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thung Platz greifen, ob nicht diese ver.
schiedenen Künstler Layer und Lair
-eine und dieselbe Person seien. Ueber
einige andere Künstler desselben Namens
vergleiche aber die Quellen.
Staf f ie r (Johann Jacob). Das deutsche Tirol
und Vorarlberg, topographisch mit geschicht-
lichen Bemerkungen (Innsbruck i347, Felic.
Rauch, 80.) Bd. I, S. 544. — Der Bote
für Tirol und Vorarlberg (Innsbruck, kl. Fol.)
Jahrg. 1857. Nr. 184: „Kunst". — Volts-
und Schützen.Zeitung (Innsbruck. 4«.)
Jahrgang 1863, Nr. 68. — Kunstwerke,
öffentlich ausgestellt im Gebäude der österr.
kaiserlichen Akademie der bildenden Künste bei
St. Anna in Wien (8°.) 1834, S. 7, Nr. 53;
1836. S. 6. Nr. 76; 1858. S. 25. Nr. 399;
1859, S. 9, Nr. 140. — Kataloge der
Monatsausstellungen des österreichischen Kunst»
Vereins. 1852. März Nr. 21; 1856. April
Nr. 36 u. 28; 1838. Jänner Nr. 38 ( I . R.
Lair). — Uebrigens führen Nagler in sei.
nem „Allgemeinen Künstler»Lerikon", Bd.VII,
S. 241, und Kukul jeviü-Sakcinski in
seinem ^slovnilc uln^stui^kd. HuF05lavsu.»
skik", d. i. Lexikon der südslavischen Künstler,
S. 213, zwei Künstler desselben Namens auf,
und zwar Nagler einen 1839 lebenden
Kupferstecher F. Laier, einen Tiroler Kunst«
ler, der sich der Unterstützung der Stände
erfreut und von dem er ein nach Edelinck
gestochenes männliches Porträt erwähnt, dieser
dürfte wohl eine und dieselbe Person mit unse»
rem FranzLayer sein, der vom Kupferstechen
zur Oelmalerei übergegangen ist. — Kutul<
jevi<5 aber berichtet von einem G. Leopold
Laier, Maler in Krain, oder wie er auch
geschrieben erscheint: Leier, der zu Ende des
18. Jahrhunderts in Krainburg gelebt und
von dem ein gut gemaltes Hochaltarbild sich
in der Dorfkirche zu St. Veit nächst Laibach
befindet, welches den „Heiligen Veit in den
Wolken, von Engeln umgeben" darstellt und
am unteren Rande mit <ü. I^sopolä I ^s r
xinx. 1796 bezeichnet ist. Sonst kommen seine
Arbeiten in vielen Kirchen Obertrains vor
und auch in Privathänden befinden sich deren.
CS sind meist kleine, höchstens mittelgroße
Vilder. I n den Figuren gelingt ihm beson»
ders der Gesichtsausdruck, alles Uebrige ist
gewöhnlich skizzenhaft gehalten.
Lllyer. Michael (k. k. UnterstaatS-
secretär , geb. zu Ha l l in Tirol 23. September 4796. gest. 7. December
4884). Sein Vater war Spitalverwalter
und später Stadtsyndicus zu Hall, wo er
im Alter von 88 Jahren, nur wenige
Monate vor seinem Sohne starb. Sein
Sohn besuchte das Gymnasium in Inns-
brück und beendete die philosophischen
Studien in Wien. Bei seiner Vorliebe
für den Bergbau begab er sich nun auf
die Bergakademie in Schemnih. Nach
Beendigung der montanistischen Studien
trat er 1813 als Praktikant bei der mon>
tamstischen Hofbuchhaltung in. Wien ein
und kam bald nach Auffee zur Verwen-
dung bei dem dortigen Salzwerke. I m
Jahre 1819 wurde er als Conceptsprak-
tikant zur Hofkammer in Münz» und
Bergsachen nach Wien einberufen. I m
Jahre 1823 begleitete er den damaligen
Hofsecretär Grafen Breuner auf einer
Reise, welche die geognostische Erforschung
der Karpathen und der Verhältnisse des
niederungarischen Bergbaues zum Zwecke
hatte. Der Bericht, den er damals in
Gemeinschaft mit den Grafen Breuner
über den Kremnitzer Bergbau an die
Hofftelle erstattete, machte diese zunächst
auf den jungen vielversprechenden Mann
aufmerksam und die Folge davon war,
daß er schon im nächsten Jahre der zur
Untersuchung des Idrianer Werkes ab»
geordneten Hofcommisfion beigegeben
wurde. Wie die Sachen damals standen,
so war es nahe daran, den weiteren
Betrieb dieses Bergwerkes einzustellen.
Daß dieser Beschluß nicht gefaßt und
die Fortsetzung der Arbeiten ausge-
sprochen wurde, daran hatte 3. nicht
geringen Antheil. Im Jahre 1824 wurde
3. PfantchauS<Adjunct in Hall, im Jahre
1828 Pfannhaus.Verwalter ebenda, und
im Jahre 1839 Berg« und Hüttenver-
Walter m Raibl; im Jahre 1834 erfolgte
seine Beförderung zum Oberbergamts-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon