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schüft, aus welchem Anlasse gegen Barcsay
eine Erhebung stattfand, die Lä-är'S Be.
freiung zur Folge hatte. Später stand L. an
der Spitze jener Partei, welche die Wahl
Kemsny's zum Fürsten von Siebenbürgen
unterstützte. Als später die Türken an Ke<
msny's Stelle die Wahl Michael Apa ffy's
bewirken, schlug sich 2. auf Ap affy's Seite,
sagte sich aber bald wieder von ihm los und
machte mit Paul Beldi gegen Apaffy
gemeinschaftliche Sache, dieser aber nahm L.
gefangen und hielt ihn im Schlosse Fogaras
in Haft, in der er auch nach 9 Monaten im
Alter von 33 Jahren starb. Aus seiner zwei«
maligen Ehe. zuerst mit Aatyarina petki und
dann mit Christine Aereszthur^. welche nach
seinem Tode sich zum andern Male mit dem
Sohne Paul B e ldi's verbeirathete, hatte er
fünf Kinder, aus erster Ehe einen Sohn und
eine Tochter, aus zweiter zwei Söhne und
.eine Tochter. Franz sNr. 3), der ältere Sohn
aus der zweiten Ehe, pflanzte, den Namen
fort. ^ 6 r ä t l .ä2är osaläH, wie oben,
S. 155-203, Nr. 65.)
lll. Wappen. I n blauem Felde, im unteren
Theile desselben eine, jedoch nicht auf dem
Rande aufliegende, goldene mit Edelsteinen
besetzte Krone, aus welcher ein von einem
goldenen Pfeile mitten durch den Leib ge-
schossener Hirsch von natürlicher Farbe — die
Pfeilspitze ist nach Links gerichtet — hervor«
springt. Der Kopf des Hirsches ist rechts von
einem goldenen Halbmonde, dessen Sichel rechts
gekehrt, begleitet; den beiden Geweihen des
Hirsches ist aber ein goldener sechseckiger Stern
eingestellt. Den Schild bedeckt die Grafenkrone.
Lä.zär, Nikolaus (Schriftsteller,
geb. zu Nä.dudvarim Szabolcser Co«
mitate Ungarns 24. December 1814).
Besuchte die Normalschule in feinem
Geburtsorte, die Grammatialclaffen zu
Großwardein, die beiden Humanitäts-
claffen (jetzt 3. und 6. Classe) zu Kaschau
und hörte die Philosophie an der könig-
lichen Akademie zu Großwardein. worauf
er daselbst, um die Theologie zu studiren,
1832 in's Seminar eintrat. Neben seinen
Berufsstudien betrieb er mit Eifer die
deutsche Sprache. Nachdem er am 1. Jan«
ner 4838 die heil. Weihen erlangt,
trat er sofort als Caplan zu Szilägy- Somly<5 in die Seelsorge. Im nämlichen
Jahre noch kam er in gleicher Eigenschaft
nach Uj.Palota; im Juni des folgenden
Jahres nach Großwardein, wo er mit
Franz Hovänyi Md. IX, S. 343^.
seinem früheren Schulgenoffen, der da«
selbst Studienprafect und Frühprediger
in der Domkirche war, daS Studium der
italienischen und französischen Sprache
aufnahm, und auch jenes der classischen
Sprachen fortsehte. Mit ihm gründete er
auch einen literarischen Priestorverein, als
dessen Präsident Hovänyi und als
Secretär Lazar thätig war, der sich
aber
schon nach nur kurzer Wirksamkeit wieder
auflöste. Als im Jahre 1842 sein Pfar-
rer starb, versah er einige Zeit als dessen
Stellvertreter das Pfarramt, kam 1844
nach WardeinMasz, wo er in den allge-
meinen Congregationen des Bihärer
Comitates als politisch geistlicber Redner
auftrat; auch brach er eine Zanze für
seine Kirche und die Aufrechthaltung der
bestehenden Ordnung im Journal: ^lem-
soti 11)32^ d. i. V(,llszeitung, für das
er zuerst unter dem Pseudonym Toä i ,
später unter I 'rsrs äs Claris schrieb.
Im Jahre 1843 wurde er als Prediger
nach Debreczin übersetzt, dort trat er im
katkolikus NsMx, d. i. Katholisches
Volksblatt, und in dem im Jahre 1847
zuerst erscheinenden TatkoliknZ Naxtär,
d. i. Katholischer Kalender, als geistlicher
Liederdichter auf und schrieb für die
lieliFio, ein magyarisches Kirchenblatt,
mehrere Artikel über den Ursprung der
Debrecziner Kirche, ihre Vergangenheit
und Gegenwart. An der 1848ger Revo«
lution hatte er sich in so weit betheiligt,
daß er am 23. November 1849 verhaftet
und in Untersuchung gezogen wurde. Am
10. Juli 1830 seiner Haft entlassen,
stand er nun ohne geistliches Amt sich
selbst überlassen da. In dieser Lage half
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon