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Lauterbach 226 Lauterer
Universal-Lerikon der Tonkunst. Ange
fangen von Dr. Julius Schladebach, fort«
gesetzt von Ed. Berns dorf (Dresden 186?,
Rob. Schäfer, gr. 8".) Bd. I I , S. 72? ^ c h
diesem gest. am 28. April 1825). — Vaßner
(F. S. Dr.), Unwerslll'Leiikon der Tonkunst,
Neue Handausgabe in einem Bande (Stutt>
gart 1849, Franz Köhler. Lei. 8<>.) S. 631
snach diesem gest. im I . 1821). — Becker
(Carl Ferdinand), Systematisch«chronologischl
Darstellung der musikalischen Literatur von
der frühesten bis auf die neueste Zeit (Leipzig
1836, Robert Friese, 4<>.) Sp. 377 ftach die,
sem wäre L. am 18. April 1823 gestorben). —
Dlabacz (Gottfried Johann), Allgemeines
historisches Künstler-Lerikon für Böhmen . . .
(Prag 1815. Haase, 4«.) Bd. H, Sp. 186. —
Schuberth (Julius). Musikalisches Hand
buch. Eine Encyklopädie für Tonkünstler und
Musikfreunde (Leipzig und New-York, kl. 8".)
S. 158.
LllUterbach, Graf von. Den Titel
eines Grafen von Lauteibach und
Meilenhofen in Schwaben, führten
auch die Fürsten Porcia, deren einer
auf seinen Reisen statt des fürstlichen deS
gräflichen Namens von Lauteibach
sich zu bedienen pflegte; siehe: Porcill,
Fürst.
Lauterer, Jacob (TirolerLandes.
Vertheidiger, geb.zuPlaikennächst
Kufstein in Tirol 29. Juli 4777, gest. zu
Pfunds 17. Mai 1861). Sein Vater
Johann Stephan war Oberarzt in
Plaiken und übersiedelte später nach Hall,
wo er durch seine glücklichen Curen bald
weit und breit bekannt, und von der
Kaiserin Mar ia Theresia im Jahre
1760 durch ein ehrenvolles Decret aus«
gezeichnet wurde. Sein Sohn Jacob,
der sich gleichfalls dem feldärztlichen Be<
rufe gewidmet, trat in die Fußtapfen des
Vaters und that sich als Arzt und, als
Gefahr dem Vaterlande drohte, auch als
Schützenhauptmann in ehrenvoller Weift
hervor. Schon im Jahre 1797 wurde L..
der damals erst 20 Jahre zählte, von der Schützencompagnie in Kastelruth zum
Hauptmann gewählt. Mit derselben nahm
er am 2. März g. I . am Gefechte zu
Verli, Eingangs des Fleimserthales, der
Art wackeren Antheil, daß vornehmlich
seiner Tapferkeit und Umsicht die Rettung
der Haller Compagnie vor Gefangen»
schaft zu danken ist. Lauterer's Com»
pagnie zahlte nur drei Todte und vier
Verwundete. Noch in demselben Jahre
zog 3. zum zweiten Male mit einer InnS«
brucker Compagnie als Feldarzt nach
Pusterthal. Im Jahre 1799 stand 3.
wieder unter den Vertheidigern seines
Vaterlandes und zwar marschirte er das
'erste Mal als Feldarzt mit der freiwil-
ligen Tiroler Scharfschützen>Compagnie
des Obersten Grafen Säur au; das an«
dere Mal als Hauptmann einer Com»
pagnie von Hall und Thaur. welche nach
Engadein beordert wurde, bei welcher
Gelegenheit 3. den Transport von Natu«
ralien für drei wichtige Stationen in
unwegsamen Gegenden mit besonderer
Umsicht bewerkstelligt hatte. Im Jahre
1801 stand 3. als Feldarzt bei einer
Salzoberamts'Compagnic in Leutschach.
DaS denkwürdige Jahr 1809 aber sah
ihn wieder als Hauptmann einer Pfund-
ser Compagnie im Gericht Ehrenberg,
später zog er an der Spitze der zweiten
Compagnie aus Pfunds nach Innsbruck,
von da nach Vomperbach, wo er in
Tei mer's Abwesenheit als sein Adjutant
und Sturmcommandant am 17. Mai die
Convention mit Wrede abschloß. Zwei
Tage später, als von Seite der Tiroler
die größte Erbitterung gegen die Truppen
Wrede's herrschte, Wrede selbst aber
ich stark genug fühlend, unter keiner
Bedingung eine Verlängerung des Waf-
fenstillstandes gewähren wollte, beschwich»
igte 3. seine im höchsten Grade aufgereg.
AN Leute, die auf beiden Seiten des
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon