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Aufnahme und zahlte bald zu den Zier-
den dieser gelehrten Gesellschaft, welche
Manner wie Berg hau er, Duecius,
Gottsched, Murator i , Rosen thal,
Schwandtner zu ihren Mitgliedern
zählte. Als Ziegelbauer, damals
Secretar dieser Gesellschaft, 4730 zu
OlmĂĽh starb, wurde 3. zu dessen Nach.
folger in der Secretärsstelle ernannt. Er
war auch in der That der rechte Mann
dazu und beeilte sich nun den NachlaĂź
seines Ordensbruders, dessen eifrigster
Mitarbeiter er war, herauszugeben. Bei
diesem Vorhaben stieĂź er aber sonder-
barer Weise auf Hindernisse. Domherr
Graf Giannin i weigerte sich, Zie«
gelbauer's Papiere herauszugeben. 3.
begab sich nun nach Regensburg, wo er
von dem Nachlasse seines Freundes so viel
herausgab, als in seinen Besitz gelangt
war; kehrte aber nicht mehr nach OlmĂĽtz
zurĂĽck, sondern begab sich in sein Kloster
nach Cöln und später in die Abtei St.
Maximin zu Trier, wo er kurze Zeit dar«
auf starb. Ueberraschend groĂź ist die Zahl
der von 3. veröffentlichten, und fast noch
größer jene der in seinem Nachlasse vor»
gefundenen Schriften. Darunter befinden
sich: „^öT-SLL <6s '^/A'6?0?>6 ck
1725, 8".);
'ns c?s j's^'ss" (ebd. 1723, 8".); —
« (Ooloniae 1728,
(ebd. 1733,
" (1737); — 1746, 8".);
1746, 4".); — „
bipoli 1747) 8".); — „
^ 8«); — „
ias 1748, 8^.); — „
(OosmopoU 1748, 8«.); —
2«, indessen, von Legipont nach
Ziegelbauer's Tode herausgegebenem
Werke: „Historia. roi littorHliao oräinis
8. Venääioti", auch in Monse's Int'u-
1^6 äootao Hlorülviao" wieder gedruckt;
1746, 4".); — 1732), dieses Schriftchen behan»
delt die Idee der Errichtung einer gelehr»
ten. Akademie des Benedictinerordens.
welche auS Mitgliedern aller in Europa
bestehenden Klöster dieses Ordens zusam«
mengeseht sein sollte. Cardinal Qui r in i .
selbst diesem Orden angehörend, hatte
diese Idee, die ihm von L. war mitge»
theilt worden, beifällig aufgenommen
und den Titel eines ProtectorS, den ihm
L. angetragen, ĂĽbernommen. Aber theils
der Mangel der nöthigen Fonds, theils
die zu groĂźe Entfernung der als Centrum
dieser Gesellschaft gewählten Abtei Kemp°
ten von den übrigen Klöstern machte
dieses Unternehmen scheitern. Von den
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon