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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 239 -
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Seite - 239 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Laiaiyky ^ 239 Laianzky Grafen An ton im hohcn Maße eigen, lBohemia (Präger polit. Blatt. 4«) t864, Nr. 144, S. 1710/j — 2. Ferdinand Ru- dslpH, ein Sohn Sebastian's von L. aus dessen Ehe mit Susanna Nebylowsky von Drahobuz. Er hatte eine ausgezeich» nete Erziehung genossen und trat dann in die kaiserliche Armee, in welcher er Oberst« lieutenant wurde. In den böhmischen Unruhen hat sich L. besonders hervorgethan. Auch be« gab er sich mit einer kaiserlichen Gesandtschaft in die Türkei. Dort versuchte er den berührn ten polnischen Helden und Fürsten Samuel Korecki, der in einem Gefechte mit den Türken in ihre Gefangenschaft gerathen war, zu retten. Es soll I . auch gelungen sein, Korecki einen seioenen Strick und ein Gefäß mit Scheidewasser, damit er sich befreie, zu« kommen zu lassen. Doch Korecki's Be, fteiungsversuch mißglückte, und der polnische Held endete in entsetzenerregender Weise. Als die Henker kamen um ihn zu erwürgen, stellte sich Korecki, der überhaupt eine riesige Stärke besaß, seinen Mördern gegenüber zur Wehre, biß einem von ihnen die Nase ab, wurde aber dann überwältigt und mit den eisernen Ketten so lange gewürgt, bis er seinen Geist aufgab. Ferdinand Rudolph galt als Kenner der Wissenschaften. Er ver- stand die hebräische, griechische, lateinische, spanische, französische, italienische und tür« kische Sprache. In Anerkennung seiner Ver« dirnste um die Krone wurde Ferdinand Rudolph im Jahre 4630 zum Freiherrn und schon im Jahre 1637 in den Grafen» stand erhoben. — 3. Georg. Einen Georg L. führt der böhmische Geschichtschreiber Balbin als Mitglied jener Gesandtschaft auf. welche im Jahre 985 Boleslaus' I., Herzogs von Böhmen. Tochter Dobrawka ihrem Gcmal Mieczyslaus, Herzog von Polen, zugeführt hat, dieselbe Dobrawka, welche gemeinschaftlich mit ihrem Gemal, mit Hilfe böhmischer Priester einen großen Theil der Polen für die christliche Kirche gewann. Mit diesem Georg hätte sich das Geschlecht der Laxanz ky auch in Polen in verschie« denen Linien ausgebreitet. Pavrocki in sei« nem Werke: ^Asrb? R^cei-Ltx?«, xolsIcisFo", d. i. Wappen des polnischen Adels, führt aber keine Familie dieses Namens auf; es müßte denn die der kazieüscy von Ja« strzybiec gemeint sein, wofür sich jedoch gar keine Anhaltspuncte darbieten. Welzel (Franz Martin), Geschichte der Böhmen (Prag 1817. 8°.) Theil I, S. 47.) — 4. Johann Graf L. (geb. 9. November 1774. gest. 24. Jänner 1830), ein Sohn des« Grafen Procop (I.) aus dessen erster Ehe mit Walburg is Gräsin Kolowrat< Kra- kow sky. Nach beendeten Studien trat er, 22 Jahre alt, als Auscultant bei den nieder» österr. Landrechten in Dienstleistung, wurde im Jahre 1796 Landrechtssecretär, 1798 Land. rath, kam 1803 zum k. böhm. Appellations» gerichte als Referent und wurde 1813 Präsi« dent der böhmischen Landrechte und oberster Landrichter, welcher Ernennung bald jene zum wirklichen geheimen Rathe folgte. Unter ihm und vornehmlich durch ihn erfolgte die Regulirung der böhmischen Iandtafel, welche in systematischer Anordnung und lichtvoller Eintheilung eine wahre Musteranstalt wurde. Von ihm besteht auch eine Militär-Stiftung im Betrage von 581 ss. zur Betheilung der aus den Schul-Compagnien zur Truppe aus» tretenden Zöglinge. ^Oesterreichs Pan» theon. Gallerie alles Guten und Nützlichen im Vaterlcmde (Wien 1830, M. Chr. Adolph, 8°.) Bd. I I , S. 151.) — 5. Joseph Graf 3. (geb. 24. Mai 1808). ein Sohn des Grafen Maximi l ian L. aus dessen Ehe" mit AntoniaGräsin Trautmannsdorff. Er ist ein Neffe der Grafen Johann sNr. 4) und Procop sNr. 9) und ein Vetter deS Grafen Leopold ^S. 236). Von dem Grafen Joseph erschien die Schrift: „Finanz»Pro- ject" (Gratz 186t, 8<>.). — 6. Karl Maxi- milian Graf L. (geb. zu Prag, gest. im Jahre 1693), ein Sohn Ferdinand Ru» dolph'S, ersten Grafen der Familie Ia< Tanzky. Wurde von dem gelehrten Jesuiten Bohuslaw Balbin erzogen, der in ihm den Grund jener wissenschaftlichen Bildung legte, ob welcher L. von seinen Zeitgenossen so sehr gerühmt wird. Im Jahre 1667 wurde 3. als böhmischer Appellationsrath auf der Her» renbank installirt; l678 Hof'Vicekanzler, 1685 Präsident bei der Appellationskammer, 1687 wirklicher geheimer Rath und im folgenden Jahre oberster Lehenrichter. Wenn es im Z ed» ler'schen Lexikon (Bd. XVI, Ep. 859) heißt, „daß Karl Maximilian den gräflichen Titel an sich gebracht", so ist dieß ein Irrthum, da diesen bereits sein Vater Ferdinand Rudolph im Jahre 1637 erworben; Kar l Maximi l ian wurde nur mit Nescript vom , 10. Februar 16L4 der Titel Hoch« und Wohlgeboren verliehen. — 7. Leopold Graf L. ll. d. besonderen Artikel S. 236). —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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