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Lazanni 260
Joseph hat sich in früheren Jahren mit
einigem Glücke auf dem Gebiete der lyrischen
Dichtung versucht. Die Frankl'schen „Sonn-
tagsblätter" bringen schon im Jahre 1846,
S. 244. ein humoristisch.satyrisches Gedicht
von L..als Probe einer Sammlung lyrischer
Gedichte, deren baldiges Erscheinen unter
Einem angekündigt wurde. Meine Bemühun-
gen, diese Sammlung zu Gesicht zu bekom»
men, waren vergebens; so daß^ch zweifle,
. sie sei wirklich herausgekommen/Wohl aber
> erschien von ihm, als er noch an der nauti«
schen Handelsschule zu Fiume angestellt war,
folgender Vortrag im Dmcke: „Ueber deutsche
Sprache und Literatur" (Fiumc 1837). Das
Gigl'Vowitsch'sche „Oesterreichische Bal-
ladenbuch" (Wien 1836) gibt im 2. Bande.
S. 134, den 23. November 1820 als sein
Geburtsdatum an, eine Zahl, welche von dem
23. August 1816, wie sie das „Frriherrlichc
genealogische Taschenbuch" angibt, stark ab-
weicht. — 4. Schließlich sei noch bemerkt,
daß die am 17. April 1863 zu Klcigenfurt
verstorbene Elisabeth Freiin von Laza-
r in i , nicht wie die „Wiener Zeitung" (1763,
Nr, 90 Abendbl.) meldet, eine Tochter des
Stephan Ritter von Kreß, sondern des
berühmten Technologen und Direktors des
technischen Cabinets Sr. Majestät des Kai'
sers Ferdinand, Stephan Nittcr von Kceß
^Bd. XI , S. 120), gewesen ist.
III. Wappen. Geuierteter Schild mit Hrrzschild.
Herzschild. In Silber ein mit goldener
Krone gekrönter doppelter schwarzer Adler mit
ausgebreiteten Flügeln und Fangrn nnd aufge-
schlagener rother Zunge. Hanvtschild. <: In
Noth ein rcchtsschreitender gekrönter goldener
Löwe mit offenem Rachen, ausgeschlagener
rother Zunge, aufgeworfenem doppelten
Schweife. Neber den Löwen liegen schräg»
links zwei schmale silberne Streifen, zwischen
denen drei schief gelegte blaue Lilien zu sehe^
sind; 2: in Blau zwei aufrecht gestellte,
zueinandergekehrte goldgekrönte Schlangen
von natürlicher Farbe; 3: in Blau ein mit
der Sachse einwärts gekehrter silberner Adler«
fiug; 4: in Noth zwei schräglinks gelegte
silberne Rosen. Auf dem Schilde ruhen drei
gekrönte Turnierhelme. Aus der Krone des
mittleren in's Gesicht gestellten erheben sich
fünf schwarze wallende Straußenfedern. Auf
der Krone des rechten nach innen gekehrten
stehen die Schlangen vom Feld 2, und auf
der Krone des linken, gleichfalls einwärts
gestellten Helms der in 1 beschriebene goldene Löwe. Die Helm decken sind zu beiden
Seiten roth und schwarz, mit Silber belegt.
Lazarini, siehe auch: Lazzanni
Lllzer, Johann Georg. Diesen Namen,
der einem geschickten, aus Pilsen gebür.
tigen Bildhauer angehören soll, führt
Nagler in seinem Künstler»Lexikon,
Bd. VII, S. 361, auf. Vergleiche die
Aufklärung dieses Irrthums in den
Quellen zur Biographie des Nikolaus
3äzä.r j^S. 247, Nr. 1, unter Wenzel
LHzär^.
Lazolliö, Aleri Simeon (Maler, geb.
zu Bielopolje in der Militärgrenze).
Zeitgenoß. Ueber den Bildungs' und Le>
bensgang dieses Malers ist nur wenig be«
kannt. In den I . 1828-1834 lebte und
arbeitete er in Dalmatien und malte für
Kirchen dieses Landes, aber auch für viele
christliche Kirchen in Türkisch-Serbien
und Bosnien zahlreiche Altarbilder; dar»
unter viele auf Holz und Blech und auch
in FreSco. Im Jahre 1829 malte er sechs
Bilder für das Kloster zu Reöewic, im
Jahre 183! restaurirte er mehrere Ge<
mälde in der sorinskischen Klosterkirche zu
Casieluuovo in Dalmatien und im Jahre
1.834 malte er ein größeres Altarbild für
die Kirche der in dcn Bocche di Cattaro
gelegenen Ortschaft Bielo. Das Jahr zu»
vor malte er auf byzantinische Art die
ganze Klosterkirche zu Reüevic. Ueber den
künstlerischen Werth seiner Arbeiten ist
nichts bekannt, jedoch wird, der unten
angegebenen Quelle zufolge, an einigen
Bildern bemerkt, daß sie stark abblassen.
^lt/vlt^vi'^-Ha/^i'ns/».'! ^/u«)i), 8Ic>vnik umHei>
nikkk HuFOLikvonäkId, d. i. Zerikon der süd»
slavischen Künstler (Agram lt>58, Ler. 8".)
S. 219
Lazzari, Franz (Architekt, geb. zu
Venedig). Zeitgenoß. Widmete sich dem
Studium der Architectur und bildete sich
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon