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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 238 -
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Seite - 238 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13

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Krman 238 Krman Warasdiner Comitates. Im Drucke ist von ihm nichts erschienen, aber in Hand« schrift befinden sich Übersetzungen aus dem Illyrischen in's Kroatische des reli« giösen Epos: ^I^vOta^ox^lia?g.n0nn1- t2N2ka« von Anton Kanis l ic j^Bd. X^ S. 433^; des Schauspieles in Versen: 5,0811151130^ 1022," von Ivän Tom. Mar« navich, einem illyrischen Poeten der zweiten Hälfte des sechzehnten und der ersten deS siebzehnten Jahrhunderts, das zu Rom (1630) im Drucke erschien. Auch hat K. Mi l ton's „VerlorenesParadies" aus dem Englischen in's Kroatische „vor» trefflich", wie 8ä.farik schreibt, aber leider in Prosa, übertragen. Paul Joseph Iä far ik 's Geschichte der südsla< vischen Literatur. Aus dessen handschriftlichem Nachlasse herausgegeben von Joseph Iireäek. II.» Illyrisches und croatisches Schriftthulü (Prag 1864 u f., so.) S. 303, 327. 329, 332. Krman, Daniel (protestantischer Theolog, geb. zu Mozena in Nn» gärn im Jahre 1663 . gest. 47. Sep« tember 1740). Schon Vater und Groß. Vater waren protestantische Prediger in Ungarn. Daniel erblickte in schwerer Zeit das Licht der Welt, als nämlich seine Mutter vor den eindringenden Türken sich eben auf der Flucht befand. Die Schulen besuchte er zu Sobotischt, Illava, Trencsin und Divek. Dann ging er in's Ausland, und zwar zuerst nach Breslau, von dort nach Wittenberg, und wurde nach sriner Rückkehr in's Vaterland Rector zu Illava. Im Jahre 1684 kam er als Nector nach Mofsocz in der Thu» roczer Gespanschaft und im Jahre 1686 an seines Vaters Stelle nach Thuropola als Prediger. Im Jahre 1703 folgteer einem Nufe der Gemeinde zn Silein in gleicher Eigenschaft und wurde schon im folgenden Jahre zum Superintendenten gewählt. Von Silein wurde er im Jahre 1711 vertrieben, aber bald darauf als Prediger nachMiawa berufen. Die strenge Kirchenzucht, auf welche K. hielt, hatte ihm unter seinen Glaubensgenossen wenig Freunde gemacht, und bei den damaligen Verfolgungen der Evangelischen hatte er manche Unbilden, ja selbst mehrjährige Kerkerhaft auszustehen, in welcher er auch zuletzt auf dem Schlöffe Preßburg — nachdem er wegen einer Teufelsaustrei» bung im Jahre 1729 zu lebenslänglicher Haft war verurtheilt worden — stand< haft und seinem Glauben treu, im Alter von 77 Jahren starb. K. hat mehrere Leichen-, Festreden und Andachtsschriften herausgegeben, welche Klein alle auf» zählt; literarisch und sprachlich wichtig sind aber seine „Hgvlläz slavica llder Kirchen- tinch tnr böhmische Gemeinen" (1734, 4".), durch den Superintendenten Georg A m« brosius veröffentlicht; und seine in Gemeinschaft mit Mathias Bel j^Bd. I, S. 233) ausgeführte böhmische Bibel- Übersetzung. Bis dahin besaßen die Sla- ven in Ungarn keine eigene Bibel; sie bedienten sich meistens auswärtiger, und der zu Kralitz in Mähren von acht böh> mischen Brüdern ausgeführten, aufKosten des Freiherrn Johann von Zierot in 1593 herausgegebenen Uebersetzung. Da diese aber schon sehr selten wurde, so gin« gen Krman und Bel an's Werk und vollendeten für ihre Landsleute in Ungarn eine besondere Uebersetzung, welcher sie die böhmische von Sam. Adam aWe» leslawin 1613 in Prag gedruckte zu Grunde legten und welche dann auf Kosten Heinrich Erdmann's Grafen Hen» kel von Donnersmark im Jahre 1722 zu Halle im Waisenhaufe (gr. 8".) gedruckt wurde. Diese Uebersetzung wird als eine sehr gute bezeichnet. Außerdem hinterließ K. viele Handschriften, welche in der ungarischen Bibliothek zu Witten»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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