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Laubes 214 Lauer
strafte Geck. Äns dem Französischen" (1766);
— „Nie nerZtellte Kranke. Nach Ollldani"
(1767); — ^Die -Schnitter. UnZtZpiel nach
Fanllrt" (1769); — „Wll3 iZt Geschmack
der Mtilln?" (1770); — „Nicht alles ist
Ollldf was glänst"; — „Nie Sitten der Zeit";
— „Pygmalion. Nach NllNZsean" ; —
„Ner Francs in Wien" (1776); — „Nie
Aacht. 3Iach Klberglltti". mit«inerZu<
sckrift an Herrn Less ing (1776).
Außerdem verfaßte er die meisten deut»
schen Programme zu den Balleten von
Noverre und Angio l in i , und gab
bereits im Jahre 1763 ^oseF/tt^nwn«
tisH'eFFs?- Z'AVs?«?«'«'" heraus. Gr 5 ffer
zählt von L. noch zwei Stücke: „Nacht und
Angefähl", Lustspiel, und „Orphens nnu Enri-
dire", Melodram, auf, welche sowohl bei
Lucd wie Meusel fehlen. De Luca
bemerkt über ihn: „Der größte Theil von
den Stücken, die Laudes dem Theater
gab, wurde mit Beyfall aufgenommen.
Was 3. zum besonderen Ruhme gereicht,
das ist, daß er sich für's regelmäßige
Theater zu arbeiten (soll wohl heißen für
das Theater regelmäßig zu arbeiten)
nicdt irre machen ließ, ohneracht er
mancbe Verdrießlichkeit sich deswegen
zuzog. Lectüre unter seinen Mitbrüdern
zu verbreiten und an der Reinigung des
guten Geschmackes Antheil zu nehmen,
war stets sein wärmstes Vergnügen."
(De Luca) DaS gelehrte Oesterreich. Ein Ver«
such (Wien 1776. Ghelen'sche Schriften, 8«.)
I. Bds. j . Smck, S. 290. — Meusel (Ioh.
Georg), Lerikon der vom Iabrc 1730 bis 180U
verstorbenen teutschen Schriftsteller (Leipzig
i806. Gerh. Fleischer, d".) Bd. VI I I , S. 82.
— Frankl («. A. Dr.), Sonntagödlätter
(Wien, 8°.) I I I . Jahrg. (!d44), S. i3ö: „Zur
Charakteristik österreichischer Schriftsteller", von
Franz Grüffer. Nr. 4l j^ wo das Jahr 1770
inig als srin Todesjahr angegeben wird^j. —
O e st e r reichliche Bied e r ni anns - C h r o«
n i k. Ein Gegenstück zum Fantasien» und Pre-
diger«Allnanach (Freiheitödurg sAkademie in
Lin;) 1783. kl. 8".) I. (u. einziger) Theil, 2. i^!. Lalldon. Unter dieser irrthümlichen
Schreibart erscheint öfter der berühmte
Held und Eroberer Belgrad's Gedeon
Ernst Freiherr von London; siehe
unter: London.
Lauer, Franz Freiherr von (k. k.
Feldzeugmeifter und Commandeur
des Maria Theresien»Ordens. geb. im
Jahre 1733. gest. zu Krems 11. Sep-
tember 1803). Der Sohn eines k. k.
Ofsiciers, erhielt seine militärische Ausbil-
düng in der Ingenieur.Akademie, auS
welcher er im Jahre 1?33 als Cadet
in das Geniecorps eintrat. Er machte
die Feldzüge des siebenjährigen Krieges
(1736—1763) mit und wohnte der
Schlacht bei Ko l l in (17. Juni 1737).
den Treffen bei Gabel (13. Juli) und
Zi t tau (19. Juli d. I.), der Belagerung
von Schweidnitz (im November d. I.),
der Schlacht bei BreSlau (22. Novem-
ber) und jener von Leuthen (3. Decem»
ber d. I.) bei, in welch letzterer er gefan»
gen wurde. Im Laufe des Krieges rückte
3. in Anerkennung seiner Tüchtigkeit und
Tapferkeit zum Hauvtmann vor und er»
warb sich ganz besonders daS Vertrauen
des Generals Pe l legr in i , der die
Fähigkeiten des jungen Officiers erken»
nend, ihn in seine Nahe zog und als
Begleiter mitnahm auf der großen Visita»
tionsreise, welche er im Jahre 1771
durch Ungarn, Slavonien, Banat und
Siebenbürgen machte. Im Jahre 1773
unternahm Lauer auf eigene Kosten
eine Reise nach Italien, welche er im
Jahre 1782 wiederholte, um die dortigen
Festungen kennen zu lernen und zu studi»
ren. Im bayerischen Erbfolgekriege, der
im Jahre 1778 begann, focht er bereits
als Oberstlieutenant. Im folgenden Jahre
wurde er bei der Aufsuchung mehrerer
Puncte, auf denen Festungen gebaut wer»
den sollten, zugezogen und entwarf bei
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon