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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 172 -
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Seite - 172 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13

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Krömery 172 Krömery. August HoriSlaw Theodor (Ilovakischer Schriftsteller, geb. zu Ober-Mitschin in der Altsohler Ge- spanschaft Ungarns 1. November 1822). Der Sohn eines evangelischen Pfarrers, besuchte daS evangelische Gymnasium zu Bistritz und später zu Gömör und Stav nica, und ging 1838 nach Preßburg, wo er an dem dortigen evangelischen Lyceum Philosophie und Theologie hörte. Um sich ferner für das evangelische Kirchen» und Lehramt auszubilden, beggb er sich in daS Ausland und beendete seine Stu> dien auf der Universität zu Halle. Zu> gleich mit seinen Berufsstudien trieb er fteißig slavische Sprache und Literatur. Nach seiner Rückkehr in die Heimat nahm er eine Erzieherstelle im Hause eines Edelmanns in der Liptauer Gespanschaft an, welche er so lange behielt, bis er durch die Ereignisse des Jahres 1848, nachdem Hodza, Pastor von St. Niko« laus, sich auf den Slavencongreß nach Prag begeben und sein Stellvertreter im Amte verjagt worden war, von der Ge« meinde St. Nikolaus als Aushilfspriester berufen wurde. K. versah unangefochten längere Zeit dieses Amt, als ihn G ö rg ey zugleich mit mehreren Bewohnern von St. Nikolaus, ausgesprochener slavischer Gesinnungen wegen, verhaften ließ und erst nach Debreczin, nach der Einnahme von Ofen nach Pesch, von dort nach Szege» din und zuletzt nach Arad mitschleppte, bis mit dem Tage der Kapitulation von Villä.gos die Stunde seiner Freiheit schlug. K. begab sich nun nach St. Nikolaus zurück und versah nun weiter sein Aus« Hilfsamt an Hodza's Seite bis Ende Juni 1854. Wahrend dieser Zeit war er auch zu St. Nikolaus als Lehrer in der Mädchen-Normalschule thatig. Nachdem er seines Aushilfsdienstes in St. Nikolaus enthoben worden, blieb er einige Monate dienstloS' aber schon am 25. Februar 1833 wurde er zum Pfarrer der evange- tischen Gemeinde in Garomsek ernannt, welche Stelle er noch zur Stunde be» kleidet. K. ist Slave mit Leib und Seele, als solcher schriftstellerisch thatig und steißiger Mitarbeiter verschiedener slovakischer Zeitschriften, in welchen seine Artikel unter dem Pseudonym A. Po» hronsk? erscheinen. Mii S. I . K a- d ava gemeinschaftlich gab er den „2iv6n«, einen Kalender auf 1833, heraus; auch redigirte er den »Hia-Koi", d. i. der Ge- sang, musikalische Beilage des slovakischen belletristischen Blattes „sokol«, d.i. der Falke. K. besitzt ferner musikalische Bildung und gab schon im Jahre 1830 in Prag Tänze u. dgl. m., und spater in Wien bei Wihendorfdie (Komposition eineS 3ie« deS von A. Slädkovicz u. dgl. m. her« aus. — Von seinen vier Brüdern, sämmtlich Vertretern des Slavismus in Ungarn, ist Eugen Buchhändler in Bistritz. Nachdem er in Leutschau, später in Prag. den Buchhandel erlernt, eröff« nete er im Jahre 1836 zu Bistritz die slovakische Buchhandlung und betreibt ebenso energisch das Kommissionsgeschäft für slavische Bücher, als er selbst slavische Werke verlegt, u. a. die Dichtungen von A. Slädkovicz, eine Sammlung slovakischer Volkslieder u. dgl. m. ovnilc U.HULQ?. lisäalctor Ol. Il'rHüt. 1^6. It. 193 er, d. i. Conuersütions«i!exikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag, Ler. KO.) Bd. IV, S. 97?. Krebs, Niklas (Mechaniker, geb. zu Teschen 4. December 1728, gest. zu NeuhauS 6. November 1796). Nach- dem er die Schulen in Teschen und Olmüh besucht, trat er im Jahre 1748 in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er die theologischen Studien beendete und dann im Lehramte verwendet
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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