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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 218 -
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Seite - 218 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13

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Ariogstnner 218 Ariegsieiner der Gesellschaft Jesu und wurde in der österreichischen Ordensprovinz aufgenom men. Er erlangte die philosophische und theologische Doctorwürde, dann versah er einige Jahre das schrämt und trug zuerst zu Gratz die Ethik, dann zu Wien, später wieder zu Gratz die Philosophie vor. Nun wurde er nach Wien geschickt, wo er durch sechs Jahre theologische Fächer lehrte. Dann ward er auf ein Jahr dem Vorsteher der Ordensprovinz an die Seite gegeben, darauf nach Rom gesen det. wo er durch vier Jahre das Amt des Pönitentiarius bekleidete. Nach seiner Rückkehr war er zwei Jahre Rector und Novizenmeifter im Collegium zu St. Anna in Wien. dann durch vier Jahre Borste- her der Provinz, und zuletzt Rector und zweimal Regens des Convictes zu Gratz, wo er auch im hohen Alter von 84 Iah« ren starb. Von ihm find im Drucke erschienen: ,. ,16".); (ebd. 1723); — „ 1727^ 3?o1.). Auch gab er des Theod. More» tus 3. ,7.: ^Iraotatus äs marig" 9, 12«.) ^raus und schickte demselben eine Einleitung voraus. 1335, . 8«.) x. l97. Kriegsteiner, auch Kringstein, . . . <Possendichter in Wien). Ueber K.. der in oben angegebener verschiedener Weise bald als Kriegsteiner, bald als Kring stein aufgeführt wird, ist nur bekannt, daß er zu Anfang des lau- fendenIahrhunderts mehrere Liederpoffen auf die Bühne gebracht, von denen die eine „Der Zwirnhandler", welche aber von Einigen Gewey zugeschrieben wird, auf vielen Bühnen beifallig ge« geben wurde. Als nämlich nach Mar i - nell i 's Tode Hensler im August 1804 die Leitung deS Leopoldstädter Theaters übernahm, wurden zwar län» gere Zeit noch die Volksmärchen mit Musik von Kauer und Wenzel Mül le r gegeben, aber auch Possen, Luft. und Singspiele von Anderen kamen nach und nach zur Aufführung, und unter diesen fanden einige von Kriegsteiner beson- ders Beifall. Es waren 1801: Der schon genannte „HmirnhüMer anZ Gberüstcrreich", Lustsp. in 3 A.(Wien1807, Wallishauffer); — 1804: „Nie schwane Aedante", komisches Singspiel in 3 Aufz. (ebd.)' — 1803: „Nie Krenzerkllmödie"; — „FaSchingznichln"; — 1806: „Othello, der Mohr in Wien"; — 1807: „Nie Nalllillcht", die letzgenanten vier scheinen nicht gedruckt zu sein. K. gehört ganz zur Schule Philipp Haf- ner's Dd. VII , S. 188). I n seinen Al> beiten finden sich Hafner's Vorzüge und Mängel wieder. Derber, aber wirksamer Scherz, Sinnlichkeit im Ausdrucke und wahrhaft komische, freilich nur aus dem Leben der niederen Stände gegrif. fene Situationen entschädigen einiger- maßen für den Mangel an Zusam- menhang und ästhetischen Werth. Sein bestes Stück ist unstreitig der schon er» wähnte „Zwirnhandler auS Oberöster' reich", worin er ungeachtet einer unver» wüstlichen Laune auch die moralische Seite nicht unbeachtet ließ und damit eine vortreffliche Wirkung erzielte. Wie Gödeke in seinem „Grundriß zur Ge- schichte der deutschen Dichtung. Aus den Quellen", nachdem er S. 1063—1075
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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