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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 472 -
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Ladurner 472 Ladurner und begab sich nach München, wo er aber in kurzer Zeit, erst 21 Jahre alt. im Jahre 4794 starb. Gaßner (F. S. Nr.), Universal'Lexikon der Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande (Stuttgart 1849, Frz. Kühler, Ler. 8°.) S. 523. — Neues Uniuersal'Lerikon der Ton- kunst. Angefangen von Dr. Julius Schlade» dach, fortgesetzt von Eduard Brrnsdorf (Dresden, R. Schäfer, gr.8<>.)M. I I , S. 699. — Gerber (Ernst Ludw.), Neues historisch» biographisches Lexikon der Tonkünstler (Leip» zig l813, Kühnel. gr. 8v.) Bd. I I I , Sp, 159 , ^führt einen S. Ladorner und einen I . Ladurner auf; Gaßner weist nach, daß diese beiden eine und dieselbe Person seien; wie überhaupt Gaßner's Nachrichten über diese-Künstlerfamilie die ersten zuverlässigen sind). - Porträt. Gestochen 1790 zu Paris. Ladllrner, Joseph lGeschichtsfov scher, geb. zuMeran inTirol43.März 1770. gest. im Spirale zu Partschins w. April 4832). Von seinem Vater, der Pfarrmeßner zu Meran war. den Studien gewidmet, beendete er im Jahre 1788 das Gymnasium zu Meran und ging dann nach Innsbruck, wo er die Philosophie hörte. Immer willens, Theo» logie zu studiren, konnte er sich doch nicht dazu entschließen, weil er eine eigene Scheu hatte, in das Generalseminar ein- zutreten, welches damals noch bestand. Schon 'war er daran, nach Wien zu gehen und dort das Studium der Medi» cin zu beginnen, als er in Folge der Aufhebung des Generalseminars, wo> durch seine Besorgnis in dasselbe ein« treten zu müssen, wegsiel, diesen Gedan« km aufgab und an der Hochschule zu Innsbruck das Studium der Theologie begann, welches er im Jahre 1793 been- dete. Im October g. I . erhielt er die Priesterweihe. Er trat nun in die Seel- sorge und zwar als Hilfspriester zu Riffian und zu Partschins, und erhielt am 3. November 4797 das damals neu gestiftete Wieseneg g'sche Benesicium zu Partschins, welche kleine Pfründe er fein ganzes Leben lang behielt. I n den letzten Jahren seines Lebens, da er sehr leidend war, hatte er sich in das neugebaute Spital zu Partschins zurück» gezogen, in welchem er auch im Alter von 62 Jahren starb. Seine Priester» liche Laufbahn verlief im Ganzen in Ruhe, nur die Jahre 1807 und 4809, als die Streitigkeiten der kon. bayerischen Regierung mit den tirolischen Bischöfen eingetreten waren, brachten eine stür- mische Episode in sein Leben. Die baye» rische Regierung hatte nämlich in Trient einen Generalvicar aufgestellt, nachdem sie den rechtmäßigen Bischof durch polizei- liche Maßregeln außer Landes geschafft hatte. Gleich einigen anderen Priestern weigerte sich auch Ladurner, dem Gencralvicar Gehorsam zu leisten. Sein Widerstand halte seine Verhaftung zu Folge, aus welcher er und die anderen jedoch erst in Folge der politischen Ereig» nifse entlassen und weiter nicht mehr behel- ligt wurden. I n Folge eines Falles im I . 4827, der sich im I . 4828 wieder- holte, erhielt er bedeutende Quetfchun- gen, welche in todtliches Leiden aus' arteten, das ihm die letzten vier Jahre seines Lebens schwer verbitterte. L., der mannigfache Kenntnisse besaß, beschäftigte sich sein ganzes Leben hindurch mit wissenschaftlichen, meist historischen Ar» beiten, welche er jedoch nicht zum Drucke bestimmte; sie werden aber im Ferdinan» deum zu Innsbruck aufbewahrt. Gedruckt find nur erschienen: „Beschreibung der Umgebungen von Meran";— „Genea> logische Nachrichten von dem Geschlechte der Herren von Knillenberg" und noch einige andere, sämmtlich im Anhange zum Boten von und für Tirol und Voralberg; aber auch bei diesen ist nicht
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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