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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 309 -
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Legis-Glückselig . 309 Legis-Mückfelig Citaten, worin altfränkische Lieder und Formeln vorkamen, wesentlich hilf« reich. Ueberhaupt hat L.-G. in jener Zeit literarischer Seits nack verschiedenen Seiten hin eine ungemein große Thä tigkeit entwickelt; jedoch muß eine aus führlichere Schilderung derselben, wodurch man einen nicht uninteressanten Einblick hinter die Coulissen der Literatur und ihrer Hauptacteure gewänne, einem geeig neteren Platze überlassen bleiben. Der Zufall wollte es, daß L.-G. durch einige Monate Secretärsdienste bei dem Obersten Gustavson (Exkönig von Schweden) versah, der damals in dem.Leipziger Straßenwirthshause „zur Säge" wohnte und mit eigenthümlichen Ideen ohne Action beschäftigt war. Durch die Iulirevolution und deren Consequenzen in die Heimat getrieben, setzte 3.-G. im väterlichen Hause seine wissenschaftlichen Arbeiten fort und gab nach und nach eine Reihe Schriften her aus, darunter: „GllpugrllMZcher Grnndriäs ulln Prag und tiefen Umgebungen" (Prag 4833, Haase Sohne, 8"., mit Plan), welchen Gegenstand L.-G. später öfter und in verschiedenen Formen bearbeitete und als „Mnstnrter Wegweiser durch Prag" (ebd. 1833), — „MinilltnrgnnlildeuuilPrag" (ebd. 1833) u. dgl.m. veröffentlichte; — ferner: „ÄktculmiIöige NarZtellnug des KÜnigl. bätimiZäM GrbllnlüignngZ-, Nclchnllngs- nnd KrümlngL.GerrmllmelZ n. s. m." (Prag 4836, Medau, gr. 8".); ^— „NipluinntisHe Geschichte der ünfgehllbrnen Klöster nnd Kapellen in der Künigl. ^nnptstadt Prag. AnI der jljllndZchrit't des Zoli. Nep. ^ imlnermnnn nen lierauZge- qeben" (ebd. 1837, mit 6 K. K., gr. 8".) u. m. a. Seit 1833 Mitarbeiter der So- cietät für wissenschaftliche Kritik in Ber- lin, recensirte L.-G. die wichtigsten Er- scheinungen der österreichischen, zumal böb> mischen (nicht öechischen) Literatur in den in Gelehrtenkreisen hochgehaltenen Jahr- büchern bis zu deren Erlöschen. Im böh« mischen Krönungsjahre 1836 wurde L.-G. im ständischen Landtage zum Krönungs- Historiographen ernannt und arbeitete im (Einvernehmen mit dem k. k. Kammerma- ler Gurk, dem die großen Illustrationen zu dem Krönungsbuche übertragen wa- ren. Bekanntlich ist eS 1846 von der Herausgabe dieses Prachtwerkes durch die schiefe Stellung einiger landständi-« schen Mitglieder zur Regierung abgekom' men. Von den in Wien gestochenen Krönungs-Tableaur aber bewahrt das böhmische Museum einige Ueberreste. Durch seine Biographie Dobrowsky's (Prag 1837, 4".) erwarb sich 3..G. die dauernde Freundschaft Kopitar's. durcd seine slavistischen Berichte in Sch m idl's Blättern für österreichische Literatur (seit 1844) auch die Aufmerksamkeit des Professors von Mik los ich, obwohl L.-G. zumeist in dem älteren Dobrow- sky'schen Systeme befangen und, durch Hanka gehemmt, die Slavistik eigent- lich nur als Nebensache betrieb. I n dem . splendiden Gutenbergs « Album finden sich von L.-G. Uebersetzungen aus den slavischen Sprachen, und schon zu Leip» zig ließ er sich im Interesse der Bibel« gesellschaft w 3la.vioi2 verwenden. I n den Jahren 1846 und 1847 lebte L.-G. in Wien und veröffentlichte seine durch ihren Freimuth Aufsehen erregende Bio« graphie deS Naturforschers Franz Wil« Helm S i e b e r (bei Beck), welche auf I . C. A. Corda's Veranlassung franzö» fisch und englisch übersetzt erschien; fer> ner: „Kritische NeiträZe zur Zlauischen Philll- ie" (Abdruck aus Schmidl's Blät- tern) , und „Oeschichte des b'öhmizchen Staats- und Priuatrechteg" (Abdruck aus Kudler's Monatschrift für Rechts- und Staatüwissenschaft). in welch letzterer
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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