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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 183 -
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Seite - 183 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13

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Kreil l83 Kreil archie zur Ausarbeitung eineS detail« lirten Reiseplans, und eine Reise nach Altona. Berlin und Iondon zur Ueber» nähme der bestellten Instrumente, vor« aus. Im Jahre 4846, also ein Jahr nach semer Ernennung zum Director der Präger Sternwarte, wurde die Reise in Gemeinschaft mit seinem Assistenten K. Fritsch angetreten. Der Reiseplan selbst war folgender: Zuerst sollte das westliche, dann das östliche Alpengebiet, dann das Gebiet der Donau und zuletzt daS Karpathengebiet vorgenommen wer« den. Die Beobachtungsmomente waren: Die Vertheilung der magnetischen Kraft der Erde. der Einfluß der geognostischen Beschaffenheit des Bodens, vorzüglich der Eisenerzlager und der Einfluß der Höhe des Beobachtungsortes auf die- selbe. Krei l nahm dabei den magneti» scken und astronomischen, Fritsch den meteorologischen und phänologischen Theil auf sich. I n den Jahren 1847 und 1848 wurde die Reise fortgesetzt und, da im Jahre 1849 die politischen Bewegun» gen im südlichen Ungarn, in Siebenbür» gen und in den Grenzländern dieselbe nicht gestatteten, erst im Jahre 4830 voll» endet. Die Bereisung selbst war theils mit Gefahren und theils mit nicht gerin» gen Anstrengungen verknüpft, welche K. selbst für einige Zeit auf das Kranken- lager warfen. Die während des TageS (von 9 bis 2 Uhr) gemachten Beobach. tungen verarbeitete Krei l sofort des Abends, so daß er das fertige Materiale nach Prag brachte und schon im darauf folgenden Winter der Druck begonnen wurde. I n fünf Banden wurden die magnetischen und geographischen Orts« beftimmungen im österreichischen Kaiser» ftaate als Ergebniß dieser Reise bekannt gegeben. Da war nun einmal der Kaiser» staat anderen Ländern vorausgegangen, denn außer England und Canada war eine derartige Expedition von diesem Nm- fange noch nicht vorgenommen worden. Lamont in München war der nächste, der im Jahre 1830 eine Bereisung Bayerns zu ähnlichem Zwecke unternahm. Hingegen wurden, da die Wichtigkeit des Gegenstandes von den Mannern der Wissenschaft erkannt worden war, rneteo« rologische Beobachtungssysteme in ver. schiedenen Ländern gegründet, so in Rußland, mit einem Centralpuncte in St. Petersburg', in Preußen, in Florenz für Centralitalien, ein zweites in Neapel und eines in Belgien, mit Brüssel als Centralpunct. Nur in Oesterreich fehlte noch ein solches ', .wenn sich nun auch iu Oesterreich ein solches Netz von magneti« schen und meteorologischen Beobachtun» gen ausspannte. dann konnte man, wie Krei l an Humboldt schrieb, „den Erd» Magnetismus und die meteorologischen Erscheinungen durch beinahe ganz Europa durchforschen". Um diese Zeit, 1847, war die kaiserliche Akademie der Wissenschaften gestiftet und u. A. auch Krei l zu ihrem Mitgliede ernannt worden. Es war nun die Möglichkeit vorhanden, diesen Gegen« stand der Erörterung und' Würdigung von Männern der Wissenschaft anheim« zustellen. Vicepräsident Baumgartner griff die Sache mit Energie an. Scbon in der Gesainmtsitzung vom 43. Mai 1848 sprach er den Wunsch aus, es möchten die Telegraphenstationen auch zu meteorologischen Beobachtungen be- nützt werden; erklärte auch, auf seinen Functionsgehalt zu verzichten, um die Beifchaffung der nöthigen Instrumente zu ermöglichen. I n spateren Sitzungen der mathem. naturwissenschaftlichen Classe wurden die Berathungen über diesen Gegenstand fortgesetzt und in jener vom 18. Jänner 1849 eine Commission aus
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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