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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 225 -
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Seite - 225 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Lausk« 223 freund. Zeitschrift für militärische Interessen (Wien. gr. 4<><) 'V. Jahrg. (1852). S. 383. — Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar, B. F. Voigi. kl. 80.) XXX. Jahrg. (1832). S. 514. Nr. 260. — Die Lauseter von Lusek stammen aus dem ehemaligen Bechi» ner Kreise in Böhmen, wo sie unweit des Fleckens Kaplih das Schloß 3 useck (Lauseck) besaßen. Dasselbe wurde aber zur Zeit des Passauer und zum andern Male zur Zeit des Hussitenkrieges zerstört, bei welcher Gelegen« hcit auch das FamiliewArchiv mit allen Do» cumenten und sonstigen Schriften zu Grunde ^ing. Jedoch wurde die Familie, im Lande Böhmen immer als altadelig angesehen und schloß auch Ehen mit Adelsfamilien. In Be< rücksichtigung dieser Umstände, sowie der von einzelnen Familiengliedern dem Staate gelei« steten Dienste wurde dem damaligen Tarator der königlich böhmischen Landtafel, Adal-bert Georg LauSeker, dem Großvater des obi» gen Obersten Joseph L., mit Diplom vom 18. October 1763 neuerdings der Adel und das nachstehende Wappen verliehen. Gevier« teter Schild, i und 4: I n Blau zwei in's Kreuz gesetzte goldene Pfeile mit nach oben gerichteten Spitzen; 2 und 3: in Roth ein zur Rechten zum Sprunge gestelltes silbernes Einhorn. Auf dem Schilde ruht ein rechts« gekehrter gekrönter Turnierhelm. Auf der Krone befinden sich zwischen in der Mitte quer — der vordere oben Gold, unten blau, der hin» tere oben roth. unten Silber — abgetheilten Büffelhörnern die zwei in's Kreuz gestellten goldenen Pfeile mit nach oben gerichteten Spitzen. Die Helmdecken sind rechts blau mit Gold, links roth mit Silber belegt. .Lauska, Franz Ignaz (Ton fetz er, geb. zu Brunn 13. Jänner 1769, gest. zu Ber l in 18. April 1823). Wo und unter wem er sich in der Musik und zwar vornehmlich im Clavierspiel ausgebildet, ist nicht bekannt. Kaum 24 Jahre alt, war er bereits als Kammermusicus im Dienste des Churfürsten von Bayern. Dann machte er größere Kunstreisen, und ließ sich zu Frankfurt a. M., Hamburg, Ko- pcnhagen und Berlin als Claviervirtuos überall mit großem Erfolge hören. I n den ersten Jahren des laufenden Jahr« Hunderts befand sich 3. auch in Wien, wo v. Würzbach, biogr.Lerikon. XIV. ^Ged er nach Gerber's Zeugniß (1804) bei Alb recht s b erg er den Contrapunct studirt haben soll. Während dieses mehr« jährigen Aufenthaltes daselbst, soll L.. wie Gaßner berichtet, sich mit Unter» richtertheilen in der Musik beschäftigt haben. Später übersiedelte er nach Ber« lin, wo er bis an seinen Tod — eine Reise nach Italien ausgenommen — als Musiklehrer lebte. 3. wurde als ein ferti- ger Pianist, der sein Instrument mit Ge< schmack behandelte, seiner Zeit gerühmt. Als Compofiteur war 3. auch thätig und seine Compositionen erheben sich auf 43 OMZ'Nummern; es sind Sonaten, zwei» und vierhändig für das Clavier, Rondo's, Variationen, Polonaisen, deutsche Lieder u. dgl. m. Seine Compo- sitionen wurden zu seiner Zeit gern ge» spielt und insbesondere seinem Opu.3 32: „ ^a^neseo Hion?-^ ano/o^s", sagt man viel Gutes nach. Gerber und Dla> b acz zählen einige seiner Arbeiten auf. Auch für den musikalischen Unterricht war 3. schriftstellerisch thätig und gab heraus: „Angenehme nnd nicht schwere Gunstiicke mit Applicatur tiir tmx Pmilllkorte", Ogus 33, und in Whistling'S musikalischer Literatur (S. 891) wird er gemeinschaftlich mit Beöwarowsky M . I, S. 218) als Herausgeber der in Berlin bei Schle< singer 1812 erschienenen „Kleinen prak. tischen Klavierschule" bezeichnet. Neue Wiener Musik'Zeitung, heraus- gegeben von Franz Glöggl. Jahrg. 1857 S. 8. ^Daselbst heißt es: „3. soll — nach Gerber — 1840 bei Albrechtsberger den Contrapunct siudirt haben". Das wäre also geschehen' als Lauska schon 70 Jahre alt war! Das ist ein Druckfehler und soll — wie es bei Gerb ersuch richtig heißt — 1804 statt 1840 stehen. Auch ist hier 1621 als L.'s Todesjahr angegeben.^ — Gerber (Ernst Ludw.), Neues historisch'biographisches Leri» kon der Tontunstler (Leipzig I8lö, A. Küh< nel. gr. 8<>.) Bd. I I I , Sp. 194. — NeueS . 25. Juli l863.) 15
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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