit, Unparteilichkeit und all» Tugenden eines redlichen Mannes und Richters zeichneten K. in diesem die höchste GerichtSbehörde Polens bilden- den Amte aus. Als er nach Warschau kam, wo sich dem hohen Prälaten und Staatsbeamten die ersten Kreise der Hauptstadt öffneten, richtete sich bald die allgemeine Aufmerksamkeit auf den geist» vollen witzigen Mann, und auch König Stanis laus, der hervorragende Ta> lente zu finden und zu würdigen verstand, suchte, auf ihn aufmerksam geworden, ihn in seine unmittelbare Nähe zu ziehen, verlieh ihm das Indigenat der Provinz Posen, ernannte ihn zum Coadjutor des BisthumS von Ermeland und nach deS Bischofs Grab owski Tode, 1767, zu dessen Nachfolger im Bisthume. Als solcher nahm er im folgenden Jahre seinen Sitz im Reichstage ein. Es war das erste und einzige Mal undK. bewies auf diesem Posten seine unbestechliche und unerschro« ckene Vaterlandsliebe. I m Jahre 1772 siel sein Bisthum an Preußen, welches die sämmtlichen bischöflichen Güter confiScirte und K. nur eine Iahrespension anwies. Friedrich I I . , den Geist und die Ver. dienste des Prälaten würdigend, schenkte ihm seine Huld und zog ihn oft und gern in seine Nahe. „Ich hoffe, Herr Bischof", sagte er eines Tages zu ihm, „Sie werden mich dereinst unter Ihrem bischöflichen Mantel mit in'S Paradies nehmen". — „Nein, Sir", entgegnete Krasicki, „Euere Majestät haben mir den Mantel so gekürzt, daß ich unmöglich Contre- bande darunter verbergen könnte". I m Jahre 1793 wurde K. zum Erzbiscbof von Gnesen erhoben, und als solcher starb er sechs Jahre später zu Berlin im Alter von 67 Jahren. Krasicki nimmt als Dichter und Schriftsteller in der polni- schen Literatur eine hervorragende Stelle ein. Seine Schriften (die in den Klarn« mern angeführten römischen Zahlen weisen auf den jeweiligen Band, in welchem das angeführte Werk in der zehnbändigen, von Dmochowski besorgten AuSgabe sich befindet) werden hier in die poetischen und pro falschen gesondert; erstere sind: „Hi?/S26i5 20 ?6> F>z'6Fn2H<?/i", d. i. Der Mäusekcieg, Gedicht in zehn Gesängen (Warschau 1773, 8«.) sl). ein satyrisches Gedicht voll Humor. K. zeichnet darin mit Witz und Laune die Hauptfehler aller Nationen und verspottet die Mißbräuche im polnischen Staatswesen, namentlich die beständigen Streitigkeiten deS Ritter» standes und Senates. Eine deutsche Uebersetzung desselben unter dem Titel „Die Mäuseade« ist schon imIahre 1790 (Warschau, bei Groll) erschienen; — d. i.' Der Mönchskrieg. Gedicht in sechs Gesängen (ebd. ohne Jahr. 8°.) U . ein Gedicht voll des köstlichsten Humors. Die Veranlassung zu dieser
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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