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Kremer Kremer
Staatseisenbahnen in's Leben gerufen
wurden, arbeitete K. an des Hofkammer»
Präsidenten Freiherrn von Kübek's
Seite als Präfidialreferent mehrere Jahre
in dieser Angelegenheit. Ueberhaupt wurde
K. zu allen wichtigen Organisirungs«
arbeiten der k. k. Hofkammer, wie z. B.
des Zoll. und Verzehrungssteuerwesens,
der Gefällen'Strafgesetzgebung, der Ge«
fallenwache'Anstalten, des Stempel« und
TaxgesetzeS als Mitglied der deßhalb ein»
gesetzten Commissionen, öfter als deren
Referent zugezogen. I n seinem Fache
schriftstellerisch thätig, hat er folgende
Werke herausgegeben: „Natttellnng des
sens. Oin Versuch", 2 Bände (Wien
; neue Ausgabe 1823, 8«.); —
„Vertllhreu über ^Mgesetps-Uebertretungen in
der österreichischen Manarchie" (Wien 1824.
8".);— „Erörterung des Stempel- nnd Tlli-
geschrs ullm ^7. Zünner ^LV-O..." (Wien
1840; dritteAufl.1842, Staatsdruckerei,
8^.)', — „Sammlung der Verardnungen der k. K.
allgemeinen HMammer, über das Stempel- und
GaigrZch ulltu 57. Jänner ^8Ä0" (Wien 1842.
Staatsdruckerei, 8".); zweite Folge
(ebd. 1843); dri t te Folge nebst einem
Haupr.Index (ebd. 1844, 8°.). I n der
Wagner'schen Zeitschrift für österrei«
chische Rechtsgelehrsamkeit hat er aber
eine „Darstellung des Mortuars in der
österreichischen Monarchie" (1826. Bd.I.
S. 338) veröffentlicht. Für seine Ver-
dienste wurde K. mitAllerh. Entschließung
vom 23. October 1844 taxfrei in den
österreichischen Ritterstand erhoben und
mit einer andern vom 13. November
1843 mit dem Ritterkreuze des Leopold-
Ordens ausgezeichnet.
Rit terstands'Dip lom vom 18. März i846.
äios, auLti-iaoa (Misn 1847,1'srä. Vso^, 8".)
p. t?8, I^r. 2219—2222. — Wappen. Gevier»
teter Schild, l : in Blau das goldene Sieben«
gestirn und im rechten Oberwinkel der goldene
v. Wurzbach, biogr. Lerikon. XI I I . l^Gedr. Polarstern; 2 und' 3: in Gold ein natürlicher
goldgekrönter Adler mit offenem Schnabel, im
vollen Fluge und beide einwärtsgekehrt; 4.- in
Roth ein silberner, pfahlweise gestellter Anker
nebst seinem Querholze und zur linken Seite
abhängendem Ringe. Auf dem Schilde ruhen
zwei zueinandergekehrte geklönte Turnier»
Helme. Aus der Krone drs rechten Helms
erheben sich zwei mit den Sachsen zueinander-
gekehrte Adlerfiügel, der rechte unten gold und
oben klau, der linke unten roth und oben
silbern quergetheilt, und jeder derselben mit'
drei Sternen belegt, und zwar in der golde-
nen Hälfte mit einem blauen, in der blauen
Hälfte mit zwei goldenen, in der rothen Hälfte
mit einem silbernen, in der silbernen Hälfte
mit zwei rothen Steinen. Auö der Krone des
linken Helms wachsen vü'r wallende Straußen»
federn, die vorderste golden, die zweite blau,
die dritte silbern, die vierte roth. Die Helm«
decken sind zu jedem Helme rechts blau mit
Gold. links roth mit Silber belegt. Devise.
Unter dem Schilde zieht sich ein mit den bei«
den Enden auswärts flatterndes Band, welches
in goldener Lapidarschrift den Wahlspruch.:
„Was Gott will", zeigt.
Kremer, Johann Heinrich Ritter von
(Rechtsgelehrter, geb. zu, Wien
14. März 1794). Entstammt einer alte-
ren, ursprünglich niederländischen Familie,
welche zu Anbeginn des 17. Iahrhun»
derts in's Trier'sche übersiedelt war und
von der ein Zweig in den Siebenziger
Jahren des 18. Jahrhunderts noch Oester«
reich kam und sich in Wien seßhaft ge-
macht hat. Johann Heinrich been»
dete seine Studien an der Wiener Hoch-
schule und trat 1816 in denCivil-Staats.
dienst. I m Jahre 1819 ging er zur k. k.
Hof« und n. ö. Kammerprocuratur über
und wurde im Jahre 1821 zum Adjunc«
ten bei der k. k. obderermfischen Kammer-
procuratur befördert. Schon im folgen»
den Jahre kam er als Secretär 1. Claffe
zur neu errichteten k. k. Tabak» und
Stempelgefallen'Direction, und ein Jahr
später als Adjunct zur k. k. Hof. und
n.ö.Kammerprocuratur. Im Jahre 1836
wurde K. Vice'Hofkammeipromrator und
16. Dec. t364.) 13
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Band 13
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Kosarek-Lagkner
- Band
- 13
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon