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Laube 209 Laube
VI. Einzel, h e i t e n: Laube's Shakespeare-Neper-
toi« de5 Wiener Durgtheaters. Laube und
der öechismns. Laube als Pseudonym. Ein
Autograph Laube's. Laube und der Fechter von
Navenna. Laube nnd Werther. Laube und
Ludwig Eckardt. Laube und Saphir. Laube
und Seine. Laube und das Vberft-Kämmerer-
amt. — Laubc's Sha.kespeare-Nepertoire auf
dem Purgtheater. Laube hat während seiner
Direction des Burgtheaters alle frĂĽher auf
dieser Bühne gegebenen Stücke Shake«
speare's neu einstudirt; einige aber, wie
„Cymbelin", „Richard I I I . " . neu aufgeführt;
so umfaĂźt nun das Shakespeare-Repertoire
der Hofbühne folgende Stücke: „Lear", —
„Der Kaufmann von Venedig". — „Romeo
und Julie", — "„Iul iuS Cäsar". — *„Corio.
lan". — **„Richard I I I . " , — „Heinrich IV.".
— **„Der Sommernachtstraum", — „Die
Widerspenstige", — „Die lustigen Weiber von
Windsor", — "„Macbeth", — „Hamlet", —
"„Othello". — "„Cymbelin", —. „Was ihr
wollt", — "„Viel Lärmen um Nichts", —
*„Die beiden Edelleute von Verona", —
"„Antonius und Cleopatra", — **„Das
Wintermärchen". Von diesen sind die zwei«
sternigen von Laube zuerst zur AuffĂĽhrung
gebracht, die einsternigen durch ihn neu ein-
studirt. — Laube und der öcchismus. Der
Komet. Redigirt von Herloßsohn sLeip»
zig, 40.) t843. S. 392 u. f.: „Gegen Heinrich
Laube" Von I .Kaufmann seine Polemik
gegen Laube's Ansicht, der die öechonomie
theils als Spielerei, theils als nationale
Agitation betrachtet). — Jordan, Slavische
Jahrbücher (Leipzig, gr. l>«) Jahrgang 1848,
S. 226. — Laube als Pseudonym. Einem
Hamburger Blatte entnehmen wir, daĂź Laube
in Breslau längere Zeit Kritiken über Litera«
rische und Bühnenproducte unter dem Pseu«
donym Aletophi loS veröffentlicht habe; —
ferner erzählt der Bah nh 0 f (Wiener Blatt)
1855, in Nr. 48: „Aus dem Leben eineS
Dichters", daĂź Laube als Student in Bres<
lau unter dem Namen Heinrich Lampe ein
Stück: „Gustav Adolph" geschrieben, es zur
AuffĂĽhrung gebracht, selbst ausgepocht habe
und dafür von den ehrsamen BreSlauer Bür»
gern, welche an dem MiĂźfallen des Autors
an seiner eigenen Arbeit AergerniĂź nahmen,
herausgewiesen worden sei. — Ein Autograph
Laube's. Par lam ents «Album. Autogra»
phirte Denkblätter der Mitglieder des ersten
deutschen Reichstages (Frankfurt a. M. 1849,
S. Schmerber'sche Buchhandlung, kl. Fol.)
u. Würzbach. biogr. Lexikon. XIV. S. 34. Iaube's Autograph lautet: „Die
Revolution hat nur so weit Recht und behält
nur so weit Recht, als sie wirklich nothwendig
gewesen. Das Gemachte an ihr wird frĂĽh
oder spät verurtheilt. Frankfurt 4. März 1849.
Heinrich Laube". — Adolph Hentzein seinem
Büchlein „Die Handschriften der deutschen
Dichter und Dichterinen mit305 Facsimiles, kur<
zen Biographien und Schrift<Charakteristiken"
(Leipzig 1855. Bernhard Schlicke. 8") charakte.
risirt Laube's Handschrift (S. 90) mit folgen»
den Worten: „Zwar burschikose, aber elegante
Form". — Laube und der/echter von Navenna.
Als Halm's „Fechter von Ravenna" zuerst
anonym auf der Wiener HofbĂĽhne gegeben
wurde und sehr gesiel, fand sich mit einem
Male ein Schulmeister in Possenhofen (bei
MĂĽnchen), Namens Bacherl, der AnsprĂĽche
auf die Autorschaft erhob. Es war bald nach
dem orientalischen Kriege, die Zeitungen arm
an Stoff, da bot die Fechter uon Ravenna.
Frage Nahrung auf mehrere Wochen. Endlich
trat Laube auf und zerhieb mit einer gehar»
nischten Erklärung den gordischen Knoten.
Da diese Episode in der deutschen Literatur«
geschichte wegen der damit verbundenen Frage
des geistigen Eigenthums immer eine Stelle
behaupten wird, folgt in nachstehender Ueber«
ficht ein vollständiger Nachweis der wichtig»
sten diesen Gegenstand behandelnden Artikel.
Aachener Zeitung 1836, Nr. 72: „Hein»
rich Laube ĂĽber den Fechter von Ravenna".
— Deutsche alldem eineZei tu na (Leip>
zig 1836, Brockhaus), Nr. 59: „Laube's El.
' klärung auf O. von Schorn's Frage betreff
des „Fechters von Ravenna". -?- Donau
(politisches Blatt in Wien, 4«.) 1836. Nr. «2.
in der Rubrik: „Verschiedenes". Anfrage cm
die Münchener. Neues „Bacherl"<Ventil. —
Humorist. Von M. G. Saphir (Wi','!>.
kl, Fol.) 1356, Nr. 79. S. 314: „Ist mit
Herrn Dr. Laube's Erklärung die Fechter»
Angelegenheit erledigt? — Nein! Erstes Gut«
achten". Von M. G. Saphir ; — dasselbe
Blatt Nr. 83, S. 330: „Zur „Fechter"»Frage".
Von O. von Schorn. —Oösterreichische
Zeitung (Wiener politisches Blatt) 1336.
Nr. 136: „Schreiben von O. von Schorn
in der Fechter von Ravenna Sache". — Ost«
deutsche Post (Wiener polit. Blatt) 1836.
Nr. 63, in der Rubrik: „Kunst. Literatur und
Theater". — Laube und Werther. Noch war
nicht „die Fechter uon Ravenna'Frage" er«
ledigt, als das Erscheinen deS Iaube'schcn
„Esser" neue Rachegötter über Laube herauf»
:. 20.Iuli 1ä6ö.) 14
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon