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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 207 -
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Kreutzer 207 Dr. V'rHNt. l^ Hä. 15ioß9r, d. i. Conversa» tions'L^xikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober. Lex.8°.) Bd. IV, S. 993. — Wigand's Conversations'Lexikon (Leipzig. Otto Wigand, gr. 8°.) Bd, VII, S. 697. Kreutzer, auch Kreuzer, Conradin (Tondichter, geb. zu Mößkirch, einem fürstlich Fürftenberg'schen Stadt« chen cmGroßherzogthumeBaden. 22. No» vember 1782, gest. zu Riga 14. Decem» ber 1849). Der Kaiserstadt gehört sein befteS Wirken, die blühendste und schöpfe» risch längste Zeit seines Lebens an. Als junger Mann (erst 21 Jahre alt) betrat er dieselbe und nahm alle Keime der damals in Wien Herrscheaden echten Kunstbildung in sich auf, und eben sollte er wieder nach Wien zurückkehren, als ihn der Tod seiner Kunst und seiner Familie entriß. Daß ihm also der Her- ausgeber einen Ehrenplatz in seinem Werke nicht vorenthalten könne, wenn auch seinl^Liege nicht in Oesterreich stand und sein Grab in fremder Erde liegt, versteht sich wohl von selbst. Sein Vater war Mühlenbesitzer zu Mößkirch und schon der siebenjährige Knabe, als dessen musikalisches Talent die Eltern erkannten, ließen ihn durch den tüchtigen Organisten und Ahorregenten Ioh. Bapt. Riegerin der Tonkunst unterrichten. Der Studien wegen kam er später in die bei Riedlin- gen an der Donau gelegene Abtei Zwie» falten, wo er bei dem dortigen Ordens, geistlichen Ernst Weinrauch, der aber ein berühmter Contrapunctift war, seine musikalische Ausbildung vervollkommnete und selbst Unterricht in der Komposition erhielt. Nach Weinrauch's Tode. 1736, ging K. in das Kloster Scheußenried, wo er 'die Orgel in der Kirche spielte und seine musikalischen Studien fortsetzte. Im Jahre 1799 ging er, dem Willen seines Oheims folgend, da Kr eutz er seinenVater 1797 durch den Tod verloren hatte, nach Freiburg imBreisgau, mn dort die Medicin zu studiren. Er begann auch bereits deren Studium, aber ließ nicht nach, zu bitten, ihn bn der Musik und aus diesem Grunde nach Wien zu lassen. Endlich gelang es ihm, seinen Willen durchzusehen und nach einem längeren Aufenthalte in Constanz am Bodensee traf er 1804 in Wien ein. Da machte er bald Schuppanzigh's Bekanntschaft, wurde von ihm an Ab brechtsberger sBd. I , S. 12^ em< pfohlen, dessen Unterricht K. zwei Jahre genoß. K. blieb nu^- mehrere Jahre in Wien, comftonkte fleißig Kirchen« und weltliche Sachen, Quartette, Clavier« stücke u. dgl. m. und auch mehrereOpern (die mit einem Stem s^ bezeichneten sind gedruckt erschienen), als: „Zesap in PlMgun" (1808); — *,Mm°n nnd Saide" (Mainz. Schott); - „Anm Worte"; — ^„Ner Oancher" (Wien, Diabelli); — „Jerq und MW!!". Nach siebenjährigen Künstlerstudien in Wien. wo damals viel und gute Musik gemacht und diese Kunst von dem hohen Adel mit besonderer Vorliebe gepflegt, geschirmt und gefördert wurde, verließ er im Jahre 1811 die Residenz, machte dcttin zwei Jahre lang Reisen durch Deutschland und kam nach Stuttgart, wo ihn nach Aufführung einer seiner Opern der König von Württem» berg zum Kapellmeister ernannte, üm diese Zeit schrieb er „Die Insulanerin"; — ^„ Feodllra "(Leipzig, Hoffmeister) ;—^„Nie IlpenlMe" (Augsburg, Gombart). Erbe» hielt auch nach des Königs Tode, 1816, seine Selle, legte sie aber nach kurzer Z.'it selbst nieder und machte wieder Kunst» reisen, indem er als Klavierspieler auf> trat, vornehmlich aber als Liedercompo. nist Ruhm erntete; denn nicht allein daß er Lieder und überhaupt seine eigenen vortrefflich sang, fondern als Liedercom-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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