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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 144 -
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Kratschinger 144 Kratter Kratschinger, Ignaz (Schriftstel- ler, geb. zu Wetzdorf in Niederöster- reich 1. April 1810). Beendete die Gym- nasial» und philosophischen Studien in Wien, wo ihn Professor Nößler am akademischen Gymnasium in seinen schön» geistigen Arbeiten förderte. K. trat dann in Privatdienste und war im Jahre 1833 Buchhalter in der Directions- kanzlet der Herrschaften Inzersdorf und Steinhof. Erst 16 Jahre alt, trat er in Bäuerle's „ Theaterseitung" mit den Erstlingen seiner Muse auf; seit 1828 war er aber ein fleißiger Mitarbeiter der Ebersberg'schen „Feierstunden", in denen er sowohl Mehreres in gebundener Rede. wie prosaische Aufsatze, worin sich in gefeilter Form Gemüth und Empsin> d^ng aussprechen, veröffentlichte. Selbst- ständiges und Größeres scheint er nicht herausgegeben zu haben. Feierstunden für Freunde der Kunst, Wissen» schaft und Literatur. Herausgegeben von I . S. Edersberg (Wien, Sollinger. 8".) Jahrg. 1835. Bd. 2. Nr. i5 (S.409) der „Blätter zur Nebung des Scharfsinnes . . .". Kratter, Franz (dramatischer Dich' ter, geb. zu Oberdorf am Lech in Schwaben 1758, gest. zu L ember g in' Galizien 8. November 1830). Studirte zu Dillingen Philosophie, begann auch bereits das Studium der Theologie, gab es aber bald wieder auf und ging nach Wien, wo er die Rechte studirte, dann einige Zeit die Stelle eines Secretärs in Privatoiensten, nach Anderen bei einem Theater, versah. Seine Neigung zum Bühnenwesen und im Besitze von einigen Mitteln veranlaßte ihn, die Leitung des Lemberger Theaters zu über- nehmen. Als solcher versuchte er sich auf dramatischem Gebiete und sein „Mädchen von Marienburg", das bis auf die Gegen wart sich erhalten hat, machte die Runde auf allen deutschen Bühnen. Der Erfolg dieses Stückes eiferte ihn zu neuen Ar. beiten auf diesem Gebiete an. K. blieb seither fortwährend in Galizien, wo er, ohne jedoch sein Unternehmen gedeihlich gestalten zu können, als Veteran der deutschen Literatoren Galiziens im Alter von 75 Jahren starb. Von ihm sind fol- gendeSchriften im Drucke erschienen: „Zer Angurten in Mm; ein Gedicht in 3 Gesängen" (Wien 1782, Ghelen, 8".); — „Gespräch Webe nnil Glückseligkeit" (ebd. 1784, ); — „Nag Freqmllnrer-Antll-Ka-te in Wien" (ebd. 1786, Wucherer, 8".)-. — Nriete über den jchissen Anstand GalizienZ", 2 Thle. (Wien 1786, Wucherer, 8".); — Bescheid an einige Herren Prakessuren lln der Nemwger Universität" (ebd. 1786 Wohler in Ulm^, 8".); — „WlllälllllnZche unk statistische Beobachtungen, vorzüglich die äster- reichlichen Staaten betreffend" (Leipzig 1787, Barth, 8o.); zweite Auflage in 2 Ban- den (Wien 1789 und Leipzig 1791. gr. 8".). Außer den bisher genannten Schriften die R o m a n e : „Ner jnnge Maler am Me" , 3 Thle. (Wien 1783, neue Auflage edd. 1811, Moste, 8".); — „Das Schleit'erm'ätlchen aus Schwaben", 2 Theile (Frankfurt 1793, neue Auf. läge 1793 ^Schäfer), 8".); und die Dramen, Schau« und Luftspiele: „Nie Kriegskameraden", Lustspiel in 3 Auf. zügen (Wien 1791. 8".); — „Das Miid- chen nun Mllrienbnrg", fürstliches Familien» gemälde in 3 Aufz. (Frankfurt 1793, 2. Aufl. 1798, mit K., 8".); — „Nie Verschwörung uiider Peter den Gruben uder MenMff unuNatalie", Trauersp. in 3 Aufz. (ebd. 1793, mit K.), ist eine Fortsetzung des Stückes „Das Mädchen von Marien« bürg"; — „Ner Vicekanzler", Schausp. (Wien 1797, 8".)', — „Ner Friede am Prntli", Schausp. in 3 Aufz. (Frankfurt 1799, 8"., mit K.); — „Gginhard nnil
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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