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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 232 -
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Klingjiem 232 rastlosen Bemühungen zu Stande gekom. men. Als die neue politische E'mtheilung in Böhmen in Wirksamkeit trat, wurde K. Kreisrath und Vorstand des Bezirkes von Pribram, und zugleich in den Ge- meinderath der Stadt gewählt. Auch ist K. als Mitglied mehrerer Wohlthätig keits« und Humanitäts Vereine thätig. IcoQVsrLQom^ d. i. Kleines Taschen-Conver- sations<Lerikon (Prag 1850, 12<>.) Theil I I , S. 300. Kringftein, siehe: Knegsteiner Krismair, Anton (Bildhauer, geb. zu Telfs im Ober.Innthale Tirols im Jahre 1810, gest. zu Rom im Jahre 1841). Da er ein hervorragendes Talent für die Bildhauerkunst zeigte, ließen ihn die Eltern sich dieser Kunst widmen. Bald erhielt er ein landstandisches Stipendium und ging zuerst nach München, wo er ein Schüler Schwanthaler's wurde, später nach Rom, wo er sein Talent aus- schließlich christlichen Gegenständen zu» wendete. Dort nach classischen Mustern sich ausbildend, berechtigte er zu den schönsten Erwartungen, und die wenigen Arbeiten, welche von ihm vorhanden sind, lassen seinen frühzeitigen Tod im Alter von erst 31 Jahren nur um so tiefer be» dauern. Von seinen Werken ist das be« kannteste: das „Nenknml der Girlller AanülZ- Vertheidiger" in der ßranziskanerkirche zu Innsbruck, welches K. entworfen, zum größten Theile auch ausgeführt hat, aber in dessen Vollendung durch den Tod ge« hindert wurde. Die Idee des Denkmals ist eine religiöse, eben so einfach als be. ziehungsvoll. Ueber einigen Stufen er- hebt sich der Sockel mit der Inschrift: „Seinen in den Befreiungskämpfen gefal» lenen Söhnen das dankbare Vaterland 1838"; auf demselben steht ein einfacher Sarkophag von weißem Schlanderser Marmor, an seiner Vorderseite mit zwei über die kreuzweis gestellten Symbole Schwert und Büchse gewundenen Lorber» kränzen geschmückt. Zu beiden Seiten des« selben stehen die Genien von Oesterreich und Tirol, geflügelte Engelgeftalten, durch ihre Wappenschilder kenntlich, wovon der letztere zu dem Schönsten zählt, was bis' her in dieser Art je geschaffen wurde. Auf dem Sarkophage befindet sich in sitzender Stellung der Engel des Tode", eine Tafel haltend mit der Inschrift: „^dLorM 6Lt mors in viotoria". Neber dieser Fi« gur erhebt sich ein großartiges Basrelief in halbrunder Form aus Carrara.Mar« mor, die Kreuzesabnahme des Erlösers darstellend. Die Gruppe zeigt uns die Mutter des Erlösers, in ihrem Schooße den Sohn haltend, zu beiden Seilen Nikodemus und Joseph von Arimathea, hinter ihr Christi Lieblingsjünger Iohan« nes, vor ihr auf die Knie hingesunken Maria Magdalena. Aus der Mitte des Basreliefs erhebt sich einfach ein Kreuz von weißem Marmor; das Ganze ist von ornamentirten Losenen und einem Halb« bogen eingeschlossen. Die sinnvolle archi» tektonische Anordnung ist tadellos; aus dem Massenhaften baut es sich zu immer leichteren geistigeren Formen auf, bis es ein Bild christlichen Lebens in dem ein« fachen Kreuze beinahe in den Aether sich verliert. Es ist dieß die einzige größere, aber auch künstlerisch bedeutende Arbeit des zu früh dahingeschiedenen Künstlers. Kunst. Blatt (Stuttgart. Cotta, 4".) Jahr. gang l84l, S. <40, 333, 333- Jahrg. l842, S. 3tl. — Die Künstler aller Zeiten und- Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stutt« gart 1837, Ebner und Seubert, gr. 8».) Bd. I I , S. 527. lDasrlost werden unter Krismair's Werken „Der Schuhengel Ti, rols" und das „Denkmal Hofer's" aufgeführt. Diese Mittheilung ist irrig. Das Hofer.Denk.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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