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Kran Kran
nach Käsmark zurück. Dort den Beschäf«
tigungen des Friedens lebend, wählten
die Käsmarker den erprobten Helden
zum Senator ihres Magistrates, und als
im Jahre 1731 ein Deputirter aus Käs»
mark in den ungarischen Landtag zu ent«
senden war, siel auf K. einstimmig die
Wahl. Auf dem Landtage verfocht K.
mit Einsicht, Freimuth und Energie die
Rechte seines Vaterlandes, und legte in
den wichtigsten Verhandlungen das ganze
Gewicht semer Kenntnisse und gereiften
Erfahrungen in die Wagschaale. Um
schwierigere Puncte der Verhandlungen
den Berathenden zugänglich zu machen,
ließ er verschiedene Aufsätze politischen
und militärischen Inhalts im Publicum
erscheinen und reifte dadurch die Debatten
zu einem schnelleren und entsprechenden
Beschlusse. Diese Flugschriften richteten
bald die Aufmerksamkeit auf den ein
sichtsvollen Verfasser und gewannen ihm
die Theilnahme hoher Magnaten, unter
Anderen jene des Primas von Ungarn,
Nikolaus Grafen Csäky ^Bd.III, S. 42),
der sich namentlich die Erziehung und
höhere Ausbildung von Kray's Sohne
P a u l , dem nachmaligen berühmten
Feldzeugmeister und Maria Theresien
Ordensritter j^ s. d. Folgenden^ angelegen
sein ließ. Kray war auch der Historio
graph seiner Vaterstadt, und die ,K. k.
Anzeigen" (Wien, 8".) brachten in ihrem
4. Jahrgange (S. 34. 60, 70. 87, 11 y
auS seiner Feder die Geschichte derselben
unter dem Titel: Merkwürdige Bege«
benheiten der königl. Freistadt Käsmark".
Nach dem Schlüsse des 1731ger Land«
tages kehrte Kray in seine Vaterstadt
zurück, um daselbst wie früher im öffent«
lichen Rathe der Stadt für deren Wohl
zu wirken; aber nur eine kurze Spanne
Zeit war ihm noch beschieden, denn schon
1733. nach Ivän Nagy 1753. starb er,
v. Würzbach, biogr. Lexikon. XI I I . vielbetrauert von seinen Mitbürgern, im
Alter von 67 Jahren.
Ungarischer Plutarch oder Nachrichten von
dem Leben merkwürdiger Personen des König»
reichs Ungarn und der dazu gehörigen Pro<
vinzen. Aus authentischen Quellen geschöpft...
von Carl Vincenz Kölesy und Jakob Me l<
z er (Pesth 1813. I . Eggenberger, 8".) Bd. HI ,
S. 76. — .Va^z/ f'/van),
s iu26säi äd
lakkai, d. i. Die Familien Ungarns mit Wap<
pen und Stammtafeln (Pesth 1860, Moriz Räth.
8«.) Bd. V I , S. 757. — Die Kray sind
eine ältere protestantische Zipser Familie-,
welche unter ihren Mitbürgern hohe Achtung
genoß. Bekannter wurde dieselbe durch obigen
Jacob Kray, dessen, tragisches Geschick in
der oben mitgetheilten Biographie seines Soh»
nes Jacob angedeutet ist. Nachrichten über
die Familie und einzelne Mitglieder derselben
enthalten Bartholomäides in seiner „Ns-
moria HimIHroruin", x. 148, und Melzer ^
(I.) in seinen „Biographien der berühmten
Zipser". S. 108. Die Familie, in welche Feld»
zeugmeister Paul Kray mit Diplom vom
8. September 1?90 den Freiherrnstand ge-
bracht, blüht noch zur Stunde, wie aus fol-
gender Stammtafel ersichtlich ist:
Jacob,
Notar der Stadt Käsmark.
Alexander.
Jacob,
enthauptet 1709,
Stadtrichter von Käsmark.
Jacob ss. d.S.139), Paul, Alerander?^
geb. 1636, -j- 1752. s 1720.
Paul. ss. d. unten^j, Alexander,
geb. 1785, -i- 1804.
k< k. Feldzeugmeister u. Baron.
/ranz,
5 183U.
Karliara Wessel. Maria
vm. Nikolau«
Of. Zichy.
Johann. Irma
vm. seit tt>48 mit
Johann N. Gf. Zichy.
Kray von Krajow, Paul Freiherr
von (k.k.General.Feldzeug meister
und Commandeur des Maria Therefien«
Ordens, geb. zu Käsmark in der Zips
3. Februar 1735, gest. zu Pesth 49. I w
ner 4804). Sohn des Vorigen. PrimaS
Graf Csäky nahm sich des talentvollen
2. Dec. 1864.) 41
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Band 13
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Kosarek-Lagkner
- Band
- 13
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon