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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 208 -
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Kreutzer 208 KreuHer ponist nimmt er thatsächlich die hervor- ragendste Stufe auf dem deutschen Musik- Parnaß ein. Als er während seiner Kunst» lerfahrt auch Prag berührte, brachte er daselbst seine Oper „Orestes" zur Auffüh- rung. Im Jahre 1817 folgte er einem Rufe des Fürsten von Fürstenberg und wurde Kapellmeister in Donau« escbingen; hier schrieb er das später auch in Wien gegebene Melodrama mit Chö» ren ^.Fllldelill" Mien. Diabelli). Diese Stelle behielt K. bis zum Jahre 1821; die beschrankten Verhältnisse an dem kleinen Orte sagten ihm für die Dauer nicht zu und noch im November g. I . begab er sich nach Wien, wo er im fol« genden Jahre seine Oper *„Mu25a" (Wien, Diabelli) mit Erfolg zur Auffüh» rung brachte und darauf als Capell« meister am Kärnthnerthor-Theater — damals unter Barbaja's Direction — angestellt wurde. Sechs Jahre beklei' dete K. diese Stelle und schrieb während dieser Periode die Musik zu dem nordischen Märchen, betitelt *„Fignna" (Wien, Dia- belli). zur ländlichen Scene „GrMte HM- nnng" und die komische Oper: „Nie lustige Werbung", außerdem aber viele andere Instrumental« und Vocalcompositionen. Im Jahre 1827 warBarvaja's Pacht zu Ende und das Kärnthnerthor-Theater blieb für einige Zeit geschloffen. K. begab sich nun nach Paris, wo er seine komische Oper 5^'scl« cis ?a «Tonvsnes" zur Auf« führung brachte, welche jedoch nicht durchzudringen vermochte. Als Graf Gallenberg ^Bd. V , S. 68) im Jahre 1828 die Lciiung des Kärnthner- thor-Theaters übernahm, tratK. wieder in seinen Posten als Kapellmeister ein und behielt ihn bis zum Iahce 4833, in wel- chem er die Capellmeisterstelle des Joseph, stadter Theaters übernahm und diese durch sieben Jahre, bis 1840, behielt. I n diese dritte zwölfjährige Periode seines, Wiener Aufenthaltes, die erste fiel in die Jahre 4307—1814, die zweite 1821 bis 1827, fallen außer vielen Lieder, und Instrumental. Compositionen folgende Opern und Singspiele: „Barmt AM"; — „Neime, das Milchmädchen uun *Munttmueil" (1829); — „Nie Jungfrau"; — „Der UllZtentriiger an t>er Themse" (1830 —1831); diese und die vorigen zuerst in Prag gegeben; — *„Mclu5ine" (Wien, Witzen- dorf),TertvonGrillparzer, ursprüng« lich von diesem zur Komposition für Beethoven bestimmt und zuerst in Berlin im Königstädter Theater gegeben; — „NllZ Nachtlager in Graimbu" (1833, Wien, Witzendorf), welche zündende größerere Schöpfung des damals bereits 82jährigen Meisters die Runde durch alle Bühnen und den Namen des bis dahin bekannten, beliebten, in Musikkreisen ge< schätzten Meisters eigentlich erst allgemein berühmt machte; — „Ner Nriintigam in ker Nleilinie", Singspiel;— „Graumlelien", dra« malisches Märchen; — „Nie Höhle van Mnuerlen/; — ^„Fribülin oder der (Bang nach dem GiZenhammer" (Braunschweig, Mayer); — ^„Nil bullen Figaro" (Braunschweig, Meyer); — und die ^„Gesänge zu Güthe'5 Faust" (Wien, Witzendorf); die Musik zu dem Singspiele „Tom Rick" und zu Raymund's *„Verschwender" (Wien, Wihendorf), von welcher Nie hl bemerkt, daß in dieser der Genius Kreutzer's am liebenswürdigsten erscheine. Hier erhebt er sich in dem Liede des Bettlers in der einfachsten Sangesweise zu wahr» haft erschütterndem tragischen Ausdruck, wie ihm derselbe nirgends so tief gelun» gen. Da mag man wohl merken, daß nicht die vielen Noten, nicht die fette Instrumentirung die höchste Macht der Töne in sich schließen, sondern daß eben der schlichte Liedesklang die größten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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