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289 Fazarim
Schreibart, das doppelte z (Lazzarini) unter-
scheiden, während diese sich des einfachen z
(Lazarini) bedient und die Schreibung mit
einem doppelten nur irrigerweise vorkömmt.
Nach Kram sind die Lazarini bereits um
die Mitte des 16. Jahrhunderts gekommen,
und ein Franz Lazarini , der durch seine
Ehe mit einer verwitweten Freiin Hasser von
Hassersteill in den Besitz der GĂĽter Gutteneck
und Iablanitz gelangte, erhielt auch mit
Diplom vom 1. März 1394 den Reichsadel
Die reichsfreiherrliche WĂĽrde kam durch zwei
Verleihungen in die Familie: Mit Allerh.
EntschlieĂźung vom 22. April 1769 (Diplom
vom 6. November 1770), welchem zufolge
der Oberstwachtmeister des Infanterie«R
mentes Baron Moltke, Adam Ludwig von
L. zugleich mit seinen BrĂĽdern Franz Karl
und Kar l Leopold in den Freiherrnstand
erhoben wurde und dann mit Diplom vom
1. August t7?1, durch welches den Vettern
der Vorgenannten Georg Ludwig, Ignaz
Gottfried, Franz Anton und Franz Jacob
der Freiherrnstand verliehen ward. Die un>
gemein stark verbreitete Familie blĂĽht zur
Stunde in vier Linien, und zwar in jener
zu Iablanitz, Flödnigg, Zobelsberg und Gut»
teneck'Pöls. Die erstere, die Iablanitzer Linie,
zerfällt in zwei Nebenlinien, nämlich Lazza,
rini und Lazzarini'Battiala, da den BrĂĽdern
Joseph, Jacob und Nikolaus Freiherren
von Lazarini mit k. k. Allerh. Entschlie»
ßung vom 28. September 1859 (Ministerial»
Erlaß vom 10. December 1860) die Vereini»
gung des Namens Batt ia la — nach ihrer
Mutter Margaretha geborncn Contessa
Batt ia la — mit ihrem Familiennamen ge<
stattet wurde. Das Incolat von Krain besitzt
die ganze Familie seit dem Jahre 1687; jenes
von Steiermark die Linie von Flödnigg seit
13. November 1807. jene zu Gutteneck'Pöls
seit 26. März 1808. Diese letztere ist auch
bereits im Mannsstamme erloschen und lebt
von dieser Linie nur noch Grnestine Gleo»
nore (geb. ?. Mai 1798). Stiftsfräulein zu
Laibach. Den heutigen Familienstand des
ganzen Geschlechtes weist das „Gothaische
genealogische Taschenbuch der freiherrlichm
Häuser auf das Jahr 1864". S. 446—451,
nach den einzelnen Linien aus. sMuellen.
k) Handschriftliche. Abschrift der Allerhöch-
sten Entschließung ääo. 22. April 1769. durch
welche Adam Ludwig und seine BrĂĽder
Franz Karl und Karl Leopold in den Frei-
Herrnstand erhoben werden. — Freiherrn- Dip lom vom 6. November 1770 für die
Vorgenannten. — Freiherrn - Diplom
vom 1. August 1771 fĂĽr Georg Ludwig,
Ignaz Gottfried, Franz Anton und Franz
Jacob. — b) Gedruckte. Gothaisches
genealogisches Taschenbuch der frei»
h errl i ch en Häuser (Gotha, I . Perthes, 320.)
Jahrgang 1864, S. 446—451; Jahrg. 1849,
S. 238—243. — Kneschke (Ernst Heinrich
Dr.), Neues allgemeines deutsches Adels.Leri»
kon (Leipzig 1839, Friedr. Voigt. 8°.) Bd. V,
S.424. — Schmutz (Carl). Historisch.topo»
graphisches Lexikon von Steyermark (Gratz
1322, Kienreich, gr. 8«.) Bd. I I , S. 360.)
N. DenkwĂĽrdige SproĂźen der Freihernifannlie von
Llyariln. 1. Dieses edle Geschlecht Krams
hat vorzugsweise in der kaiserlichen Armee
gedient und noch zur Stunde befinden sich
acht Sproßen desselben als Stabs- und Ober»
Ofsiciere in derselben. Des Majors Franz
Freiherrn von L., der bei Bierbeck in SĂĽd-
brabant vor dem Feinde gefallen, ist bereits
(S.238) gedacht worden. Zwei andere Laza-
r ini 's, Johann Vaptist und Joachim
Dismas, beide Lieutenants im damaligen
Franz 33. Graf Harrach-, heute Freiherr von
Maroiöiä-Infanterie-Negiment Nr. 7. starben
den Heldentod in der Schlacht bei Hochkirch
(13./14. October 1758). - 2. Ignaz Lud.
wig Freiherr von L. (geb. 11. Februar 1799),
von der Linie Zobelsberg, lebt als Statthat»
tereirath in Ruhestand zu Gratz. Ein Freund
der Literatur und Poesie, hat er sich beiden
in seinen MuĂźestunden zugewendet und auĂźer
mehreren, 1829—1838 zerstreut erschienenen
Gedichten noch folgende Schriften herausgege«
ben: „Beschreibung des Brandes von Maria-
Zell im Jahre 1827"; — „Ueber die Koch» und
Schankgewerbe in Steiermark" (1837); —
„Kleine Streifzüge im Gebiete der Gegen»
wart" (1549). — 3. Joseph Philibert Frei»
Herr von L. (geb. 23. August 1816). von der
"jĂĽngeren Nebenlinie Lazarini-Iablanitz, hatte
das Studium der Rechte beendet und war
bereits in den Staatsdienst getreten, hat aber
denselben später wieder aufgegeben. Er beklei»
dete darauf ein Lehramt an der nautischen
Handelsschule zu Fiume. Gegenwärtig lebt
er in BrĂĽnn mit seiner Gemalin Ida, einer
gebornen Gräsin Varbo von wannsiein (geb.
20. Juni 1823). welche daselbst Vorsteherin
in einer Mädchen« Erziehungsanstalt ist. Er
selbst redigirt aber das BrĂĽnner Journal:
„Der mährische Correspondent", ein unabhän-
giges Blatt der liberalen Partei. Freiherr
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon