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Laurencin 222 Laurencin
(Pesth 1831) i — „c^ns^a 6s
Ha", d. i. Komödie und Tragödie (ebd.);
^. I'/^T'. s^a^a^ sövsz"^ d. i. Die
Ansichten des 19. Jahrhunderts (ebd.
", d. i. Das Landleben. Farben
Mischungen und Schattenbilder, 2 Bde.
(Großwardein 1836); — „ ^
^5 Msaiö'?-ils'nAs?ö^") d. i. Was schon
geschehen und nock geschehen kann, 2 Bde.
(Großwardein 1861, 8".); -
", d. i. Geistesfunken. Impro-
visationen und witzige Aussprüche aus
dem öffentlichen und Privatleben berühm»
ter Männer (Pesth 4862. Heckmast. 8".);
") d. i. Die gute alte Welt. Novel'
lensammlung (Pesth 1863. Emich, 12",);
— „^ö7tsm67!^6^ Hst ^i6ll", d. i. Ge.
dichte in zwei Bänden (Pesth 4863,
Lauffer. 8«.). Außerdem ist L. fleißiger
Mitarbeiter in Vers und Prosa aller
ungarischen belletristischen Journale. Fri
scher Humor
charakterisirt
L.'s novellistische
Schriften, seine Dichtungen sind leicht
und gefällig" als Satyriker ist er witzig
uud scharf.
d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von
Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy
und Joseph Daniel ik (Pefth 1856. Gustav
Emich, 8».) S, 293; — dasselbe, zweiter den
elften ergänzender Theil, S. 407. — Ungarns
Männer der Zeit. Viograsien und Karat»
teristiken heruorragendsterPersönlichkeiten. Aus
der Feder eines Unabhängigen (Prag 1862, A.
G. Steinhauser, «".) S. 185. — Album
hundert ungrischer Dichter. I n eigenen und
fremden Uebeisetzungen. Herausgegeben von
E. M. K ertbeny (Dresden und Pesth 1854.
<2°.) S. 402 u. 507.
Laurencin d'Armond, Ferdinand
Peter Graf (Musikgelehrter, geb. zu Kremsier in Mahren im Jahre 1819).
Seit seinem fünften Lebensjahre der
Erziehung des Privatgelehrten Wilhelm
Wildfeyr anvertraut, erhielt er von
diesem Unterricht in den alten und neue»
ren Sprachen und ihrer Literatur und in
der Musik mit Einschluß des General-
bafses und Contrapunctes, wobei sich
die-
ser Pädagog einer nur ihm eigenthüm»
lichen und leicht faßlichen Methode be.
diente. Nicht ohne wesentlichen Einfluß
auf den Knaben war der hausige gesellige
Verkehr mit dem Cardinal«Erzbischof von
Olmutz Erzherzog Rudolph. in dessen
Diensten als Obersthofmeifter der Feld-
marschall'Lieutenant Ferdinand Graf
L.. der Vater des Knaben, stand. Erz-
herzog Rudolph M . VI I , S. 143,
Nr. 280^ s^bst war ein großer Musik»
freund und Musikkenner und Vieles zur
Erkenntniß der classischen Werke Bach's
und Beethoven's verdankt L. seinem
fürstlichen Mäcen. Acht Jahre, von 4824
bis 1832, leitete Wildfeyr L.'s Erzie-
hung. Im letztgenannten Jahre kam 3.
auf das Gymnasium nach Brunn und setzte
auch dort seine Musikstudien unter Anlei-
tung des CapellmeisterS Rieger und
Muflkoirectors I . A. Nov otny auf das
Eifrigste fort. Im Jahre 1836 begann
3. daS Studium der Philosophie unter
dem Augustinermönch Franz Kläcel
d.XU, S.1). der damals bereits, und
wohl der Erste, als Professor der Philo»
sophie am Brünner Lyceum nach Hegel
vortrug und als Poet und Denker einen
mächtigen Einstuß auf seine Zuhörer und
auch auf 3. übte. Nach beendeten philo»
sovhischen Studien begab sich 3. nach
Prag, um an der dortigen Hochschule die
philosophische Doctorwürde zu erlangen,
unter W. I . Tomaschek (1837—1839)
und C. F. Pirsch (1839—1841) aber
seine musikalische Ausbildung fortzusetzen.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon