Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 275 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 275 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

Bild der Seite - 275 -

Bild der Seite - 275 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

Text der Seite - 275 -

Abkeltern 278 Lebzeltern einer durch ihr Macenatenthum für Kunst und Wissenschaft und sonst treffliche Eigen- schaften im Lande in hohem Ansehen stehenden Familie angehört. Rannich er (I>), Das Haus Lebzeltern. Eine genealogisch-biographische Skizze (Her. mannstadt 1860, 8".) S. 8—12. I. Zur Genealogie der Grasen und Freiherren von Febzeltern. Die Lebzeltern find ein älteres deutsches Adelsgeschlecht, deren Spros« sen bereits als Mitglieder der Ritterschaft im Lande Meiffen erscheinen. Ein Johann L. war Rathsherr in Leipzig, und sein Sohn Jacob, der um die Mitte des 17. Iahrhun» derts blühte, war ein gelehrter Arzt ebenda, der sich durch mehrere medicinische Schriften bekannt gemacht hat. Die Brüder Thomas Jacob, Wolfgang Friedrich und Mang wurden schon am 10. März 1600 in den Adelstand erhoben und Kar l Wolfgang, mit dem unsere Stammtafel beginnt, weil wir von ihm die Filiation bis auf die Gegenwart richtig aufstellen können, wurde mit Diplom vom 29. August 1718 in den Ritterstand erhoben. Mit seinen Enkeln Jo- hann Nepomuk, Adam und Ludwig Leo- pold bilden sich dann verschiedene Linien. Karl Wolfgang's Urenkel Franz, desstn Mutter Cimlia geborne von Frendel nach dem Tode ihres ersten Gatten Johann Nep» muk von L. (gest. 1799) mit dem Staats« referendarius Freiherrn von Collenbach zum anderen Male sich vermalte, wurde von seinem Stiefvater dem Frcihcrrn von Collen» bach adoptirt, nahm mit seinem Familien« namen den des Aoovtivvaters an und wurde, als er in Folge des ihm verliehenen St. Stephan'Ordens statutenmäßig die Freiherrn» würde erlangte, mit dem Namen Freiherr von Lebzelte rn'Collenbach baronisirt. Dirse freiherrliche Linie Lebzelte rn<Collenbach blüht noch zur Stunde. — Karl Wolf. gang's Urenkel Ludwig, dessen Vater Adam im Jahre 1817 in den Fre'cherrnstand erhobm wurde, erlangte, aber nur für seine Linie, im Jahre 1823 die gräfliche Würde, sie erlosch auch bereits mit ihm (gest." 1834) im Manns» stamme. — KarlWolfgang's Enkel Ludwig Leopold ist aber der Stifter der beiden Aeste, des älteren und des jüngeren der freiherrlichen Linie Lebzeltern, von denen der ältere Ast mit den beiden Brüdern Heinrich und Leopold, am 22. April 1834 und am 26. März 1860. der jüngere mit Wilhelm am 16. März 1842 die freiherrliche Würde erlangte. — Innerhalb einer dritthalbhundertjährigen Zeit< Periode hat diese Familie eine stattliche Reihe ausgezeichneter Mitglieder aufzuweisen, welche sich als Staatsmänner. Kriegshelden und auf dem Felde der Wissenschaft hervorgethan haben. In der Diplomatie hat der Name der L. eine bewährte Geltung und bereits der dritte 3., nämlich Eduard Freiherr Lebzeltern* Collenbach, nimmt den portugiesischen Ge< sandtschaftsposten ein; die beiden früheren waren Adam Freiherr v.L. und Ludwig Graf v.L. Einzelne Sproßen dieses Geschlechtes wurden zu den schwierigen und verantwortlichen Stel» len von Erziehern der erlauchten Mitglieder des kaiserlichen Hauses fürgewählt, so war Wilhelm Freiherr von 3. Erzieher und später Vorstand des Hofstaates des Erzher' zogs Friedrich und sein unzertrennlicher Begleiter auf den verschiedenen Reisen nach dem Orient und nach England. Joseph Ritter von 3. war wieder dem Herzog von Reichstadt zugewiesen worden, um dessen militärische Ausbildung zu leiten. Auch auf dem Felde der Ehre haben einzelne Mitglie- der ihre Treue mit dem Tode für das Vater» land besiegelt, wie Karl Ritter von L. der schon 1767 vor Schweidnitz, und Ni lhe lm Freiherr von L., der 1849 bei Temesvär ge< fallen. Wie verdient sich wieder Einige von ihnen im inneren Staatsdienste gemacht, da» für geben Belege Franz und Heinrich, welche beide, und zwar Ersterer im Jahre 1826, Letzterer im Jahre 1834 für im Staats» dienste erworbene Verdienste in den Frei» herrnstand erhoben wurden. lMuellm. a)Sand- schriftliche. Grafen»Dipl 0 m für 3 udwig Freiherrn von L. vom Jahre 1823. — Frei» Herrn-Diplom für Franz Ireiherrn von Lebzeltern'Collenbach ääo. 26. Sep- tember 1826. — Frei Herrn »Diplom für Wilhelm Freiherrn von L. ääo. 22. April 1834. — Freiherrn »Diplom für Leo» pold Freiherm von L. ääo. 26. März 1860 und Fr ei Herrn »Diplom für Wi lhelm Freiherrn von L. ääo. 16. März 1842. — t>) Gedruckte. Rannicher (I.). Das Haus Lebzeltern. Eine genealogische» biographische Skizze (Hermannstadt 136U, Th. Steinhaus» ser, 8".). — Gothaisches genealogi» sches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser (Gotha, Iustus Perthes, 32».) Jahr« gang 1339, S. 416—422: — dciöselbe, Jahr- qana 1864, S. 451. — Kneschke (Ernst 18-i-
zurĂĽck zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich