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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 270 -
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Seite - 270 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13

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Fronherr 270 Krön Herr neuerdings bestätigt worden. Kar l von K. trat im Jahre 1773 in kaiserliche Kriegsdienste, in welchen er stufenweise und in Folge seiner Tapferkeit außerdem Nange vorrückte, so daß er im Jahre 4796 bereits Rittmeister im damaligen Carabinier.Regimente Herzog Albert zu Sachsen-Teschen und im Jahre 1803 Oberst desselben war. Im Jahre 1309 befehligte er bei Wagram als General' Major eine Brigade. Bald darauf zum Feldmarschall.Lieutenant ernannt, wurde er im Jahre 1822 zweiter Inhaber des dritten KürassievRegiments Prinz und Mitregent Friedrich August von Sachsen, des nämlichen, dessen Oberst er gewesen, als es noch ein Carabinier.Regi' ment war. Kroyherr zählt zu den tapfersten Kriegern der Befreiungskämpfe, und hat sich nicht nur als umsichtiger Führer der seinem Commando anvertrau- ten Truppen, sondern auch durch seine persönliche Bravour bei mehreren Gele» genheiten hervorgethan. Schon in der Schlacht bei Würzburg, im Septem. ber 1796. damals Rittmeister in oben» genanntem Carabinier.Regimente, rückte er mit seiner Escadron im gefahrdrohen» den Augenblicke in den Kampf und hieb auf zwei feindliche Bataillons siegreich ein, eroberte eine Fahne und warf die feindliche Reiterei, als diese zum Schutze des Fußvolkes herbeigeeilt war, siegreich zurück. Eine nicht mindere tapfere That führte er bei Wer ringen am 8. Octo« ber 1803 aus. Kroyherr war damals bereits Oberst. Unsere Infanterie, im Rückzüge begriffen, führte denselben über ein weites offenes Feld gegen Waldungen zu aus Da brachen von der Seite und im Rücken starke, den Nnseren weit über« legene feindliche Neitercolonnen zum An- griffe unsererInfanterie hervor. In diesem bedenklichen Augenblicke ließ K. aus eige> nem Antriebe zum Angriff blasen, brach mit nur drei und noch dazu schwachen Escadronen vor und warf sich mit solchem Ungestüm auf die überlegenen feindlichen Reitercolonnen, daß diese jede Absicht auf unsere Infanterie vor der Hand auf» gaben und zur eigenen Vertheidigung den Kampf mit der sie selbst angreifenden Reiterei aufnehmen mußten. K. unterhielt dem weit überlegenen Gegner gegenüber mit unbeugsamem Muthe den ungleichen Kampf und zwar so lange, bis jede Ge» fahr für unsere Infanterie vorüber war, die sonst gefangen und deren Bagage und Casse erbeutet worden waren. Ein wahres Heldenstück, welches der Feld- marschall Fürst Liechtenstein und vier» zehn Augenzeugen, sämmtliche Stabs« und Oberofsiciere mit eigenhändigen Un> terschriftm bestätigten, vollführte aber K. bei Deutschwagram am 6. Juli 1809. Kaltblütig hielt er mit seiner Bri- gade Stand während eines dreistündigen mörderischen Geschützfeuers, rückte dann im entscheidenden Augenblicke vor und dem Feinde entgegen, der mit seiner außerordentlichen Uebermacht und Heftig« keit sich auf das schwache österreichische Centrum geworfen hatte und es zu durch» brechen versuchte. Aber K.'s heldenmü» thige Vertheidigung vereitelte die Absich- ten des Gegners und ermöglichte unserem bei Sießenbrunn aufgestellten Reserve« corps den gefahrlosen und ruhigen Rück» ;ug gegen Aderklaa. Noch einmal im nämlichen Feldzuge vollführte er eine entschiedene Waffenthat. Am 11. Juli 1809, am Tage der Gefechte bei Znaim, suchte der Feind mit seiner achttausend Mann starken Reiterei die Straße von Znaim nach Vudwitz zu gewinnen, auf welcher sich unsere ganze Artillerie-Re- serve »Munition , die Magazine, unser ganzes Gepäck, kurz über 4W0 Wagen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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