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Präsident der königlichen Tafel und 1749
Präsident der fiebenbürgischen Stände
Ein um sein Vaterland vielverdienter
Mann, wurde er im Jahre 1733 Baron
die Zeit seiner Erhebung in den Grafen
stand ist nicht ermittelt, doch wird ange
nommen, daß sie im Jahre 1743, ein
Jahr vor seiner Ernennung zum Prasi
denten der kön. Tafel, erfolgt sei. 3.
besaß eine ungewöhnliche Bildung, so
sprach er z.B. neun Sprachen: die unga»
nsche, deutsche, slavische,. .französische,
italienische, englische, türkische, griechische,
jüdische und verstand auch vollkommen
dos Persische. Er hat mehrere Schriften
in ungarischer und lateinischer Sprache
herausgegeben, diese sind:
e^o."
poli 1733, 4".); 65 scv-
1742); —
ei
(Oidinii 1744, 4«.); — „Oäos
/6^ sms^Hsciess HH <?^<35 ^,^6^)26^") d. i.
Das vernünftige Wesen oder Aufschwung
der denkenden Seele durch Betrachtung
der Geschöpfe zum Schöpfer (Klaufenburg
1743, 8".)', — „Zöv/clsn SFi/äs/o^att
^67-^6^6^ FsoFT-aF^ich'n", d. i. Lehrbuch
der Geographie für Kinder (Klausen»
bürg 1730); — „/nneMaxo^a va?c5
«isni cieess>6is^", d. i. Göttliche Lob«
gesange auf die Festtage (Klausenburg 1760), eine Uebersetzung aus dem Fran»
zösischen; — „H
1762, 8".); —
1762); — „
ioxoli 1763, 8o.); »
s" (Oidwii 1769, 8".);
östt
, d.i.
Elorinda oder Geschichte der in verschie-
denen Landern vorkommenden Selten»
heiten (Hermannstadt 1766, noch einmal
Pesth 1791, 80.); dieses Buch eigentlich,
dessen Werth freilich von der heutigen
Kritik um ein Bedeutendes herabgesetzt
wurde, war es, das den Namen des
Grafen Iäzär in die literarischen Kreise
einführte. AlS es erschien, war eS ein
modernes Buch und wurde viel gelesen.
3. schildert darin Spaniens Unterwerfung
durch die Mauren und benutzt als Motiv
die Sage von dem Könige Nodriguez.
Toldy, dessen Urlheil doch wohl maß«
gebend ist, bemerkt anlaßlich dieser Dich.
tung, „daß der Verfasser zwar nicht ohne
aÜeS poetische Talent, aber ohne Ahnung
von den Anforderungen der Kunst sein
Werk in fünf Gesängen mit Beschreibun-
gen und Episoden aller Art angefüllt habe,
die ohne allen Zusammenhang mit seinem
romantischen Stoffe sind, bis er endlich
diesen selbst im sechsten abhandelt". Den
Schluß seiner gedruckten Schriften bildet
das didactische Gedicht: „Os
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon