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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 303 -
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Seite - 303 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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303 Ledochowski-Salka ^M^c>oHl ^Sa^ios^), Herd? r^os^t^a poi5- kiszo, d. i. Wappen des polnischen Adels (Krakau I8ii8, 4".), Ausgabe in der von Kas. Ios. Turowski besorgten Libliotskapolska, V. 698, unter der Rubrik: „0 KIsMoois salava", mit der Abbildung des Wappens. -> Die Ledochowski erscheinen im Gothai« schen Taschenbuch der gräflichen Häuser und in ,dem dazu gehörigen, 1833 heraus« gegebenen „Handbuch" als Ledochowski, was etwa wie Leduchowski auszusprechen wäre; diese Schreibart ist irrig und in alte« ren und neueren polnischen Quellen sind sie einfach Ledochowski (o und nicht 6) geschrieben.) II. Desonders hervorragende Sproßen der Grafen- fllmilie Ledochouiski-Salka. 1. Anton Graf 3. (geb. 1775, gest. 11. November 1833), ein Sohn des Grafen Franz ^Nr. 3^j, ver» sah, so lange sein Vaterland bestand, zu ver« schiedcncn Malen die Würde eines Landes« deputirten auf dem Reichstage. Nach der Theilung Polens schickte ihn der w'estaalizische Adel als Deputirten an den kaiserlichen Thron nach Wien. Von Kaiser F r a n z erlangte er mit Diplomen vom 8. und 15. Mai 1800 die Grafenwürde für die Königreiche Galizicn und Lodomericn und die gesammten österreichischen Erbländer. Seine Gemalin Julie, des ehemaligen Senats »Präsidenten Thomas Grafen Ostrowski Tochter, war viele Jahre vor ihm (1802) gestorben. — 2. Felicia« von L. war Oberst im Heere, das König Johann I I I . Sobieski 1683 zum Entscche Wiens führte. Fel ician fand wie ein anderer aus seiner Familie s^iehe Kasimir weiter unten Nr. 7^ den Tod vor den Mauern Wiens. — 3. Franz Graf L. (acb. 1728, Todesjahr unbekannt), war ein Zohn des Grafen Ada m, ehemaligen Starosten von Wladimir und Kastellans von Volhynien. Graf Franz bekleidete mehrere hohe Aemter im seinem Vaterlande, zuletzt das eines Palatins von Czcrnichow. Später verließ er sein Vaterland und' zog sich nach Wien zurück, wo er bis an sein Lebensende ver» blieb. Aus seiner Ehe mit Luise Gräfin von Dönyoff stammt Graf Anton ^Nr. i). — 4. Ignaz Graf L. (geb. 13. Jänner 1789). cin Sohn des Grafen Anton fNr. t) aus dessen Ehe mit der früh verstorbenen Ju l i e Ostrow ska. Graf Ignaz erhielt in der Wiener»Neustädter Militärakademie seine militärische Ausbildung und trat 1810, als ' Napoleon Polen herstellte, in polnische Dienste. Im Jahre 1812 war er Lieutenant bei der reitenden Artillerie, erwarb sich im unglücklichen russischen Feldzuge den Orden der Ehrenlegion und Capitänsrang. In der Schlacht bei Labiau am kurischen Hoff verlor er ein Bein. Als Kaiser Aleranderim Jahre 1814 die polnische Nationalarmee in's Leben rief, wurde Graf 3. Oberstlieutenant, da er aber mit einem Bein in der activen Armee nicht dienen konnte,' wurde er Director des Arsenals in Warschau, das unter ihm zu einer Muster« anstatt wurde. Im Jahre 1823 zum Oberst in der Artillerie befördert, fand ihn die 1830 ausgebrochene Revolution auf diesem Posten. An der großartigen Erhebung seines Vater» landes nahm F. in begeisterter Weise Theil. Er wurde Brigade-General und vertheidigte als Commandant die Festung Modlin bis zum letzten Augenblicke. Graf Ignaz war mit l.'uise von Aalalz-Gorski (gest. 1833) vermalt, aus welcher Ehe zwei Söhne, Graf Joseph (geb. tz. März 1822) und Graf Anton (geb. - 3. August 1823). stammen. Letzterer ist Zur Zeit Rittmeister in der kais. österr. Armee und mit Mar ia Augusta Gräfin Sei lern (geb. 24. April 1831) vermalt, aber seit 17. April 1861 Witwer. sStraszewicz (Joseph), Die Polen und Polinnen der Revolution vom 20. November 1830 (Stuttgart 1832 u. f., Schweizerbart. 8".) S. 374. — H?-2. sISlolcA ^</c>H6 /^^ , I^ LL I>o!<)N2.i5 st los ?olo> 213,1868 äs Ia Involution äu 29 uovsmbi-s 1830 (l>ari5 1832, ^ . I'illarä, 31-. 8».). — Porträt. Unterschrift: Facsimile des Namens- zuges, unter demselben mit großen latei» nischen Lettern: I^o 6-'llAng,<:2l^äooIio>v5k/. Litd. äs Villain, gr. 8"., auch Blätter in 4«.^ — 5'. Johann Graf L. (geb. zu Warschau 23. Iuni1?9l, Todesjahr unbekannt), erhielt seine militärische Ausbildung zuerst in der Wiener»Neustädter. dann in der Ingenieur- Akademie, aus der er als Officier austreten sollte. Er nahm aber diese Stelle nicht an, um in sein Vaterland zurückzukehren. Im Jahre 1808. verließ er Wien, begab sich nach Warschau und trat dort im Generalstabe des Fürsten Poniatowski ein. Nun diente er seinem Vaterlande. Die Darstellung der fer< neren Begebenheiten seines Lebens, seines muthvollen energischen Auftretens und seiner Theilnahme am Kampfe des Jahres 1830 fallen außer den Rahmen dieses Werkes. .Die unten angegebenen Quellen geben umstand» lichere Nachricht darüber. Nur, zur Wür- digung dieses echt antiken Charakters sei das
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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