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Ledrecht 271 Le Drein
S. 1"8> Nr. 1722. — Leber's Grabstein.
L. liegt auf dem Währinger Friedhofe beige<
setzt. Seine Frau ließ ihm ein schönes Grab-
monument im gothischen Style setzen, wor<
auf folgende von Freundeshand (wohl uon
Feil) verfaßte Inschrift steht: HI0.
I 5NIDNNI0V8. 012)0 > N0LII.I8. VN.
I.VLNK l 5^1 . VIN^Is^.N IV.
0010L. I MO (Xüoill! OV^^.
III. IVII8. VN<ÜNI»lV. > NIV000I.VI >
I
NNVII. ^VVI.
DN8II1.
Lebrecht, Michael (Geschichtsfov
scher und Schriftsteller, geb. zu
Hermannstadt in Siebenbürgen am
16. November 1757, gest. zu Klein-
scheuern ebenda am 30. August 1807).
Der Vater, ein wohlhabender Bürger
in Hermannstadt, wollte seinen Sohn
ein Handwerk erlernen lassen, wozu
aber der Knabe durchaus keine Nei»
gung zeigte und sich vielmehr für die
wissenschaftliche Laufbahn entschied. Er
besuchte sonach das Hermannstadter
Gymnasium und wurde im Jahre 1778
Hauslehrer in der Familie eines unga»
rischen Edelmannes im Hunyader Comi>
täte. Im Jahre 1779 gab er diese Stelle
auf und begab sich
zur Beendigung seiner
Studien nach Deutschland, u. z. wählte er
die Universität zu Erlangen, wo er die
Vorträge Sukkow's, Seiler's, Ro-
senmüller's. Schreber's und Isen-
flamm's besuchte. Nachdem er in sein
Vaterland zurückgekehrt, beschäftigte er
sich theils mit Unterrichtertheilen, theils
mit literarischen Arbeiten und besorgte
einige Jahre hindurch die Redaction der
Hermannstädter Zeitung. Im Fe>
bruar 1784 erhielt er ein öffentliches
Lehramt am Gymnasium zu Hermann»
stadt, rückte dann im Jahre 1789 in die
Kirchendienste seiner Vaterstadt ein und machte alle Grade des Diaconates durch,
bis ihn am 11. Februar 1796 die Kir»
chengememde zu Kleinscheuern als ihren
Pfarrer berief. Er versah dieß Seelsor«
geramt durch eilf Jahre bis an seinen
Tod, der ihn im Alter von erst 30 Iah.
ren seiner Gemeinde entriß. Von seinen
Schriften sind im Drucke erschienen:
„Versuch einer GrbbeHmbnng deZ Grass-
türstenthums ZieblMrgen" (Hermannstadt
1789, Hochmeister, 8".; neue veränd.,
verm. und verbeff. Auflage ebd. 1802,
8".); - ^ „Nntrittsrebr, gehalten am 7. Sann-
tag nach GrmitatiZ über das ordentliche Fann-
(ebd. 1789. Mühlsteffen,
ichte der abarigineii dazischen
Völker" (ebd. 1791. Hochmeister, 8".); —
„Siebenbürgens Fürsten", 2 Theile (ebd.
1791 und 1792. 8<>.); — „Ueber den Natill-
der in Siebenbürgen beünblichrn
(Wien 1792, Hörling. 8".); —
„Men Johann Gllrnin's", diese letztge»
nannte Arbeit erschien gleich der vorigen
ohne Angabe seines Namens und war im
ersten Bande der siebenbürgischen
Quartalschri f t abgedruckt. Ein in
seiner Jugend verfaßter Noman „samml
Wrtendarn" war ungedruckt geblieben und
in seinem Nachlasse fand sich eine „Ge<
schichte der Wojwoden Siebenbürgens".
Siebenbürgische Prov inz ia lb lä t te r
(Hermannstadt, v. Hochmeister, kl. 8«.) IN. Bd.
(4803). S. !56: Nekrolog. — Neue Anna«
len der Literatur und Kunst in dem öfterrei»
chischen Kaiferthume (Wien, Ant. Doll, 4°.)
I I . Jahrgang (1808). Intelligenzblatt März.
Sp. l i9. — Schul er von Libloy (Fried-
rich), Kurzer Ueberblick der Literaturgeschichte
Siebenbürgens. Sylvestergabe (Hermannstadt
1857, Georg v. ClosiuS, 8".) S. 97.
Le Vreux, Michael Freiherr von
(k. k. Major und Ritter des Maria
TheresiewOrdens, geb. zu Termonde
in Flandern im Jahre 4769, gest. zu
Wien 4. August 1830). Nachdem er im
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon