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Krumphok 280 Arumpigel
1800. Sie soll, wie ihre Zeitgenossen
melden, ihr Instrument so zart behan-
delt haben, daß es wie eine Aeolsharfe
klang.
Dlabacz (Gottfr. Johann), Allgemeines histo>
rischcs Künstler«3eiikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
l813, G. Haase. 4".) Bd. I I , Sp. l44. -
Gerber (Ernst Ludwig), Historisch-biographi«
sches Lerikon der Tonkünstler (Leipzig 1790,
I . G. I . Breitkopf. Lex. 8".) Bd. I, Sp. 7«0.
— Derselbe. Neues historisch-biographi«
sches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813,
A. Kühne!. gr. 80.) Bd. I I I , Sv. 156. —
Neues Universal.Lexikon der Tonkunst
Angefangen von 0 r. Iul . Schladebach, fort«
geseht von Ed. Bernsdorf (Dresden 188«,
Rob. Schäfer, gr. 8«.) Bd. I I . T. 67«. -
Gähner (F. S. Dr.), Universal«3erikon der
Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande
(Stuttgart 1849. Frz Köhler. 3er. 8«.) S.öl2.
Mdliss 20U8 Ik äilsotion äs HI. Is I>l.
HoslLi' (l^riä 185l) st ä., I'irinin Oiäot
lröi-eä, ä°.) loms XXVIII, ?. 248. — Noch
sind folgende Personen dieses Namens anzu-
führen: 1. Der Maler Krumbholz, dessen
Name bald als Krumholz, Krummb«
holz und Krumpholz geschrieben erscheint.
Zu Hof in Mähren geboren, ist er unser Zeit'
genoß. Er muß eine hohe Ltufe der Kunst
erreicht haben, da er in Lissabon, wo er
sich im Jahre 1844 befand, auf Empfehlung
des Herzogs von Koburg und der Herzogin
von Nemours die ganze königliche Familie
in Lebensgröße malte. In Folge dessen wurde
er mit dem Ritterkreuze des portugiesischen
Christus'Ordenö ausgezeichnet. Auch für den
englischen Lord Howard fertigte er eine trefflich
gelungene Gruppe seiner Kinder. Ueber dieses
Künstlers Bildungsgang, seine ferneren Künst-
lerschicksale. seine sonstigen Arbeiten und jehi«
gen Aufenthalt ist nichts bekannt, sMorauia
(Vrünner Unterhaltungsblatt) 1843. Nr. 124.
— Frankl (Ludw. Aug.), Sonntagsblätter
(Wien. 8") i n . Jahrgang (1844), S. 1191,
in der Rubrik „Buntes". — Kunst 'Bla i t
(Stuttgart, Cotta, 4o.) Jahrg. 1847. S. ?5;
Jahrg. 164s. S. 84. — TieKünstler aller
Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr.
Mül ler , fortgesetzt von I^r. Karl Klun>
zinger (Stuttgart 1867, Ebner u. Scubert.
gr. i>o.) Bd. I I . S. 530.^ " 2. Michael
Kri lmbholz (geb, in Nnga^n 7. Septem» der l672, gest. zu Leutschau 23. Februar
1739), Mitglied der Gesellschaft Jesu und alö
solcher viele Jahre Prediger in Slavonien.
Außer einigen Leichen« und anderen Predigten
erschienen von ihm: „^ri^Isx uomsn Oliri-
gtiaui, OatboUei, I'i-atrig buuFa.iioo et Fsr-
mauioo iäiomats"; — „I^jTi'aunia.tliiii Udsv
unus" (0a5üovigs l?35, 12<>.); — „Oai'iuiuum
Udri", enthaltend die Ergüsse seiner Seele wäh<
rend der schweren Leiden einer achtzehnjährigen
Krankheit. ^ö'ioeFs?- ^o^. ^s^>.>, 3oi-ixtoi-e3
ki'oviueiHS^u.lzti'iI.ell.s 6ooiotati8<7s3u (Visu-
nas 18ii^, I.6X. so.) p. 198.^ — 3. Schließlich
sei noch eines Malers Krumpolc, wie er
eechisch geschrieben ist, gedacht, den die von
Zap redigirten ?2mätk^ arektioloKickä 2.
mi5tapl3Qe", d. i. Archäologische und topogra«
phische Denkwürdigkeiten (Prag. 4".) Bd. I I I ,
S. 123, anführen und von ihzn berichten,
daß er in der St. Johannes Nepomuk-Kirche
zu Senozatny im Czaslauer Kreise Böhmens
in den Jahren 1817 und 1822 die Wände
hinter dem Altare mit schönen Gemälden
geschmückt habe. Der Name Krumpo lc
dürfte wohl nur eine öechisirung deS Namens
Krumpholz sein. Vielleicht ist es eben der
unter Nr. 1 erwähnte Maler, der in Portugal
die königliche Familie gemalt.
Krumpigel, Karl (Maler, geb. zu
Prag im Jahre 1803, gest. zu Mün-
ch en 1832). Dem Wunsche seiner Eltern
gemäß sollte er sich dem Handelsstande
widmen; er besuchte auch zu diesem
Zwecke die polytechnische Schule in Prag;
aber bei seiner besonderen Vorliebe fär
die Kunst beschäftigte er sich in seinen
Mußestunden ohne Anleitung mit der
Malerei, indem er nach verschiedenen
Meistern arbeitete. Die Bekanntschaft
mit dem Landschaftsmaler Piepen»
Hagen, der eben damals für einige
Zeit in Prag sich aufhielt, wurde jedoch
für K.'s Standeswahl entscheidend. Nach
Beendigung seiner Studien machte er
mit Piepen Hagen eine Reise nach
Salzburg. Auf derselben reifte sein Ent»
schluß, sich der Kunst zu widmen; auch
gelang eS ihm, die Einwilligung der
Eltern zu erlangen. Er begann nun
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Band 13
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Kosarek-Lagkner
- Band
- 13
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon