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damals den Uebergang vom Prohibitiv
syfteme zum Schuhzolle vorbereiten sollte,
und die Zuckerbesteuerung (1846).
K. war auch schriftstellerisch thätig und
gab über daS wesentlich unter seiner Mit»
Wirkung zu Stande gekommene Privi»
legiengesetz vom Jahre 1832 den Com>
mentar unter dem Titel: „Geizt der äster-
reilhischen Gesetzgebung zm Aufmunterung der
Gründungen im Fache der Industrie, verglichen
mit der Mlischen, trünsäbischen und ullrdamerikll-
nischku GlLchgebnng" (Wien 1838, 8<>.)
heraus. An einem anderen Werke hatte er
zeitlebens gearbeitet, bildete eS immer voll>
kommener aus und arbeitete das bereits
veröffentlichte Werk immer wieder von
Neuem um. Die unwandelbare Grund»
läge der Staatswiffenschaft glaubte K.
nur in der vollen Uebereinstimmung der
Staatsgrundsätze mit den Naturgesetzen
suchen zu muffen. Die Naturgesetze aber
sind dem höchsten Vernunftgesetze unter«
geordnet und dieses sei im Christenthume
zu finden; demnach sei das christliche
Staatsprincip die einzig unwandelbare
Grundlage der Staatswiffenschaft. K.
entwickelte dieseS Princip ausführlich in
dem Werke: „Versuch, die Zwüt?n!i55en2chlltt
allk unmllndel.bllrer Grundlage te5tzn5tellen, uan
einem Staatsmanne" (Wien 1833. 8".).
Die erste Auflage erschien ohne Nennung
deS Verfassers, die zweite, ganz umge«
arbeitete, unter dem veränderten Titel:
„Das
chri2tliche
Stllllt5prinrip" (Wien 1840,
8".), aber bereits mit seinem Namen. Die
dritte Umarbeitung dieser Schrift, die er
bis in sein hohes Alter fortsetzte und
nicht lange vor seinem Ableben beendete,
ist unter dem Titel: „Der Vernunftftaat
oder das praktische Staatsleben nach den
Forderungen der Vernunft, in fünf
Büchern: Das Naturrecht, das höchste
Vernunftgesetz, das Verfassungsrecht, das
Verwaltungsrecht und die Staatsweis» heit" Handschrift geblieben. Als zu An-
fang der Vierziger Jahre über eine durch,
greifende Reform der österreichischen
Zolltarifsgesetzgebung verhandelt wurde,
brachte K. nachfolgende Schrift: „Gut-
mirt eines neuen österreichischen Sülliariiez aut
Grundlage eines zeit- und zmckgimll35en Ueber-
ganges nlln dem als nicht langer haltbar anerkunn-
ten Sqztenir der Handelsuerlilltes zu dem Streun
eines kräftigen Schutzes der inländischen In-
dustrie und eines rechtlichen Hundelsuerkehres mit
dem Auslande, nebst den dazu gehörigen Vor-
arbeiten" (Wien 1842, Staatsdruckerei), in
einer verhältnißmäßig kleinen Auflage
(von nur 300 Exemplaren) zunächst nur
zum Gebrauche der Mitglieder der hier-
über gehaltenen vielfachen BerathungS-
Commisfionen, zur Oeffentlichkeit. Ebenso
nur für den engeren Kreis seiner Familie
und Freunde wurde die in den Quellen
angeführte Selbstbiographie gedruckt. Für
seine Verdienste um den Staat wurde
K. im Jahre 1843 mit Allerh. Ent-
schließung vom 28. September mit dem
Ritterkreuze des Leopold>Ordens ausge»
zeichnet, welcher Verleihung alsdann die
Erhebung in den erblichen Ritterstand
mit dem Prädicate El is lago — dieses
zur Erinnerung an seine (1830 verstor-
bene) Genlalin Elise Lago — folgte.
K. starb im Alter von 83 Jahren.
Anton Joseph Emanuel Ritter von
Kraus'El iSlago. Eine seinen Kindern
und Freunden zum Andenken überlieferte
Autobiographie (Wien 1849, Staarsdruckerei)
list nicht in den Handel gekommen). —
Wiener (amtliche) Zeitung 186U, Nr. 1Ü2,
S. 2325: Nekrolog. — O esterreich isch er
Zuschauer, herausg. don I . S. Ebers'
berg (Wien. gr. 8".) Jahrgang 1838, Bd. IV,
S. 1236. — Adelstands.Dip lo m des
Rudolph Kraus (Vaters des Anton K.)
vom 6. Juli 1782. — Ritterstandö«Di.
p lo ni des Anton K. vom 20. November
1845. — Wappen. Gevierteter Schild. 1 und
4: in Gold ein schwarzer Adler mit roth
ausgeschlagener Zunge und nach innen ge-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Band 13
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Kosarek-Lagkner
- Band
- 13
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon