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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 287 -
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Lechn» 287 Lechner rinen, aber auch derbe Naturen gelangen ihr vortrefflich. War das Lustspiel das eigentliche Feld, aus dem sie glänzt?, so leistete sie doch in tragischen Rollen, wie alsCordelia, Ophelia Vorzügliches. Mit Erfolg hatte sie auf den ersten deut« schen Bühnen: auf dem Wiener Burg» theater, auf dem Dresdener Hoftheater, in Hamburg und an anderen Orten Gast. rollen gegeben. Nach Ihrer Verheirathung mit Herrn A l l ram fügte sie ihremNamen Lechner den ihres Gatten bei. Bohemia (Prager Blatt, 4°.) Jahrg. 186l. Nr. 124, S. N68. — Wiener Zeitung 486!, Nr. 424 ^daselbst heißt es: „sie war seit Ostern !856 am Prager Theater engagirt". Das ist unrichtig. Adele L. war seit Ostern 1846 — im Ganzen lä Jahre — Mitglied des Prager Theaters und Liebling des Pra« ger Publicums^. Lechner, Rudolph (Verlags«Buch. Händler, geb. zu Wien 9. December 1822). Sein Vater Michael (geb. zu Eisenstadt in Ungarn 1783, gest. zu Wien 1344) war ein namhafter Wiener Verlags »Buchhändler, der insbesondere mehrere linguistische noch heute sehr ge« suchte Verlagswerk^, wiez. B. Machat's französische Sprachlehre (in 37. Auf- läge), die sämmtlichen theologischen Werke des Bischof's Leon hard u. dgl. m. herausgegeben hat. Sein Sohn Rudolph bildete sich unter des Vaters unmittelbarer Leitung im Buchhandel aus und arbeitete frühzeitig im Geschäfte, das, nachdem im Jahre 1823 3echner der Vater die H a rter'sche Universitäts» Buchhandlung übernommen hatte, be» deutend an Ausdehnung zunahm. Drei Jahre nach des Vaters Tode 1847, trat Rudolph 3. felbstständig im Geschäfte auf. I n der ersteren Zeit, nachdem durch die Erhebung des Jahres 1848 eingetre. tenen Umschwünge der politischen und socialen Verhältnisse, lag der österreichische Buchhandel in einem Zustande des Zu« Wartens; aber kaum daß die Verhältnisse sich einigermaßen zu klären begannen, hatte auch 3. schon seinen Entschluß gefaßt, und indem er den älteren sprachwiffm« schaftlichen Verlag seines Vaters fort- setzte, fing er imIahre 1833 an mit dem Verlage rationeller, den Elementar-Unter» richt fördernder Kinderspiele eine neue vielversprechende und von Fachmännern ernstgewürdigte Richtung zu pflegen. I n diese Kategorie gehören: „DerZeichnungs- apparat" für Kinder von fünf bis neun Jahren; —die Winternitz'schenKinder« lehrfpiele und die Friedrich Fröbel 'schen Beschäftigungsmittel; unter ersteren: „Das Lesespiel". — „Das Schreibspiel". — „Das Rechenspiel", — „Das Lander- spiel von Europa", — „Das Landerspiel von Oesterreich", — „Das Kaiserfpiel" (für geschichtlichen Unterricht), — „Das französische Sprachspiel", — „Das Turn« spiel"; unter letzteren: „DieFlechtmappe" in 2 Sammlungen, — „Das Stäbchen« legen", — „Die Ausstechmappe", — „Die Bauspiele" und „Die Ballspiele". Diese Schriften fanden großen und verdienten Anklang in der pädagogischen Welt und erlebten viele von ihnen mehrere Aufla« gen und einzelne, wie z. B. das Lesespiel, den großen Absatz von 31.000 Exempla» ren. Neben diesen Iugendschriften für das erste Kindesalter, die eigentlich als Hilfs« mittel für den Pädagogen zunächst dem» selben das erste Erziehungswerk erleichtern und das Kind für den Unterricht einneh- men sollen, rief aber 3. noch eine Reihe der anmuthigsten Iugendschriften für die Kinder selbst, von den ersten Jahren der beginnenden Erkenntniß bis zum Eintritte des Jünglings« und Iungfrauenalters, in's Leben. Auch diese Abtheilung des Verlags ist bereits sehr umfangreich und zeichnet sich durch eine sorgfältige Aus«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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