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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 304 -
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Seite - 304 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Ledochowski-Halka 304 Legipont Folgende hier erwähnt. Graf 3. war in der Erhebung des Jahres 1830 Commandant aller militärischen Kräfte in der Wojwod« schaft Krakau. Am 20. December wurde er vom Reichstage erwählt, an der Deputation theilzunehmen, welche die Schritte des Dicta« to;s (Chlopick i ) bewachen sollte. Am 23. Jänner 1831 verfügte sich die Deputation zum Dictator, um ihm über seine Unthätige keit Vorwürfe zu machen. Chlopicki. darüber aufgebracht, antwortete auf die Vor« würfe mit dem Gesuche um Entlassung. Da erwiderte ihm Graf L.: „Chtopicki. wenn Sie als Befehlshaber die Armee nicht com- mandiren wollen, so sollen Sie als Pole in ihre Reihen als Soldat eintreten. „Und Sie auch", rief Chlopicki. — „Ohne Zweifel auch", war Ledochowski's Antwort, ich werde mich von meiner Pflicht nicht entfer< nen", und am nämlichen Tage noch trat er als Freiwilliger in das 8. Infanterie» 3iegi< ment und machte als solcher die drei Schlach- ten bei Grochow. am 15.. 20. und 25. Fe. bruar, mit. Auch ist es Graf L., der in d?r berühmten Sitzung vom 2». Jänner 183 l, in welcher die Thronentsetzung des russischen Kaisers ausgesprochen wurde, das vorschnelle Votum durch die Worte besiegelte: „Wozu die vielen Worte, die Sache ist abgemacht: Esgibt keinen Nikolaus mehr". Näheres über ihn bringen die hier benannten Quellen. lStraszewicz (Ios.), Die Polen u. s. w. S. 292. — s/T's/s^slt'^Z ^,/,iH6/)/i^, l^ ou ?olonüi8 6te. — Porträt. Facsimile des NamenSzuges. darunter mit großer Latein« schrift: ^g,u I^äookonkki. I^Mi. c!o Villtün (?ari8, 8«. st 40.).) — 6. Iosephine Gräfin L. (geb. zu Lemberg 1780, gest, zu Warschau 1849). Sie ist eine geborne Truskol awska und war eine berühmte dramatische Künst- lerin und Sängerin. Bereits im Alter von 12 Jahren war sie Mitglied der Gesellschaft, welche unter Albert Boguslow6ki '6 Lei tung in Polen spielte. Mit allen Gaben der Natur ausgestattet, wirkte sie ebenso durch ihre Kunst wie durch ihre Schönheit. Im Jahre 1801 heirathete sie den Grafen Sta« nislaus Ledochowski und zog sich fortan von der Bühne zurült. Aber schon nach einigen Jahren folgte sie ihrer ersten Neigung zu den Brettern, welche die Welt bedeuten, und blieb ihnen in Zukunft erhalten. In Rollen wie Lady Macbeth leistete sie das Höchste und stand sie darin der berühmten Mistreß Siddons nichts nach. Sie spielte noch viele Jahre und zog sich dann in den Ruhestand zurück. Sie starb im Alter von 69 Jahren. sHowlHHöl ^4?<5e^, K05 musi- oisrlL VoIoQ3,i8 st slaves anoisus et moäsr- US5. Diotionnair« bioFi'apkiyus 6to. etc. (k»ari5 1837, ^.Hriou 16 Olsrs H Oo., sr. 8«.) p. 362.) — 7. Kasimir von L. war unter König Johann I I I . Sobieski Haupt» mann und als solcher im Jahre 1683 mit ihm zum Entsatze Wiens gezogen, wo er auch uor den Thoren der Stadt seinen Tod fand. — 8. Thimotheus Graf L. (gest. t?. Juli 1846), war zuerst in polnischen Diensten, aus welchen er später in österreichische über- trat. Er war Oberstlieutenant im 12. Husza- reN'Negimente, Dienstkämmerer bei Sr. kais. Hoheit dem Erzherzoge Franz Kar l und starb als Oberst im schönsten Mannesalter. Der Nsorolosli univoi'gsl 6u XIX« sisols enthält seine Lebensskizze, welche unter dem Titel: ^ 6 eomw 1'. ^oclocliow^l, oa- lonsi HU Lorvio« nnpölia! c!'^.u tricks, mioisu ekamdollau «lv 8. H.. ^. l'aroliiäu<: I l ia rä" (?ai'i« 1847, .^.) besonders erschie. nen ist. l l l. Wappen. I n Vlau ein goldener Ring, dessen innerer Rand mit drei goldenen Tatzen- kreuzen in Gestalt eines aufrechten Dreiecks so belegt ist, daß das obere Kreuz senkrecht herabsieht, die zwei anderen aber von beiden Zeiten schräg gegeneinander aufsteigen. Auf dem Schilde ruht dir Grasenkrone. auf der sich ein in's Visir gestellter goldgetrönter Turnierhelm erhebt. Auf der Krone des Helms zeigt sich ein über sich gebogener geHarnisch- Irr, ein bloßes Schwert an goldenem Griffe, zum Hiebe ausholender rechter Arm. Die Helmdecken sind zu beiden Seiten blau mit Gold belegt. Schild halt er. Zwei auswärts sehende geharnischte Männer mit offenen Visum, rochen Büschen auf den Helmen, Wehren mit goldenen Gefäßen an schwarzen Gehängen an der Seite, die freie Hand in die Hüfte grseljt. Devise: „ ^ Oliverius (gelehrter Be« nedictiner, geb. zu Soyron im Limburgischen 2. December 1698, gest. 16. Juni 1738). Trat im Alter von 21 Jahren in den Benedictinerorden und legte in der Abtei zu St.Martin dem Grö- ßeren in Cöln dieOrdenSgelübde ab. Nach
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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