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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 145 -
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Aratter 146 Aratzmann ", Schausp. in 3 Aufz. (ebd. 1799, Ho., mit K.); — „Die Familie Klinger", Schausp. Die oben angeführten Stücke, mit Ausnahme: „DieKriegskameraden", „Der Vizekanzler" und „Familie Klin» ger", erschienen auch gesammelt unter d. Tit.: „schaufele" (Frankfurt 1795 bis 1804, gr.8o.). Man suche bei Krat t er's dramatischen Arbeiten nicht Tiefe in der Auffassung des historischen Stoffes, auch nicht poetische Verklärung; aber man wird bei ihm finden, was man bei so vielen Anderen vermißt, verständige An> läge, geschickte bühnengemaße Ausfüh- rung und richtiges Erfassen der Herr- sehenden Geschmacksrichtung. Was seine übrigen Schriften anbelangt, so haben seine anonym erschienenen pasquillant ge- haltenen „Briefe über den jetzigen Zu« stand Galiziens" seiner Zeit großes Auf- sehen erregt, wurden noch viele Jahre nachher, nachdem ihre Wirkung sich be- reits abgeschwächt, viel gesucht und gelesen und haben dem Verfasser nicht geringe Ungelegenheiten bereitet. Immer» hin aber behalten sie, da sie den Stempel der Wahrhaftigkeit an sich tragen, noch heute culturgeschichtliches Interesse. Goedeke (Karl). Grundriß zur Geschichte der deutschen Dichtung. Aus den Quellen (Han» nooer 1859, «. Ehlermcmn, 8«.) Bd. I I , S. 1095. Nr. 619. sGoedeke führt «Die Verschwörung wider Peter den Großen" und „Menzikoss und Natalie" als zwei verschie-- dene Stücke, ersteres als Trauerspiel, letzteres alS Schauspiel, an. In Wirklichkeit sind beide ein Stück, und zwar „Die Verschwö- rung wider Peter den Großen oder Men- zikoss und Natalie", und eine Fortsetzung des Stückes: „DaS Mädchen von Marienburg".) — Raßmann (Friedrich), Pantheon deut» scher jetzt lebender Dichter und in die Belle- tristik eingreifender Schriftsteller (Helmstädt 1823, Fleckeisen. 8«.) S. 179. — Mnemo< syne. (Lemberger Unterhaltungsblatt und Beilage der deutschen Lemberger Zeitung) 183l. Nr. 43: „Erster und letzter Besuch bei Kratter". ^Bezeichnend in diesem Aufsatze v. Würzbach, biogr. Lexikon. XI I I . ist iiil Hinblicke auf die noch herrschende Sucht, Dramen in gebundener Rede zu schreiben, folgende Stelle: „Es sei die Be< merkung gestattet, daß, obwol unbestreitbar die metrische Form die der dramatischen Dar- stellung am meisten würdige ist, doch die in Prosa geschriebenen Schauspiele damaliger Zeit keineswegs des prosodischen Reizes im weiteren Sinne ermangelten, und daß Kr ar- te r's Arbeiten mit ebenso viel Bühnen» als Sprach- und euphonischen Kenntniß geschrie« den waren, und sich also. namentlich sein „Mädchen von Marienburg", länger auf der Bühne erhalten konnten als so manche in Versen geschriebenen Schauspiele und Tragö' dien der Neueren, welche in die metrische Form sich verhüllend. . . alle Augenblicke in eine lyrische Begeisterung, eigentlich nur in einen mit Endreimen versehenen Gemeinplaz ausbrechen und so auf's Neue den Satz be« währen, wie schwer es sey, eine gute Prosa zu schreiben und nur zu leicht einen mittelmäßi« gen Vers zu schmieden."^ — Meyer (I.), Das große Conversations-Lelikon für die gebil- deten Stände (Hildburghausen, Bibliograph. Institut, gr. 8°.) Bd. XIX, Abtheilung 1, S. 53. ^Daselbst wird Kratter zu einem Theatercassierer in Bamberg und seit 1793 zum Theaterdirector in Bamberg gemacht. Dieser Irrthum ist leicht aus dem durch schlechte Schrift veranlaßten Druckfehler Bam« berg statt L emberg entstanden.^ Kratzer, siehe: Krazer. Kratzmann, Gustav (Maler). Zeit> genoß. I n Prag ansässig und als Porträt« und Historienmaler thätig. Er bildete sich an der Prager Kunstakademie. Nähe- res über seinen Bildungs« und Lebens« gang ist nicht bekannt. Schon im Jahre 1844 war in der Prager Ausstellung ein größeres Bild dieses Künstlers zu sehen: „Opferung im Gempkl". Von Zeit zu Zeit begegnet man seinen Arbeiten in den Prager Ausstellungen und in den Mo» nats.Uusstellungen des österreichischen Kunstvereins zu Wien. I n den ersteren sah man 1855:» Na^a in ^ono« (430 st.); — 1857 mehrere Porträte; — in den letzteren: 1856, im December: „Nie h. drei Aünige"; l. Dec. l864<) 10
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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