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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 229 -
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Seite - 229 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Lauhky 229 Lavagnoli Historienmaler verewigt. Wo zur Zeit dieses Bild sich befindet, ist leider nicht bekannt. Später nahm 3. — der seine Beförderung zum Corporal abgelehnt hatte — an allen Feldzügen in den Nie- derlanden, in Frankreich. Deutschland und Italien Theil, und bei Leipzig er» kämpfte er sich die goldene Medaille. Noch neun Jahre nach der Leipziger Schlacht diente er. dann nahm er, 1822, den Abschied, begab sich nach Tyrnau. wo er sich niederließ, noch im Jahre 1846, damals also schon 401 Jahre alt, lebte, und im genannten Jahre gar noch zu Fuß von Tyrnau eine Wallfahrt nach Maria-Zell unternahm. Auf dem Rück- wege hatte er sich verirrt und war von einem hochgestellten Officier in dem Orte Mauer bei Wien in seiner Huszarenklei« düng auf der Straße schlafend gefunden, und von diesem nach Wien gebracht wor< den. Später kam. er durch die Vorsorge seines hohen Gönners (der nicht genannt ist. aber wohl der Fürst Liechtenstein gewesen sein dürfte) auf den Lichtenstein bei Möoling, wohin der hundert und mehr Jahre alte Veteran zu Fuß gewandert war. Obwohl er an seinen Wunden — er hatte deren sieben — noch immer und zeitweise schwer litt, hatte er doch ein so hohes Alter erreicht. I n der Schlacht bei Aspern hatte er die zwei Mittelfinger sei» ner rechten Hand verloren, gab aber doch seinen Dienst nicht auf. und hielt, ein ech- ter Huszar und Held, mit den übrig ge« bliebenen drei Fingern die Standarte so fest, daß er sie nie verlox. Wie lange» nach 4846, er noch gelebt, ist dem Her« ausgeber dieses Lexikons nicht bekannt. Wiener allgemeine Theater«Zeitung. Herausgegeben, von Ad. Bäueule (Wien, gr. 4v.) 40. Jahrg. (1846). S. 643. LauHkl) von Straußenheim, Florian Joseph.(Geschichtsforscher, geb. zu Olmüh, gest. ebenda 10. Juli 1773). Er war anfanglich Pupillen-Notar, seit 1739 SyndicuS der Stadt Olmütz, wurde 1775 Primator (d. i. Rathsherr), aber genoß mcht lange diese Würde, da er noch im nämlichen Jahre in einer Sitzung vom Schlage getroffen todt blieb. 3. hatte sich, als Olmütz von den Preußen 1758 belagert wurde, solche Verdienste erworben, daß er in Anerkennung dersel» ben in den Adelstand mit dem Prädicate von Straußenheim erhoben und zum kaiserlichen Rath ernannt wurde. 3. hat eine „Geschichte und Beschreibung der Stadt Olmütz" verfaßt, welche jedoch Handschrift geblieben und sich in der Cerroni 'schen Manuscripten-Sammlung befindet. Sie ist nach d' Elvert's Ansicht in dem auf Kosten des Landesfondes (Brunn 1830) herausgegebenen I.Theile des Werkes:,MahrensGeschichtsquellen", welcher eben Cerroni's Handschriften« Sammlung enthält, abgedruckt, oder wurde doch zu der darin enthaltenen „To> pographie von Olmütz 4747" benützt; ferner befindet sich in den Sammlungen der historisch statistischen Section der mäh» risch-schlesischen Landwirthschafts-Gesell- schaft zu Brunn eine „Beschreibung der Tortur des H. Sarkander" und eine „äuooinota. äsäuatio, deren vornehm« sten Merkwürdigkeiten der kön. Haupt- stadt Olmütz", welche Heide von 3. verfaßt und gleichfalls noch ungedruckt sind. d'Elvert (Christian), Geschichte des Bücher, und Steindruckes, des Buchhandels, der Bü» chercensur und der periodischen Literatur u. s. w. (Brünn 1834. Rohrer's Erben, gr. 80.) S. 237, 309, 33?. Lavagnoli, Antonio (Schriftsteller, geb. zu Padua im Jahre 1718, gest. ebenda im Jahre 1806). 3. war als Professor an der Paduaner Hochschule durch viele Jahre angestellt. Er war
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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