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Jahren 1729—1739 lebte er in Polen
und hielt sich in verschiedenen polnischen
und russischen Städten auf. Im Jahre
^740 reiste er wieder nach Persien, von
wo er bei seiner Rückkehr für die Zalu«
ski'scheBibliothek zahlreiche türkische und
persiscbe Handschriften mitbrachte. Kru-
siiiski hat folgende Werke durch den
Druck veröffentlicht: „7ie?at?o
iH aö «nnc» 2 7^ l^
" (ebd. 1733), dabei
befindet sich:
/ der „
selbst ist nur ein von K. mit Anmer«
klingen versehener, aus dem Türkischen
übersetzter Gesandtschaftsbericht, den der
türkische Gesandte Dur r i Essendi
nach seiner Rückkehr, 1720, an seinen
Sultan erstattet hat. Nach seinem
Tode sind erschienen:
83) und
^ 6 ) ) d. i.
nämlich eine Anweisung über den Ge«
brauch des türkischen Kaffee's. Auch über«
setzte er über Aufforderung des Pascha
I b r a h a m seine Geschichte der persischen
Revolution in's Türkische.
Ki6>-, d. i. Geschichte der polnischen Literatur
(Warschau und Wilna 18t4, Zcnvadzki, 8".)
Bd. I, S. 387; Bd. I I , S. 773 u. 788.
Klzeczunollil'cz, Cornelius Ritter von
(Landtags. Abgeordneter, geb. zu
Lemberg 2. Februar 4818). Beendete
imI. 1838 dieUniuersitatsstudien in e^m>
berg und trat im nämlichen Jahre ebenda
als Praktikant bei der k. k. Kammerpro- curatur ein, in deren Diensten er bis Ende
1839 verblieb. Nun unternahm K., um
sich selbst weiterzubilden, Reisen und
besuchte Italien, Frankreich, England und
Deutschland. Er widmete sich vorzüglich
den Studien der Volkswirthschaft und
der administrativen Gesetzgebung, und
übernahm nach seiner Rückkehr, 1842,
die Verwaltung der ihm von seinem
Vater übergebenen Güter. Als Mitglied
des galizischen Ritterstandes nahm er
Sitz im galizisch-ständischen Landtage,
und betheiligte sich an dessen Berathun-
gen in den Jahren 1844 und 1843 als
Verfechter derAufhebung des damals noch
bestandenen Unterthanöverhältnifses. Im
Jahre 1846 verfaßte er eine, jedoch un»
gedruckt gebliebene Denkschrift über die
in diesem Jahre angeordnete Robot»
regulirung, in welcher er die Unzuläng-
lichkeit dieser Regulirung nachzuweisen
versuchte. Nachdem er in den Jahren
1848 und 1849 in den Lemberger
städtischen Ausschuß gewählt worden,
betheiligte er sich an dessen Berathun-
gen bis 1861, in welchem er seine Ent-
lassung nahm. Als Referent in diesem
Ausschüsse verfaßte er Entwürfe einer
Gemeinde«Ordnung für Lemberg, zuerst
im Jahre 1830, dann im Jahre 1860.
Mehrere Jahre als gewähltes Mitglied
des Comitö der k. k. galizischen Land«
Wirthschafts-Gesellschaft thätig/befaßte er
sich als solches meistens mit Arbeiten,
welche die auf die Landwirthschaft Ein«
fluß nehmenden Gesetzgebungsgegenstände
betreffen. I n dieser Richtung regte er
auch manches im Wege der Journalistik
an und vornehmlich war es die Krakauer
Zeitung O^aS) d. i. die Zeit, in welcher er
mehrereä veröffentlichte, während er ein°
zclueS besonders erscheinen ließ. Im März
1861 wurde er von dein Wahlkörper der
Großgrundbesitzer im Lemberger Kreise
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Kosarek-Lagkner, Band 13
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Kosarek-Lagkner
- Band
- 13
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 546
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon