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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 293 -
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Ledbrer 293 Federer zugeben. An den Reitergeftchten bei Wagram hat 3. wieder ruhmvollen An» theil. Bald darauf zum Feldmarschall- Lieutenant befördert, befehligte er in den Kriegen 1813—1813 eine Division. I n der Schlacht bei Leipzig befand er sich in der ersten Colonne unter dem Erbprin« zen von Hessen«Homburg aufdem linken User der Pleijse, beschäftigte am 18. den ganzen Tag über den Feind, be- ständig seine rechte Flanke beunruhigend und ihm wahrend seiner so oft wieder« holten Angriffe auf Dölitz großen Scha« den zufügend. Nach dem Rheinüber- gange befehligte er die Avantgarde der Süd «Armee, nahm bei St. Georges. 18. März 1814, ungeachtet der Feind in einer äußerst vortheilhaften Stellung sich befand, den Kampf an, schlug ihn zurück verfolgte ihn eine weite Strecke, brachte ihm große Verluste bei und nahm ihm vier Geschütze. Mit gleichem Erfolg warf er die Franzosen bei Iimonest, 20. März, und nahm eine vortheilhaftere Stellung ein als es jene war, die er vor Eröffnung des Kampfes behauptet hatte. Ebenso griff er bei St. Romans die Franzosen auf mehreren Puncten an, erstürmte St. RomanS und zwang den Gegner auf allen Seiten zum Rückzüge. Dieses Ge> fecht war das letzte dieses Feldzuges; der bald darauf abgeschlossene Waffenstill» stand machte den gegenseitigen Feindselig« keiten ein Ende. Mit Allerh. Handbillet von Dijon 28. März 1814 wurde aber 3. für sein tapferes Verhalten bei St. Georges mit dem Ritterkreuze des Ma« ria TheresieN'Ordens ausgezeichnet. Im Jahre 1813 stand L. mit seiner Division beim ersten, von dem Feldzeugmeister Grafen Col loredo befehligten Armee- corps, deffen Avantgarde er comman« dirte. Die Operationen hatten am 26. Juni begonnen. Bei Bcfort stieß L. mit seiner Avantgarde auf eine feindliche. 3000 Mann starke Abthei- lung, welche der französische General Lecourbe führte. 3. griff sie sofort cm und warf sie nach einem hitzigen Ge> fechte nach Donnemarie zurück. Wenige Tage spater, 1. Juli, kam er dem zwei« ten, von Major Reuchliugen geführ- ten Jäger-Bataillon rettend zu Hülfe. Die Jäger hatten nämlich Cheremont und Besancourt erobert, sich aber durch ungestüme Verfolgung des Feindes in eine gefahrliche 3age gesetzt. Da war es 3., der dem Bataillon aus seiner Bedräng» niß half und den General Lecourbe neuerdings zum Rückzüge zwang. L. wurde bei dieser Gelegenheit zweiter Inhaber des 2. Dragoner.Regiments, damals König Maximilian, heute König 3udwig von Bayern. I n der darauf folgenden Friedensepoche diente L. bis 1828 als Divisionär in Italien, wurde dann Commandirmder in Mähren, im Jahre 1830 General der Cavallerie, zuerst in Galizien, später in Ungarn, wo er das Indigenat erhielt. Als die Bewegung im Jahre 1848 ausbrach, bat der damals fast sOAHrige General um Versetzung in den Ruhestand, die ihm auch im Juni des g. I . unter gleichzeiti« tiger Erhebung zum Feldmarschall ge- währt wurde. Noch während 3. Divisio- när in Italien war, hatte ihn der Kaiser mit der geheimen Rathswürde und dem Orden der eisernen Krone 1. Claffe aus« gezeichnet. Keinen vollen Monat über das achtzigste Jahr hatte 3. überlebt, als ihn der Tod der Armee entriß, der er 63 Jahre gedient hatte. Freiherr Ignaz war (seit 22. April 1803) mit F r a n- ziska Xav.vonTr attnern (geb. 1783, gest. 1836) vermalt, und zwei Söhne aus dieser Ohe. Freiherr August und Frei- herr Moriz ss, dieselben S, 294 u, 297.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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