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Anstalt, wie die in Rede stehende, zu über»
wachen und zu leiten. ^201-5223 rĂĽkrs ,
d. i. Reichsspiegel (belletristisches Journal,
Pesth. kl. Fol.) 1864, Nr. 20: „ftr. 1.626?
TälNilu,", von D. Farkas, mit Colo»
man's Porträts — 3. Franz (geb. 5673,
gest. 1742). ein Sohn desStephan M . 10)
aus dessen zweiter Ehe mit ChristineKeresz«
thury. Auf den Landtagen der Jahre 1701
und 1702 fungirte L. als königlicher Beamter
und wurde am 9. März 1702 von Leop 0 ld I .
in den Grafenstand erhoben. In den Ratoczy«
schen Unruhen hielt er zuRakoczy, war in
denselben als Csikerhauptmann thätig, empfing
aber auch bald den Lohn dafĂĽr, indem ihm
der kaiserliche General Rabutin durch
Acton sein Schloß in Szarhegyi nieder«
brennen ließ, auch wurden seine Güter ein»
gezogen, jedoch erhielt er sie mit königlichem
Befehl im Jahre 1711 wieder zurĂĽck. Im
Jahre 17t2 erschien er auf dem Landtage zu
Hermannstadt und wurde im folgenden Jahre
Ausschußmitglied der Deputation zu Udv6r«
hely. Vom Jahre 1720-1723 befand er
sich als königlicher Gesandter in der Mol»
dau, wurde aber in der Zwischenzeit, 20. März
1721, Präsident der königlichen Tafel, 1722
königlicher Oberrichter von Csik. In drei-
maliger Ehe mit Nargaretha Gräfin Vornis.
dann mit äusanna Gräfin CMu und zuletzt mit
öopljie Freiin Bosr erzeugte er sechs Söhne
und fünf Töchter, von deren ersteren La«
dislaus und Gabriel das Geschlecht fort«
pflanzten, das noch in den von Beiden ge«
stifteten Zweigen fortdlĂĽht. ^ <3r<5k 1,6-
26? 052.166, d. i. Die Grafenfamilie
L6z6r (Klausenburg 1858, 8«.) S. 206—22Z,
Nr. 70.) - 4. Georg (geb. zu Sz6rhegy
im Jahre 1807). ein Sohn des Grafen
Sigismund ^Nr. 8). Trat im I . 1819 in
die kaiserliche Arme, in welcher er stufenweise
vorrĂĽckend im Jahre 1829 alS Oberlieutenant
in das Infanterie-Regiment Cmerich Freiherr
Bakonyi Nr. 33 kam und in demselben zum
Hauptmann vorrĂĽckte. Im Jahre 1848 trat
er unter die Honvsd, machte mit seinem
Schwiegervater, dem Feldmarschall'Lieutenant
Moga die croatische Campagne mit, ver»
blieb wie dieser trotz des von dem FĂĽrsten
Windischgrätz am 17. October erlassenen
Aufrufes zur kaiserlichen Fahne zurĂĽckzukehren,
in der Revolutionsarmee, in. welcher er in
kĂĽrzester Zeit zum General ernannt wurde
und mit Kossuth und seinem Anhange die
österreichische Grenze überschritt. Die k. t. militärisch»politische Central«Untersuchungs»
commission in Ofen verurtheilte unterm
3. Februar ls50 den Grafen, der sich auS
eigenem Antriebe dem Kriegsgerichte gestellt,
zum Verluste der Officierscharge, zur Ehrlos«
erklarung und zum Tode durch den Strang.
Fürst Windischgrätz aber milderte das
Urtheil auf zehnjährigen Kerker. Nachdem der
Graf anderthalb Jahre seiner Haft in Kuf»
-stein abgebĂĽĂźt, wurde er am 9. August 1850
begnadigt und ihm auch später seine Haupt»
mannspension bewilligt. Er hat sich noch
vor der Revolution mit Eleonora, Tochter des
Generals Woga, vermalt, und lebt nun, mit
Landwirthschaft beschäftigt, auf seiner Be>
sitzung Szasz.Erked. ^Levitschn igg (Hein.
rich Ritter von), Kossuth und seine Banner«
schaft. Silhouetten aus dem Nachmärz in
Ungarn (Pesth 183«, Heckenast, 8».) Bd. I I ,
S. 117. — H. fti-öt 1.2221- osaläs,
wie oben. S. 273. Nr. 123.) — 3. Johann
Graf L. s^iehe den besonderen Artikel S. 241).
— 6. Joseph (II.) (geb. zu SzaSz.Erked
19. März 1782), ein Sohn des Grafen Jo-
seph (I.) L. aus dessen Ehe mit Rosalia
B o r n e m i s z a . Graf I 0 fepb trat.
20 Jahre alt, im Jahre 1802 in die kaiser«
liche Armee, mit welcher er die FeldzĂĽge
1805—1809 mitmachte. Er war Adjutant des
Grafen Kolowrar. Im Jahre 1812 trat
er aus den Reihen der Armee und vermalte
sich mit Esther Psch^. In den politischen
Kämpfen seines Vaterlandes gleichfalls wie
viele andere Magnaten eine Rolle spielend,
gehörte er zur Oppositionspartei und war in
diesem Sinne auch auf dem I834ger Land»
tage thätig. Im Jahre 1848 hielt er zur 3le»
volutionspartei, kam aber in die Gewalt
des kaiserlichen Generals Gedeon, worauf
er bis zum 11. März 1849 zu Hermannstadt
in Haft gehalten wurde. Von seinen Söhnen
dienten Albert, Dionys und Moriz in
der Revolutionsarmee. Letzterer war auch
einige Zeit Nrban's Gefangener. Nach her»
gestellter Nuhe zog sich Moriz nach Bilak
im Dabokaer Comitate zurĂĽck, wo er sich mit
Landwirthschaft beschäftigt, aber auch für die
Interessen seines Vaterlandes publicistiscb
thätig ist. ^ 6 ro t 1.6261- osKlää, wie
oben. S. 240, Nr. 78.) — ?. Ladislaus (geb.
5. März 1780, gest. 19. Juli 1864). ein Sohn
Stephan's aus dessen Ehe mit Elisabeth
Gräsin Hall er. Im Jahre 1739 trat L. in
den Staatsdienst, wurde 1806 Präsident der
königl. Tafel in Siebenbürgen und war 1809
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon