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Kreutter 204 Areutzkerg
übernahm, auch über das allgemein«
Natur-, Staats- und Völkerrecht hielt,
zu deren Behufe er Leitfäden schrieb,
die in Druck gelegt wurden. Er rückti
später zum Stabsauditor vor und starb
als solcher in der Akademie. Seim
Schriften find: „UeMben zum Vortrage übe:
das natürliche Pnvlltrecht" (Neustadt 1809,
8".) und „AeitMln ;nm Vortrage über uas
natürliche MMche Recht", 2 Thle. (Neustadt
1811 und 1812. 8".), welche beide in
Heinsius' und Kaiser'S Bücher-Ver
zeichnissen fehlen.
Der Kamerad (militärische Zeitschrift, 4«.)
Jahrg. 1862. S. 187. im Aufsatze: „Gallerte
verdienter Männer in der k. k. Wiener«Neu
ftädter Militär'Akademie unter K ins ky's und
tzab er's Periode".
Kreutter, Franz (gelehrter Vene,
dictiner. geb. 13. April 1736, gest.
2. September 1806). K. war Benedicti-
ner der berühmten Abtei St. Blasien
im Schwarzwalde, die sich um die Ge-
schichte, Stammesherleitung und Denk»
mäler des Habsburgischen. Kaiserhauses
von den ältesten Zeiten an so ausgezeich»
nete Verdienste erworben hat. Des gelehr-
ten Fürstabts von St. Blasien. Martin
Gerb ert von Ho rn au Md. V,
S. 149^, und zweier Ordensbrüder,
der tüchtigen Geschichtsforscher Rustenus
Heer ^Bd. VI I I , S. 197) und Mar-
quard Hergott ^Bd. VI I I , S. 368),
ist in diesem Werke bereits gedacht wor-
den. Auch Kreutter zählt zu den aus«
erwählten der historischen Forscher dieses
Stiftes. Von dem Fürstabte Gerbert
angeregt, ja von ihm auch unterstützt,
schrieb und veröffentlichte er die „Be-
schichte iler K. K. NllrdlrüZtLrreichischrn Stallten,
llu2 Urkunden n. s. ui.", 2 Thle. mit Karten
(St. Blasien 1791, gr. 3<>.), ein Werk,
das bisher durch kein besseres noch
ersetzt ist.
(Hormayr's) Archiv für Geographie, Historie, Staats, und Kriegskunst (Wien, 4«.) Jahr.
gang 1816. Nr. 134 u. 135, S. 533: „Neu-
St. Blasien zu St. Paul in Kärnthen".
Kreutz, auchKreuz,Iohann(Maler).
Zeitgenoß. Ueber Lebens« und Bildüngs-
gang dieses, wie ihn die Sonntagsblätter
nennen, „rühmlich bekannten" Malers
ist nichts bekannt. Mehrere Jahre hat er
in Venedig gearbeitet und eine Heraus»
gäbe sämmtlicher Kunstwerke der St.
Marcuskirche, dieses an Herrlichkeiten
und Kunstschätzen so reichen Gotteshauses,
veranstaltet. Es sind Blätter theils in
Stahlstichen, theils in Lithographien mit
Darstellungen der historischen Mosaiken,
sculptirten Ornamente und architektoni»
schen Ansichten. In seiner Arbeit unter-
stützte ihn auch seine kunstfertige Frau
Louise K. Nach Mittheilungen des deut-
schen Kunstblattes scheint dieses Pracht-
werk im Jahre 1833 vollendet worden
zu sein.
Fr an kl (L. A. Dr.), Sonntagsblätter (Wien,
gr. 8".) I I . Jahrg. (4843), S. 3ltt: „Ratio»
nales Prachtwerk". — Deutsches Kunst«
Blatt, Jahrgang 1883. S. 63. — Di?
Künstler aller Zeiten und Völker. Begon»
nen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt uon
Dr. Karl Klunz inger (Stuttgart l86U, Eb<
ner u. Seubert. gr. 8».) Bd. I I , S. 326.
Kreutzberg, Karl Joseph (Statisti.
ker, geb. zu Tachau in Böhmen
12. Mai 1802). I n seinem Geburtsorte,
einem böhmischen Grenzstädtchen, erhielt
er den ersten Unterricht und wo die Lehr-
mittet überhaupt nicht langten. half ein
aufgeklärter Franziskanermönch nach, der
eine gewählte Büchersammlung besaß
und sich des talentvollen Knaben theil-
nahmsvoll annahm. Sein Fortkommen
suchte K. über der Grenze und nahm eino
Erzieherstelle in Bayern an. Währender
aber Andere bildete, bildete er auch sich
'elbst weiter fort und bereitete sich in so«
weit vor, daß er im Jahre 1818 die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Band 13
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Kosarek-Lagkner
- Band
- 13
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon