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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 202 -
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Kressel 202 nicht abholden Seelenhirten, an der Ab« schaffung mancher äußerlicher Ceremonien, welche eben nicht im Stande waren, die Winde des Gottesdienstes zu heben, und an der Ausrottung verjährter Miß' brauche u. dgl. m. wesentlichen Antheil hatte. Vornehmlich seinen Einsichten und seiner Klugheit ist es zuzuschreiben, daß diese wichtigen, aber für die blöde Masse der Bevölkerung anstößigen und von den Gegnern in das gehässigste Licht gestellten Anordnungen alles Widerstrebens unge» achtet in Ausübung geseht wurden. Uebrigens war K. kein ßreiheitsstürmer und oberflächlicher Neuerer. Er besaß vielmehr eine umfassende und gründliche Bildung, schrieb ein classisches Latein und dichtete selbst manche schwungvolle Ode im horazischen Idiom. Der neueren Lite- ratur folgte er mit gespannter Theil» nähme und, den Geist der Zeit beachtend und prüfend, ging nichts von Bedeutung an seinem denkenden Geiste unbemerkt vorüber. Bereits 40 Jahre alt, begann er eifrigst das Studium der griechischen Sprache und las den Homer im Urtext. Man schreibt ihm auch die Autorschaft der Schrift: „Handlungsgrundsätze zur wahren Aufnahme der Länder und zur Beförderung der Glückseligkeit ihrer In» wohner" (Bremen 4774, 8".) zu. Auch war K. ein Kunstfreund und tüchtiger Kunstkenner, wie es die Sammlung von Gemälden beweist, welche er besaß. Seine Verdienste belohnte Kaiser Io> seph I I . durch Verleihung des Com- mandeurkreuzeS des St. Stephan«Ordens Den Statuten desselben gemäß wurde er zugleich mit seinem Bruder Johann — der zu jener Zeit Rittmeister im Dra» goner-Regimönte Löwenstein war — mit Diplom vom i^. September 1760 in den Freiherliistano erhoben. Neuer deul>ch^r Merkur, Zahl gang 1802, Kresse! Bd. I , S. 199—209. — Baur (Samuel). Allgemeines historisch-diographisch-literarisches Handwörterbuch aller merkwürdigen Personen, die in dem ersten Iahrzehend des neunzehnten Jahrhunderts gestorben sind (Ulm 1816, Sieb tini, gr. 8».) Bd. I, Sp. 766. — Oesterrei. chische Bieder manns-Chronik. Ein Gegenstück zum Fantasten« und Prediger»Al. manach (Freiheitsburg sAkademie in Linz) 1783, 8".) Erster (und einziger) Theil, S. 12ö. — IosephinischeCuriosa (von Frz. Graf« fer) (Wien 1848, Ign. Klang, 3«.) Bd. I I , S. 292: „Joseph's Bestimmungen bei der Klostrraufhebung". — Porträt. I . E. Mans. feld loa. (8°.). — Aeiier das Geschlecht der Kresscl. von Vualte.'llicrg. Die Kressel von Gualtenberg. oder wie sie auch irrig ge- schrieben erscheinen: Kresel von Quälten« b erg, oder wie sie in öechischer Schreibweise entstellt und verstümmelt werden: Kresl von Kuattenberg, stnd ein eigentlich mäh- risches,^ aus Iglau stammendes Patricier- geschlecht, dessen einzelne Sproßen schon im 16. Jahrhunderte sich bemerkbar machten. Wappen und Titel erhielten von Kaiser Ru- dolph I I . mit Diplom vom 20. Jänner 1393 die Grsten Sebastian K. und dessen Söhne: Zacharias, Matthäus und Tobias. Ein anderer Zacharias, der zum Unterschiede von dem scholl genannten Sacharias I I . genannt sein möge, diente im 30jährigen Kriege im kaiserlichen Heere und war zulcht Kreishauptmann des Pardubitzer Kreises. Von seinen beiden Söhnen widmete sich der eine, Franz Kar l , dem kaiserlichen Kriegsdienste und kämpfte gegen die Franzosen. Später ließ er sich im Zritmeriher Kreise nieder und kaufte das Gut Trebusin (l68U); der andere, Heinrich, diente anfänglich in einigen kai- serlichen Gesandtschaften, und zwar in Eng- land, dann in Dänemark; spater nahm er aber Kriegsdienste in der kais. Armee und siel vor dem Feinde, indem er kurz zuvor mit sci« nem Bruder Franz Kar l , am t7. August 1693, in den böhmischen Nitterstcmd erhoben wurde. Die Söhne deö Franz Kar l aus seiner Ehe mit Raslna von Aochow, Franz Kar l (II.) und Johann Iaroslaw, wa» ren beide mehrere Jahre Kreishauptleute deS Leitmeritzer Kreises. Johann Ia ros law starb kinderlos. Franz Karl (II.) erzeugte aber in seiner Ehe mit Iosepljim' ZI/ichowMj vier Söhne, von denen zwei in jungen Jahren in kaiserlichen Kriegsdiensten starben; Johann auch in kaiserliche Kriegödicnste trat und zuletzt
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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