Seite - 258 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Bild der Seite - 258 -
Text der Seite - 258 -
AroneZ 238 Krones
„Tirol vor fünfhundert Jahren"; — in
der Zeitschrift für österreichische
Gymnasien. 1863, Septemberheft:
„Der Thronkampf der Przemysliden und
Anjou's in Ungarn, vom Beginne des«
selben bis zu der päpstlichen Entscheidung
durcb die Bulle: 8^eüt<itor omnium
vom Jahre 1393"; — in den Mit«
tHeilungen des historischen Ver«
eins für Ste iermark, 13. Heft:
„Actenmaßige Beiträge zur Geschichte
des"Tattenbach'schen Processes im Jahre
1679" '— in den Programmendes
Gratz er Gymnasiums für 1862 und
1863: „Die böhmischen Söldner in
Obemngarn 1449—1438". und „Das
Anjou'sche Königthum und sein Kampf
mit der Oligarchie. Die Jahre 1308 bis
1312 aus Ungarns politischem Leben".
Seine literarische Laufbahn eröffnete K.,
wie bereits oben angedeutet worden, mit
schöngeistigen Arbeiten, und es brachte
die Pesth-Ofner Zeitung 1860 aus
seiner Feder eine Novelle: „Die Schau-
spieler wider Willen"; das I l lus t r i r te
Familienbuch des österr.Lloyd, 1861,
Heft 9: „Ein Stück mährischen Dorf-
lebens" -, die Zeitschrift H o cb vo m D cscb-
stein, 1862: „Das Waffer in der deut.
fchen Dichtung"; die Klagenfurter Zeit»
schrift Carinthia,1863: „Das Wasser
als Symbol". Treffend bemerkt das
Zarncke'sche Centralblatt bei Gelegen«
heit einer Anzeige von K.'s Arbeiten:
„K. ist einer der wenigen deutschen
Historiker, die des Magyarischen mächtig
sind. und er könnte sich daher die größten
Verdienste erwerben, wenn er es unter»
nähme, auch in anderen Perioden die oft
wichtigen Resultate der ungarischen Ge«
schichtsforschung den Deutschen zugäng»
lich zu machen".
Liter arisch es Centra lb lat t für Deutsch,
land. Herausgegeben von Prof. Dr. Friedrich Zarncke (Leipzig. 4".) Jahrg. 1864. Sp. 6ö4
u. 67 7. — Ein Ludwig Krön es (geb. zu
Prag 1785) war Maler und Kupferstecher,
der sich unier Joseph Bergler sBd. I,
S. 3l)? l^ in der Kunst ausgebildet hat. Später
begab sich K. nach Wien. Doch fchlt es an
weiteren Nachrichten über ihn. Man findet
dann und wann radirte Blatter seiner Hand,
jedoch mag ihre Zahl nicht groß sein. So
stach er im Jahre 48U2 fünf Büsten von
München, alle rechts gewendet und einer
hinter dem andern. Weder Dlabacz noch
Tschischka kennen ihn, denn Keiner von
Beiden gedenkt seiner in ihren Werken.
, Therese (Schauspielerin,
geb. zu Freudenthal in Schlesien
7. October 1801, gest. zu Wien 28. De»
cember 1830). Ihr Vater war selbst
Schauspieler und dannTheater>Director;
als solcher zog er mit seiner Familie auf
den Dörfern herum. Auf einer solchen
Wanderung in Ungarn überraschte ihn
und die ganze Familie in einer Nacht ein
Schneefall, welcher für den Vater die
schweren Folgen hatte, daß ihm beide
Fuße erfroren und er zwölf Jahre, sonst
gesund, im Bette zubringen mußte. Er
lebte bis Zum Tode seiner Tochter bei ihr.
Therese betrat natürlicher Weise früh
die Wuhne. Schon als Kind in Wien,
während ihr Vater in der „Teufels»
Mühle" den alten Mar t in gab. spielte
sie den Schutzgeist. Nach dem ob°
erwähnten Unfälle'ihres Vaters fand
Therese mit ihrem Bruder Engagement
bei dem Theater in Agram. So hatte sie
einige Jahre auf verschiedenen Bühnen
in Olmütz, Brunn. Laibach, Gratz. Agram,
Temesvär gespielt, im Allgemeinen ge-
fallend, jedoch ohne gerade, um sich des
technischen Ausdruckes zu bedienen, durch'
zugreifen. Im Herbste 1821 wurde sie bei
dem Leopoldstädter Theater in Wien
cngagirt und trat am 7. October d. I .
als Evakathel in der bekannten Carl-
catur-Oper von Per inet zum ersten
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Band 13
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Kosarek-Lagkner
- Band
- 13
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon