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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 143 -
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Seite - 143 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13

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143 Araiochnnlle erst 20 Jahre — berief ihn Ludwig Mark« graf von Baden an seinen Hof, an welchem er bis zu dem 170? erfolgten Tode des Mark« grasen, also durch volle 17 Jahre, beschäftigt gewesen und nun erst mit den rühmlichsten Zeugnissen aus dem Dienste trat. Dann arbei« tete er am Hofe der Herzogs von Württem« berg und an jenen einiger anderen deutschen Fürsten. Im I . 1709 berief ihn August I I . nach Dresden, um mehreres für die Schau» spiele und Turniere, die damals an diesem prachtliebenden Hofe stattfinden sollten, aus» zuführen. Auch am kaiserlichen Hofe wurde er zu jener Zeit mit Arbeiten beauftragt. Als er von seiner Rückkehr aus Dresden sich in Prag niederlassen und daselbst seine Kunst ausüben wollte, verweigerten ihm alle drei zu jener Zeit in Prag befindlichen Maler« zünfte den Aufenthalt, Aber im Jahre 1710 gelang es ihm. von Kaiser Kar l VI. die Gnade zu erwirken, daß er sich in Prag nie» Verlassen und die Malerkunst überhaupt, wie die sogenannte indische Malerei insbesondere, ungehindert durch zehn Jahre und letztere allein ausüben dürfe. K. ließ sich nun auf der Kleinseite in Prag in der Nähe von Ujezd nieder und übte seine Kunst, nachdem ihm sein Privilegium verlängert worden, länger als zehn Jahre aus. Sein Todesjahr ist un, bekannt. — Auch in der Gegenwart lebt in Böhmen ein noch junger Künstler des Namens Kratochwil . von dem im Jahre 1835 in der Ausstellung der Gesellschaft patriotischer Kunstfreunde (unter Nr. 336) eine in Oel ge» malte Landschaft: „Sommerabend" (200 fl.), ausgestellt gewesen. sDlabacz (Gottfried Johann) , Allgemeines historisches Künstler« Lexikon für Böhmen und zum Theile auch für Mahren und Schlesien (Prag 1815, Gottlieb Haase. 4«.) Bd. I I , Sp. 128. Dlabacz nennt K. einen k. k. Hofmaler. — 8 l o v u i k uauun^ , wie oben. Bd. IV, S. 971. — 3»aiQ2,tk? ai-okasiogicks, Bd. IV, S. 33.) — -. Johann Milostin*) Kratochvlle (geb. zu Ujezd bei Belciä im Jahre 1813). Studirte zu Pisek. zu Prag die Theologie, empfing 1844 die h. Weihen und wurde dann Caplan zu Altfattel bei Worlik. Die freie Zeit, welche ihm sein Beruf übrig ließ, wid< Miloftin, Mnohoslaw, Piawoslaw, Nohunu'r. Dobio. mir, Slawomir u. dgl. m., muß bemerkt weiden mete er der Leitung des in Worlik bestehen den uechischen Dilettanten'-Theaters und stiftete aus dessen Erträgniß die Schulbibliothet zu Altsattel. Im Jahre 1848 wurde K. zu Brzez- nic in den österreichischen Reichstag gewählt, in welchem er seinen Platz zur Rechten nahm. In seiner priesterlichen Stellung erwarb er sich besondere Verdienste dadurch, daß mittelst der von ihm angeregten Sammlungen die Pfarrkirche zu Setecka mit einer schönen neuen Orgel und jene zu Horsiäka mit einem neuen Thurme versehen wurden. Seine gesammelten Predigten sind in der zu Budweis heraus' gegebenen Prediger < Bibliothek (VidNoteka, kk^kttzlLkü.) erschienen. Sonst ist er noch unter seinem und unter angenommenem Namen, und zwar unter den Pseudonymen Milostin und MUostin Oujezoskx (nach seinem Geburtsorte Ujezd), Mit- arbeiter verschiedener periodischer Blätter, ssiovnik nku.ö'k^, wie oben, Bd. IV, S. 972. Nr. 2. — Verhandlungen des österreichischen Reichstages 1848 und 1849. Stenographische Berichte (Wien, Staats druckerei, 4».) Bd. V, S. 80 und l46.) — 3. Wenzel Georg Kratochvil (geb. zu Prag 23. Februar 4819). Besuchte, das Gym< nasium in Klattau, hörte in Prag die Philo- sophie und trat dann in das erzbischöfliche Seminar. Neben den theologischen Berufs« studien betrieb er steißig jene der Philosophie und Naturwissenschaft unter Erner M . IV, S. 115) und Amerling sBd. I , S. 3u). da der damalige Director des Seminars, Bit tner, gegen dergleichen Nebenbeschäfti gung der Seminaristen eben keinen Einwand erhob. Im Jahre 1842 erhielt er die h. Wel- hen. trat dann zu G^kovice im Leitmerwer Kreise als Caplan in die Seelsorge und diente alS solcher bis 1837 an verschiedenen Pfarren, bis er im genannten Jahre als Pfarrer zu St. Veit auf dem königlichen Schlosse in Pra^ ernannt wurde. In der Seelsorge richtete.«., seinem pädagogischen Hange folgend, vor- nehmlich auf die Erziehung und den Unterriäu in den Elementargegenständen fein Augenmerk, und ist seit Jahren in dieser Richtung in pädagogischen Journalen auch schriftstellerisch thätig. Mehrere Blätter, wie der „?o5t.'l der „VIakovoät", „OdäkTi", „Okra^ 2b 5i- -vots.", enthalten Beiträge aus seiner Feder, und auch ist er Mitarbeiter des Rieger'schet'. „8I0VMK H2,U0L^". ^81 0 VNiK N2.U6NV, wie oben, Bd. IV, S. 971. Nr. 2.)
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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