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brachte und das, nach seinen eigenen
Worten, „wegen des erträglichen Dialogs
und einiger komischen Scenen zu keinem
rechten Durchfall bringen konnte; zu
einem bleibenden Gefallen noch viel we>
niger". Seine nächste Arbeit war das
auf dringendes Ersuchen W. M. Gerle's
^Bd. V, S. 433^ mit ihm gemeinschaft-
lich verfaßte Lustspiel: „Nie M i Rrinken",
auf dem Wiener Burgtheater unter
dem Titel: „Die kranken Doctoren" noch
immer auf dem Repertoire. Dann machte
er sich an die Bearbeitung der „lustigen
Weiber von Windsor", welche auf dem
Wiener Burg« und dem Prager ständi«
schen Theater lange in derselben gegeben
wurden und zu sehr possirlichen Beurthei»
lungen Veranlassung gaben, „indem man
oft ihn für Shakespeare und ebenso
oft Shakespeare für ihn verantwort»
lich machte". Noch ist dem Herausgeber
cin Stück 3.'s, welches bis zur Stunde
auf dem Repertoire des Burgtheaters
steht, nämlich das Lustspiel „Geistige Nebe"
bekannt, welches Holbein nicht weniger
denn sieben Jahre liegen ließ, bis Frau
Haizinger, die es auf einer Bühne
darstellen gesehen, Holbein dahin
brachte, daß er das Stück aus der
Dunkelheit des Burgtheater-Archivs vor
das Lampenlicht der Bretter, welche die
Welt bedeuten, brachte. Viele Arbeiten
L.'s, namentlich aus früherer Zeit, sind
in deutschen, vornehmlich in Prager
Journalen zerstreut. Sie athmen viel
Humor und einen noch größeren Hang
zur Satyre.
Jahrbuch für Israeliten. Herausgegeben von
Joseph Werthe imcr und Dr. Leopold
Kompert (Wien, kl. 8".) Neue Folge, neunter
Jahrgang (3623. 1862/1863), S. 126. —
Oesterreich im Jahre 1840. Von einem
österreichischen Staatsmanne (Leipzig 1840,
Otto Wigand, so.) Bd. I I , S. 316. — Auch
begegnet man dem Namen Lederer, außer der weiter unten ^S. 292^ folgenden freiheit-
lichen Familie mit ihren im Staats« und
Kriegsdienste ausgezeichneten Mitgliedern, auf
anderen literarischen Gebieten; so ist von
einem 1. A. Lederer eine „Heimatkunde
vom Kronlande Ungarn" (Pesth 1859, Geibcl,
8o.) erschienen. — 2. Ein Franz X. von
Lederer hat für das Landvolk „Ueber die
wesentlichen Vortheile der Einimpfung der
Blattern" (Wien 1776, Kaulfuß. 8°.) geschrie«
ben. — 3. Ein Iguaz Lederer veröffent-
lichte m neuerer Zeit zwei Gelegenheits»
schriftcn, und zwar: „Die Eröffnung der bö>
mischen Westbahn auf der Strecke von
Skurnian bis Furth am 14. October 1861"
(Pilsen 1861, !2°.) und „Erinnerungen aus
und an Pilsen" (ebd. 1862), welches Büchlein,
indcm es Schriftproben der neu eingerichte-
ten typographischen Anstalt des Karl Ma asch
in Pilsen enthält, statt zusammenhangloser
Wörter und Sätze, wie deren zu solchen Zwecken
gewöhnlich dargebracht werden, geschichtliche,
litcrarische und vaterstädtischc Notizen über
Pilsen mittheilt, die sich ganz gut lesen lassen.
— 4. IuUus 3. ist ein fleißiger Mitarbeiter
dcr von dem Wiener zoologisch'bvtanischen
Vereine veröffentlichten Sitzungsberichte und
Abhandlungen, in denen von ihm mehrere
größere und kleinere Abhandlungen cnto«
mologifchen Inhalts erschienen sind, als:
„Ueber die natürliche Anordnung der curo»
päischcn Heterocercn und Bemerkungen über
einzelne Arten derselben" (Jahrg. I I , AbHand'
lungcn S. 63 u. 79); — „Natürliche Anord»
nung europäischer Rhopalo^cren und Bemer-
kungen über einzelne Arten derselben" (Jahr-
gang I I , Abhandlungen S. l4 u. 27); —
„Die Schmetterlingsfauna des Altaigcbirgcs"
(Jahrg. V, Abhandlungen S. 9U); — „Die
Schmctterlingsfauna von Cypcrn, Beirut und
Kleinasien" (ebd. Abhandlungen S. 17?); —
„Die Schmetterlingsfauna von Sibirien"
(Jahrg. I I I , Abhandlungen S. 3öl); — „Die
natürliche Anordnung der europäischen Span^
ner und Bemerkungen über einzelne Arten
derselben" (Jahrg. I I I , Abhandlungen S. 165
u. 137). Als selbststandige Monographien und
in neuer Bearbeitung sind von den vorge«
nannten Schriften erschienen: „Lepidopterolo-
gisches aus Sibirien" (Wien 183t, Brau«
müller, gr. 8°., mit 8 lith. Taf.) und „Die
Noctuinen Europa's, mit Zuziehung einiger
bisher meist dazu gezählten Arten des asiati»
schen Rußlands, Kleinasiens, Syriens und
Labradors" (Wien 1837, Gerold, mit 4 lith.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon