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Lebzelten: 278 Abkeltern
auch mit ihm unsere Stammtafel beginnt.
Sein einziger Sohn Johann Leopold
pflanzte das Geschlecht fort. — 7. Leopold
Freiherr von L. ssiehe die besondere Lebens-
skizze S 279). — 8. Ludwig Leopold Ritter
von L. (geb. im Jahre 1738. gest. zu Temes«
vär 23. December 1799), der jüngste Sohn
des Johann Leopold Ritter von L.
Ludwig Leopold ist der Stammvater des
heut noch in zwei Aesten, dem älteren und dem
lungeren, fortblühenoen fteiherclichen Hauses
derLebzeltern. Er hat in der Wiener'Neu«
städter Militärakademie eine militärische Aus-
bildung erhalten, trat oann im Jahre 1737
als Fähnrich in das Infanterie «Regiment
Nr. 43, diente als Hauptmann im General-
stabe, wurde im Jahre 1784 Oberst und
zuletzt GeneralMajor und Festungscomman-
dant zu Trmesvär, wo er auch im Alter von
6i Jahren starb. Aus seiner Ehe mit Anna
von Unrein stammen vier Söhne, deren zwei,
Joseph und W i l h e l m , Ersterer den
älteren, Letzterer den jüngeren freiherrlichcn
Ast des Hauses Lebzeitern stifteten. ^Leit«
ner uon Leirnertreu (Th. Ign.). Aus»
führliche Geschichte der Wiener «Neustädter
Militär-Akademie (Hermannstadt 1832, Stein»
hauser, 8«) Bd. I , S. 433.) — 9. Lud-
niig Graf von 3. s^siehe die besondere Lebens«
skizze S. 280). — 10. Wilhelm Freiherr von
L. ls. d. besond. Lebensskizze S. 281).
III. Wappen. 1) Wappen der Linie Lehelterli-
Collendach. Der Länge nach gespalten. Die
rechte Schildesseite quer getheilt. DaS obere
Feld ist von Roth über Schwarz schrägrechts
halbirt und mit einem über die Theilungs»
linie gezogenen schräarechten silbernen Balken
belegt, den drei aufwärts kriechende natürliche
Bienen, eine hinter der andern, besetzen. In
der rothen Abtheilung über dem Balken bricht
links oben aus einer an dic Schildesspaltung
angeschlossenen blauen Wolke ein im El»
bogengelenk gekrümmter silbern gekleideter
Arm hervor, welcher in seiner aufwärts und
rechts gewendeten bloßen Hand ein offenes
Buch hält, dessen rechte Seite mit V und
linke mit 1^ (Vit.io I.i'dor) bezeichnet ist; in
der schwarzen Abtheilung unter dem Balken
erscheint ein aufrechtstehender, rechtsgewendeter
gekrönter goldener Löwe mit ausgeschlagener
rother Zunge und über den Rücken gewun«
denem doppeltem Schweife, in den Vorder«
Pranken einen silbernen Kubikstein haltend.
Das untere Feld der rechten Schildesseite ist
senkrecht getheilt; rechts in Gold ein einwärts- springender gekrönter rother Widder mi
blauen gekrümmten Hörnern; links von
Schwarz und Gold der Länge nach gespal»
ten, darin eine doppelte Lilie von gewechselten
Farben. Die linke Schildesseite ist quadrirt
mit einem senkrecht getheilten Mittelschild, in
dessen goldenem Felde ein an die Theilungslinie
angeschlossener gekrönter schwarzer halber
Adler mit ausgeschlagener rother Zunge und
uon sich gestreckten Krallen erscheint. D.as
linke rothe Feld des Mittelschildes ist mit drei
silbernen Halbmonden, einer unter dem andern,
deren Sicheln aufwärts stehen, belegt. Von
den übrigen vier Feldern zeigt 1: in Silber
auf grünem Boden einen grün belaubten
Baum; 2 und 3: in Gold einen schrägrechts
gewellten blauen Balken, der mit drei gol»
denen Kugeln auswärts belegt ist. Im unteren
Theile von 3 und 4 erhebt sich, unten zu
beiden Seiten die ganze linke Schildesseite
berührend, eine eingebogene mittelgroße rothe
Spitze, worin ein von einem Querbalken
getheilter silberner Herzschild schwebt, der von
drei zerschnittenen silbernen Nesselblättern,
zwischen welche eben so viele mit der Spitze
einwärts gekehrte silberne Nägel gelegt sind,
umgeben ist. Auf dem Schilde ruht die Frei»
Herrnkrone, auf der sich drei gekrönte Turnier»
Helme erheben. Die Krone deö rechten Helms
trägt einen offenen Adlerflug, dessen rechter
Flügel von Schwarz über Gold und linker
von Noth über Silber quergetheilt ist, dem»
selben ist der aufwärtsgcrichtete gekrümmte
silberne Arm mit dem Buche eingestellt. Die
Krone des mittleren Helms trägt einen vor-
wärts gekehrten gekrönten schwarzen Doppel«
adler mit ausgebreiteten Flügeln, ausge»
schlagcner rother Zunge und uon sich ge»
streckten Krallen, dcren rechte ein schwarzes
Banner an goldenem Schafte, die linke ein
rothes Banner an silbernem Schafte hält.
Die Banner stiegen auswärts ab und tragen
je mit goldenen Lapioarbuchstaben die In»
schrift I>ax. Auf der Kronc des dritten Helms
steht zwischen einem von Gold und Schwarz
abwechselnd quergctheilten offenen Adlerfluge
die von Gold und Schwarz senkrecht getheilte
Doppellinie. Die Helm decken des rechten
HelmS sind roth mit Silber, die des mittle«
ren schwarz mit Gold, jene des linken Helms
blau mit Gold. Die Schi ldhal ter sind zwei
einwärts stehende gekrönte schwarze Adler. —
2) Das Wappen des älteren Astes der frei-
herrlichen Linie der LeliMteru ist ein gevier»
teter Schild mit Herzschild. Im Herzschilde
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon