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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 282 -
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Seite - 282 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Abkeltern 282 Abkeltern Helm. mitzuwirken. I n dieser Stellung rückte L. bis zum Obersten vor, und als im Jahre 1837 Erzherzog Friedrich zur theoretischen und praktischen Ausbil« düng in seinem freigewählten Berufe nach Venedig sich begab, wurde ihm 3. als Begleiter zugewiesen und später zum Vorstand seines Hofstaates ernannt. Im syrischen Feldzuge 4840 blieb L. ununter- brochen an des neunzehnjährigen Erzher« zogs Seite, sein Schild in allen Gefah- ren. sein treuer und erfahrener Rathge- ber in allen Verhältnissen. Als er später mit dem jungen Prinzen nach Venedig zurückkehrte, begleitete 3. den Erzherzog auf allen seinen Reisen nach Algier, Por- tugal, zweimal nach England, und als der Prinz nach Venedig zurückgekehrt, bald darauf von jenem Leiden befallen wurde, das ihn so früh und unerwartet dahinraffte, wich 3. nicht von des Erz» Herzogs Krankenlager, seine Pflege auf das sorgsamste, wenngleich vergeblich überwachend. Im Jahre 1844 wurde 3. General-Major, im Jänner 1848 wurde er auf Vorschlag des General'Geniedi- rectorS und Oberdirectors der kaiserlichen Militärakademie zum Localdirector der Wiener - Neustädter Akademie ernannt. Drei Jahre, u. z. auch im I . 1848, als rings um Neustadt die Revolution alle Schranken des Gesetzes niedergerissen und ihre bösen Einflüsse sich immer weiter aus- gebreitet hatten, versah 3. diesen Posten und hatte ohne schützende Garnison die seiner Leitung anvertraute Jugend so geführt, daß sie nie ihre gesetzliche Bahn verließ, jede Störung beseitigt und ununterbro» chen Ruhe und Ordnung aufrecht erhal« ten wurden. Dieses Beispiel blieb auch nicht ohne Rückwirkung auf die Stadt selbst, welche im richtigen Gefühl dieses EinstuffeS durch ihre Bürgerschaft beim Scheiden L.'s von seiner Stellung, sich dahin äußerte, es seinem Beispiele und seinem Rathe zu verdanken, daß sie mit unverbrüchlicher Treus ihrem Kaiser und Herrn ergeben blieb und die ungestörte Ruhe erhalten wurde. Im Jahre 1831, nachdem er in der Zwischenzeit (1849) zum Feldmarschall »Lieutenant befördert worden, wurde 3. Präsidentens'Stellver« tretcr des commandirenden Generals beim niederösterreichischen 3a'ndes-Milirär- gerichte in Wien, von diesem Posten aber mit Allerh. Entschließung vom 29. März 1863 in Gnaden enthoben, unter Einem in Anerkennung einer sechzigjährigen aus« gezeichneten Dienstleistung mit dem Feld« zeugmeister-Charakter aä konorss und dem Orden der eisernen Krone erster Classe belohnt und in den Ruhestand versetzt. Auch früher schon wurden L.'s vielfache Verdienste um das Kaiserhaus und den Staat, zu öfteren Malen ausge. zeichnet. Am 8. December 1840 erhielt 3. den Orden der eisernen Krone zweiter Classe, u. z. wie es im Diplome heißt, sowohl „wegen seiner bewährten Treue und Anhänglichkeit an den Prinzen und an das kaiserliche Haus, als auch wegen seiner umrmüdeten Thätigkeit , Recht, schaffenheit und Klugheit, durch die er sich im (syrischen) Kriegszuge ausgezeich- net hat." Von mehreren Staaten wurde 3. mit Orden ausgezeichnet, der Sultan verlieh ihm außer dem Verdienstorden einen kostbaren Ehrensäbel und in Folge des syrischen Feldzuges ward er auch von England mit dem militärischen Bath» Orden geschmückt. Freiherr von 3. war mit Antonia gebornen Hertelendy von Hertelend (gest. 1869) vermalt, aus welcher Ehe nur noch zwei Töchter vorhanden sind, denn der einzige Sohn Wilhelm, der schon Major im Infan» terie - Regimente Leopold König der Belgier Nr. 27 war, fiel bei Temes-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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